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Aivanhov erklärt es hier sehr genau.
Stellt euch vor, man würde eines Tages den Christen der ganzen Welt verkünden: »Von nun an wird es keine Orte für Gottesdienste, keine Zeremonien, keinen Klerus, keine Statuen noch Bilder von Heiligen, überhaupt nichts Materielles und Äußerliches mehr geben: Ihr werdet Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten, so wie es Jesus prophezeit hat.« Das wäre für sie wie eine Leere, sie würden sich verloren fühlen, denn die meisten Menschen haben das Bedürfnis, sich an konkrete, greifbare Gegenstände zu klammern.
Nur ein außergewöhnlich entwickeltes Wesen kann in seinem Geist, in seiner Seele das Heiligtum finden, in das er eintreten kann, um sich an Gott zu wenden, um die Pracht des Himmels zu berühren, zu kosten, zu atmen. Natürlich ist eine solche Erweiterung des Bewusstseins wünschenswert. Für diejenigen, die fähig sind, bis dorthin zu gelangen, gibt es keine Grenzen mehr, denn die Welt der Seele und des Geistes ist von unerschöpflichem Reichtum. Sie können mit ihrer Arbeit bis ins Unendliche gehen und sich ihre Zukunft als Söhne und Töchter Gottes erbauen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Und so durchzieht es alle Religionen - wenn es nicht Leiter, Führer, Propheten gibt und die Menschen noch am Anfangsstadium stehen, dann ist es gut, daß es eine leitende Hand gibt.
Auch wenn sich die Menschen täglich begegnen, haben sie voneinander doch nur eine oberflächliche Sicht. Sie beschäftigen sich mit dem äußeren Schein, und der ist oft nicht gerade berühmt. Sie vergessen, dass es hinter diesem Schein auch eine Seele, einen Geist gibt, und auch wenn sich diese Seele und dieser Geist selten offenbaren, sind sie doch da und haben immer die Möglichkeit zu Tage zu treten und sich auszudrücken. Um es einmal so zu sagen: Es ist kein Beweis von Intelligenz, wenn man die Menschen derart oberflächlich betrachtet.
Ein Weiser, der sich bewusst ist, dass die Männer und Frauen Söhne und Töchter Gottes sind, beschäftigt sich mit diesem Gedanken und geht auf alle Wesen mit diesem Gedanken zu. Er führt damit eine schöpferische Arbeit aus, denn er entwickelt auf diese Weise in allen Wesen, die er trifft, die göttliche Seite und er fühlt sich glücklich. Glaubt mir, die beste Art mit den anderen umzugehen, ist das Entdecken ihrer Qualitäten, ihrer Tugenden, ihrer spirituellen Reichtümer und die Konzentration darauf.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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