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Wir haben alle bestimmte Vorstellungen darüber, was gut und was böse ist. Ebenso bestimmte Vorstellungen, was Liebe ist und wie sie sich zeigt, oder nicht zeigt.
Doch es sind alles nur VOR-STELLUNGEN! Es sind BILDER, die wir uns vom Leben, der Welt und ihrer Sinnhaftigkeit machen.
Und diese Bilder und Vorstellungen entsprechen immer unserer INDIVIDUELLEN Welt- und Glaubenssicht.
Das, woran jeder Einzelne glaubt, besteht auch zu einem großen Teil aus den persönlichen Erfahrungen, die jeder gemacht hat. So entstehen "GLAUBENSSÄTZE"!
Gemeint ist: Wenn wir etwas tun, und es funktioniert, glauben wir an die Wirksamkeit unseres Tuns.
Wenn wir etwas tun, und es funktioniert nicht, oder gar von Menschen enttäuscht werden, wie sie auf unser Tun reagieren, so verfestigt sich unser "Glauben" an die "Schlechtigkeit" der Welt womöglich...
Ist nicht jedwede Weltsicht, jedwede Überzeugung eines Menschen letztendlich sogar gegründet auf seine Angst?
Denn so stark, wie seine Angst vor was auch immer ist-- entsprechend ist sein Glauben daran, wie die Welt beschaffen sei...
(Angst gebiert Kontrolle- Kontrolle erzeugt eine starre Sicht der Dinge- eine starre Sicht beinhaltet Härte, Verschlossenheit, eingeschränkte Wahrnehmung!)
Wenn wir uns für andere aufopfern und daraufhin vom Leben "bestraft" werden, so sollten wir uns, wenn wir auf diese Art wahrnehmen, zutiefst selbst überprüfen!
Zuallererst: Ist "aufopfern" an sich etwas "Gutes"? Sich "opfern"? Kann das gut sein? "Ein Opfer bringen"- ok, aber "aufopfern"?
Anteilnahme an Anderen, Unterstützung, Hilfe- all das
ist möglich, ohne sich aufzuopfern!
So müssten wir uns die Frage stellen, WARUM wir uns aufopfern? Weil wir als "GUT DASTEHEN" wollen, vor anderen?
Ist dann unsere eigentliche Absicht nicht sehr egoistisch? Und unsere Tat noch "gut"?
Wenn wahre Hilfe von Herzen kommt, so verlangt sie keine Aufopferung! Energie geben, gibt Energie zurück!
Und Hilfe, die nicht wirklich von Herzen kommt, "zieht" Energie ab- auf beiden Seiten!
Und so findet man auch hier nur wieder eine universelle (göttliche) Gesetzmäßigkeit wieder, die in keiner Weise mit Moral und Strafe zu tun hat!
(Nur WIR SELBST interpretieren es hinein!)
Krank wird, wer diesen Gesetzmäßigkeiten auf Dauer zuwiderläuft!
Krankheit, Unglück, Schmerz ist nur der Hinweis, das "das Gesetz zu sehr übertreten" wurde, (zu einseitig ausgereizt wurde) und es ist ein Hinweis auf ausstehende, notwendige Veränderung!
So kann man demnach den wahren Propheten auch daran messen, mit wieviel (ängstlich-kontrollierenden, menschlichen) Moralvorstellungen seine Prophetien angereichert sind...?
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Hallo Jesse,
dein Beitrag finde ich sehr zutreffend, deckt er sich doch mit meinen eigenen Erfahrungen!
Ich bin selbst einige Jahre im Bereich der Suchttherapie tätig gewesen und weiß wieviel Schaden "aufopferung" anrichten kann! Gerade in diesem Bereich können die falschen Opfer der Helfenden für den Süchtigen geradezu tödlich sein. Selbstlose Hilfe macht nach meinen Erfahrungen nur Sinn, wenn sie Zielgerichtet ist und innerhalb der eigenen Leistungsgrenzen stattfindet.
Gruß Heiko
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Hallo Martin (mpoetschik),
bevor ich Dich mit "logischen" Argumenten zuschütte: möchtest Du denn an Deiner Einstellung bzgl. Liebe Gottes etwas ändern oder lieber bei Deinem gegenwärtigen Standpunkt bleiben?
Unabhängig davon interessiert mich die Frage, wie Du zu dem Standpunkt gekommen bist. Gab es ein schweres Ereignis in Deinem Leben, dass Dich bewogen hat, die Liebe Gottes zumindest teilweise in Frage zu stellen?
Liebe Grüße ,
Herzlich
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Hallo Herzlich,
| Zitat: |
| bevor ich Dich mit "logischen" Argumenten zuschütte: möchtest Du denn an Deiner Einstellung bzgl. Liebe Gottes etwas ändern oder lieber bei Deinem gegenwärtigen Standpunkt bleiben? |
Nun, wenn ich eines Besseren belehrt werde, aendere ich meinen Standpunkt. Wenn nicht, dann nicht.
| Zitat: |
| Unabhängig davon interessiert mich die Frage, wie Du zu dem Standpunkt gekommen bist. Gab es ein schweres Ereignis in Deinem Leben, dass Dich bewogen hat, die Liebe Gottes zumindest teilweise in Frage zu stellen? |
Nein, ich versuche rein sachlich und logisch zu argumentieren.
Der Begriff "Liebe" ist IMHO ein extrem relativer Begriff.
Manche Sprachen unterscheiden sogar inhaltlich durch verschiedene Worte.
Viele Menschen wissen nicht einmal genau was Liebe ist:
Hadaway sang einst: "What is Love?"
Ich glaube, es gibt mehr Definitionen als Menschen auf diesem Planeten.
Ich kann mir schon vorstellen, was du antwortest auf Gottes Liebe vs. Schweres Schicksal.
Das das so waere, wie bei der Erziehung. Der liebende Vater schuetzt auch das Kind, wenn es sich mal verletzt, denn durch den Lernerfolg wird goesserer Schaden spaeter vermieden.
Eine solche Position empfaende ich als uninteressant.
Sie endet mit einem lapidaren "Aha" oder "soso", denn es macht dann faktisch keinen Unterschied welche Position ich vertrete.
Wenn jemand einen kleinen Jungen totfaehrt, ist es ihm eh egal ob ihn Gott in dem Moment liebt oder nicht. Die Liebe ist offensichtlich wirkungslos / nicht ueberpruefbar, somit nicht mehr als eine Behauptung, ein Glaubenssatz
Liebe Grüße,
Martin
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Hätte ich die Möglichkeit, einen Amokschützen zu erschießen, würde ich es tun. Aber mit hier zu verzeihen wäre bestimmt einfacher, als wenn ich einen unschuldigen Menschen auf dem Gewissen hätte (um bei Deinem konstruierten Beispiel zu bleiben).
Ist für alle Menschen die sterben deren Zeit abgelaufen? Wie war das als die Atombombe Hiroshima verwüstete? Oder was wenn ein Zunami Tausende Menschenleben kostet?
Hier kann man nicht eimal sagen: vom Menschen bewirkt. Nein, Zunamis wird es alle paar Tausend Jahre geben, das ist ein Naturgesetz aus der Plattentektonik. Und wie ist es mit Vulkanausbrüchen?
Hat das Gott nicht in der Hand? Ich gehe von Gottes als Allmacht aus. Dennoch beschränkt Gott seine Macht. In dem freien Willen des Menschen greift sie/er nicht ein. Ein außer Kraft setzen der Naturgesetze geschieht so selten, dass es viele Menschen gar nicht glauben.
Dennoch steht jedem Menschen (ich möchte behaupten, jedem intelligenten Wesen im All) der direkte Kontakt zu Gott offen. Gott ist nicht eine Person, die nur eines (oder einiges) Gleichzeitig bewältigen kann sondern eine multidimensionale Kraft.
Ich weiß, jetzt wird der andere Martin gleich wieder darauf bestehen, dass ich ein „ich glaube“ voran setzen sollte. Das tue ich nicht. Ich habe meine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Gott gemacht. Aber es sind eben meine Erfahrungen. Und selbst wenn sie mit anderen Erfahrungen von anderen Menschen im Widerspruch ständen, so sähe ich werde eine Notwendigkeit, den anderen zu belehren, noch meine Erfahrungen in Frage zu stellen.
Gott ist Liebe! Eine unendlich tiefe Liebe. Eine bedingungslose Liebe. Strahlend wie tausend Sonnen, und doch vor lauter Helligkeit unsichtbar, denn dieses Strahlen ist feiner als alles physische Licht. Es ist der Inbegriff von Schönheit und leuchtet die gesamte Welt aus. Alles ist davon durchdrungen und es wirft keine Schatten. Im Glanze diese Lichtes erkennst Du: alles besteht in seinem tiefsten Sein aus Liebe. Es gibt keine Ausnahme! Ich bin kein Metaphysiker aber ich kann nur sagen: Staunen! Und Dein feinstoffliches Ich dehnt sich mit diesem Licht aus. Es durchdringt Welten bis hin in die Unendlichkeit. Mit einem Male verstehst Du Gott: unendliche bedingungslose Liebe zu allem was ist! Alles lebt!
Der Weg zurück von einer Einheitserfahrung ist sehr schmerzhaft. Es ist gleich einer Wendeltreppe die immer tiefer hinunterführt. Schwindelnde Tiefe und Kälte. Und dennoch bleibt etwas zurück: Ein ekstatisches „Ja“ zum Leben! Und (leider) ein gewisses Naives: „alle sind mir wohlgesonnen“. Aus Seelensicht: Ja. Aus weltlicher Sicht: Nein. Ich wurde mangels Misstrauen ein Paar mal kläglich übers Ohr gehauen! Und ich musste auch Anwälte einschalten um den Schaden zu begrenzen. Aber ich bleibe dabei: ich liebe, denn Gott ist liebe.
Viele Glauben mir nicht: in Liebe kann man auch Kämpfen. Ja das geht! Vergesse nicht, wer Du bist! Vergesse nicht, wer der andere ist! Vergesse Gott nicht! So kommt der Ärger erst gar nicht auf. Gestern erfuhr ich: wieder über 1000 € futsch. Eidesstattliche Erklärung. Aber dickes Auto! Aber ich liebe dennoch! Vielleicht bin ich eben naiv, aber es ist gut so!
GOTT IST LIEBE!
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