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Wie erkennt man wahre Propheten von falschen?












Was ich sagen wollte ist dass es jeder Mensch nur für sich selbst herausfinden kann.

Noch anzufügen wäre:
Jeder Mensch sollte zunächst mal sein eigener Prophet sein.

Wenn ich sage Gott versteckt sich, dann meine ich in uns. Manche sind sich der Gegenwart Gottes schon immer bewusst. Andere müssen sich daran erinnern.
Hallo Martin H.

Ich verstehe was du meinst und bin voll mit dir einig.
Man kann Gott nicht beweisen (genauso wenig wie seine Nichtexistenz). Jeder muss Gott für sich selbst finden.

Ich weiß es auch für mich, aber ich kann es natürlich anderen nicht beweisen.

Gott ist in uns daheim -
wir sind in der Fremde.

(Meister Eckhart)

LG,
kiki
Hallo Kiki60,

so wie du es formulierst stimme ich zu.
Glaube statt Beweis.
Auch impliziert deine Formulierung den agnostischen Standpunkt.

LG
Martin
Mit Gott ist das eben ähnlich und doch anders als mit einem Yeti. Reinhold Messener will mal einen gesehen und fotografiert haben. Die Fotos will er aber erst rausgeben, wenn die Echtheit der Fotos bewiesen ist.

Die Ähnlichkeit: Die einen Menschen glauben an Gott, die anderen nicht.

Die Verschiedenheit: Einen Yeti könnte man einfangen und anderen zeigen. Gott lässt sich aber nicht einfangen. Gott fotografieren ist nicht möglich. Kreationisten rechnen einem zwar gerne vor, warum es Gott geben soll. Aber wer weiß, dass Systeme durch negative Entropie selbstorganisierend sein können, den überzeugen deren Kunststücke wenig.

Das nächste Problem ist das klare Bild, dass sich viele von Gott machen. Gott sei ein Mann. In vielen Kirchen wird Gott als alter Mann mit weißem Bart dargestellt. Gott ist genau so sehr oder so wenig Mensch wie Yeti. Die Erde ist nur ein winzig kleiner Planet in einem von ca. zehn Milliarden
weiteren Sonnensystemen alleine in dieser Galaxie. Und dann gibt es nochmals Milliarden weitere Galaxien. Und selbst auf der Erde sind wir nicht die einzige Intelligenz. Wir verstehen nicht die Walgesänge, wenn wir sie entschlüsselten, würde es mich nicht wundern wenn bei ihren Gesängen auch von einem Walgott singen.

Dann gibt es organisierte Glaubenssysteme die Alleinanspruch auf Gott erheben. Dogmen sind Ketten: „So und so ist es! So und so musst du es machen!“ Dass das alles viele Menschen in den Atheismus treibt, kann ich gut verstehen!

Ja, es braucht Regeln in einer Gesellschaft. Die 10 Gebote Beispielsweise haben ihren Sinn. Aber ich töte einen Menschen nicht, weil ich es nicht darf, sondern weil ich es nicht will. Wer Gutes tut, um in den Himmel zu kommen, der ist ein Egoist. Wer Schlechtes unterlässt aus Angst vor der Hölle der ebenso. Dies alles sind implantierte Wünsche und Ängste. Mit Begehren und Furcht lässt sich ein Mensch lenken. Mit Liebe handelt er frei.


Auf einen Punkt gebracht:

Wenn jemand glaubt, Gott sei so und so, dann ist es eben ein Glauben.

Wenn jemand Gott erfährt, dann ist es ein Wissen.

Ich persönlich wünsche jedem Glaubenden zugunsten einer direkten Erfahrung die Dogmen seines Glaubens in Frage zu stellen. (Inklusive dem Dogma, dass direkte Erfahrung nicht geht)
Wie erkennt man wahre Propheten von falschen?




Es steht geschrieben:

Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.



Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!



Seht euch vor vor den afalschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

a: Kap 24,4-5; 24,24; 2. Kor 11,13-15 b: Gal 5,19-22 c: Kap 12,33 d: Kap 3,10; Joh 15,2; 15,6

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!

a: Röm 2,13; Jak 1,22 b: Lk 13,25-27 c: Jer 27,15 d: Kap 25,12; 2. Tim 2,19


(Matt.7.12-23)
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