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http://www.vegetarismus.ch/info/19.htm
Das Paschalamm (Osterlamm)
Das Paschamahl wurde von Jesus und seinen Jüngern mit grosser Wahrscheinlichkeit im Hause eines Vegetariers abgehalten. Dies geht aus Markus 14,13f hervor (Lutherübersetzung):
«Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, [...]. Der Hausherr wird euch einen grossen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl vorbereitet ist. Dort bereitet alles für uns vor.»
Damals gingen ausschliesslich Frauen Wasser holen. Die einzige Ausnahme bildeten die Essener; der Mann mit dem Wasserkrug muss also ein Essener gewesen sein. Das letzte Abendmahl wurde somit im Hause eines Esseners abgehalten. Die Essener waren aber schon damals bekannt als strenge Vegetarier! Die Essener hätten, nach allem, was man von ihnen auch heute noch weiss, nie erlaubt, dass man ein Lamm in einem ihrer Häuser essen würde.
Das griechische Wort «to pas-cha» wurde von Luther dennoch mit «Osterlamm» wiedergegeben und von fast allen nachfolgenden Ausgaben übernommen. Die ursprüngliche und damals alleinige Bedeutung dieses Wortes war aber «Ostermahl», was aus Zwiebeln (oder Tomaten), Brot und (ungegorenem) Wein bestand. Also wurde das letzte Abendmahl entgegen vielen Behauptungen rein vegetarisch, ohne getötetes Lamm und ohne Alkohol abgehalten.
Da dies mittlerweile auch der katholischen Kirche aufgefallen ist, wurde die «Heilige Schrift» angepasst und in den neuen Bibelübersetzungen das Wort Mann einfach durch das Wort Mensch ersetzt.
Fleischessen eine christliche Tradition?
Obiges geschieht, obwohl praktisch alle frühen Christen strikte Vegetarier waren. Zwei Zitate mögen die Einstellung der ersten Christen zum Fleischkonsum verdeutlichen:
«Der Leib, der mit Fleischspeisen beschwert wird, wird von Krankheiten heimgesucht, eine mässige Lebensweise macht ihn gesünder und stärker und schneidet dem Übel die Wurzel ab. Die Dünste der Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes. Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut. Unser Tisch muss zum Denkmal der Tafel wahrer Christen dienen.»
Basilius der Grosse (329–379), Kirchenvater und Erzbischof von Cäsarea
«Der Gebrauch des Weines hat mit dem Fleischessen angefangen nach der Sintflut. Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt – aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die übelriechenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft, wie man in der Wüste dem murrenden, sinnlichen Volke Wachteln zuwarf. Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang [Genesis 1:29] verknüpft, sodass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen ...»
Heiliger Hieronymus von Bethlehem (331–420), Kirchenvater
Erst beim ersten Vatikanischen Konzil in Nicäa (325 n. Chr.) kam der Fleischverzehr (und Alkoholkonsum) durch den damaligen römischen Kaiser in das Christentum und in die Bibel (damals wurden sogenannte Correctores eingesetzt, die die Bibel dem Glaubensverständnis des römischen Kaisers anpassen mussten; als Gegenleistung wurden die Christen im Römischen Reich nicht weiter verfolgt).
Wie sehr die wahren Christen, die sich noch an die ursprüngliche Lehre hielten, unter dieser «neuen» Religion gelitten haben, zeigt folgende Begebenheit:
«Durch die Bischofsversammlung in Glosar im Jahre 1051 wurden mehrere als Ketzer zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten: denn es entspräche den Anschauungen der Katharer, keine Tiere zu töten. Ja selbst das Aussehen der Angeschuldigten genüge, sie als Ketzer zu verurteilen, weil ihre Blässe zurückzuführen sei auf den der Lebensführung der Katharer entsprechenden ausschliesslichen Genuss von Pflanzennahrung.» [1]
So wie diesen Katharern (das wörtlich übersetzt «die Reinen» heisst, das Wort Ketzer wurde später vom Wort Katharer abgeleitet) erging es auch allen anderen urchristlichen Glaubensgruppierungen, die an der vegetarischen Lebensweise festhielten. Dieser Kampf der katholischen Kirche dauert noch heute an, wie man dem kath. Katechismus von 1993 auf Seite 609 entnehmen kann:
«... Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen.»
http://www.vegetarierbund.de/nv/dv/.....fad,_Andreas_Hoeschen.htm
Wenig bekannt ist, daß der Prophet selbst sehr genügsam lebte und sich praktisch ausschließlich von Quellwasser, Gerstenbrot und Datteln ernährte. Er war ein großer Tierfreund und erklärte:
„Der Bauch sollte nicht zum Friedhof der Tiere werden."
(Hadith-Überlieferung)2
An vielen Stellen des Korans wird darauf hingewiesen, daß vor Gott alle, auch die Tiere, gleiche Rechte haben und am Ende der Zeiten schließlich vor Ihm versammelt werden:
„Wahrlich, kein Tier gibt es und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Völker wie ihr wären ...
Alsdann (in der Auferstehung) werden auch sie zu ihrem Herrn versammelt." (Sure 6,3
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Fußnote:
2Nach mündlicher Auskunft von Herrn Raswi, Theologe am Islamischen Zentrum Hamburg
http://www.bhakti-yoga.ch/FACTS/KircheTierschutz.html
Dass man Franz von Assisi verehrt und Albert Schweitzer als Genie der Menschlichkeit feiert, genügt hier nicht!
Woher kommt diese Tiervergessenheit in der Kirche? Nun, es liegt daran, dass die Ethik, die theologische wie die philosophische, meint, sie habe es nur mit dem Verhalten des Menschen zum Menschen und zur Gesellschaft zu tun. Das von Albert Schweitzer gewählte Bild ist deutlich: "Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht herein komme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen." Was sie sich an Torheiten leisten, um die überlieferte Engherzigkeit aufrechtzuerhalten und auf ein Prinzip zu bringen, grenzt ans Unglaubliche. Entweder lassen sie das Mitgefühl gegen Tiere ganz weg oder sie sorgen dafür, dass es zu einem nichtssagenden Rest zusammenschrumpft.
Was wir heute erleben, ist ein mit dem Rechenstift ausgeklügeltes schreckliches Höllenspiel, in dem wir unsere Nutztiere in der Massentierhaltung zu Tiermaschinen herabstufen. Die Übermenge an Eiern, Fleisch und Butter, die die westlichen Wohlstandsgesellschaften auf diese Weise produzieren, ist mit menschenunwürdiger Tierquälerei bezahlt. Gegenüber dieser überall straflos praktizierten Ungeheuerlichkeit liest sich Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben wie eine Botschaft von einem anderen Stern. Und eine Kirche, die zu dem allem schweigt, erklärt damit den Bankrott ihrer Barmherzigkeitspredigt!
Dabei ist die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben biblisch. Die Bibel Alten und Neuen Testamentes ist voller Zeugnisse von Gottes Fürsorge für alle Geschöpfe. Weil das Gutsein zu den Tieren eine Selbstverständlichkeit ist, darum hat man das Zentrum des christlichen Glaubens, die Dahingabe des Lebens Jesu für die Sünden der Menschen, mit dem Bilde vom guten Hirten umschrieben:
"Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe."
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http://www.freiheit-fuer-tiere.de/5.....00096580d51d01/index.html
Oder kann man sich einen jagenden Jesus mit einem Gewehr vorstellen, der mit vor Schießgier zittriger Hand Hasen, Rehe (oder auch böse Jagdkonkurrenz - »Raubzeug«, wie Nachbars Katze oder Hund) und anderes Getier »anschweißt«, d.h. verletzt, verkrüppelt? Denn viele Tiere bleiben nicht sofort tot »im Feuer« liegen, sondern krepieren erst elend nach Tagen oder Wochen unter furchtbaren Qualen. Oder einen Jesus mit einem Metzgermesser in der Hand, oder eilfertig ein Skalpell führend, tiefgebeugt über einem aufgeschnittenen, stöhnenden Versucnhtier, abgeschottet hinter Stahltüren der hauptsächlich an ihren Dividenden interessierten Pharmaindustrie ?
Oder können Sie sich einen Jesus vorstellen, von Amoniakdünsten umwabert, in den KZ-Hühnerhaltungen zuerst die Eier einsammelnd, danach durch Tierleichen watend die noch lebenden ausgelaugten Tierkörper knochenbrechend in Plastikkörbe verpackend, dann schließlich mit einem Metzgermesser in der Hand in einem Schlachthaus?
War es nicht Jesus, der Krämerseelen und Kleingläubige mit heißem Herzen aus dem Tempel jagte? Geheime alte Schriften zeugen von einer umfassenden Tierliebe Jesu. Weshalb werden diese unterschlagen und von der Amtskirche nicht anerkannt ?
http://www.brennglas.com/der_lust_toeter/mynarek.html
Prof. Dr. Hubertus Mynarek ist nicht nur einer der bedeutendsten Kirchenkritiker Deutschlands, sondern auch der Begründer eines ökologischen Humanismus und Autor des Buches »Ökologische Religion«.
[color=green]Wir treffen Prof. Dr. Mynarek zu einem Interview in Frankfurt, wo er anlässlich des 29. Evangelischen Kirchentags in Frankfurt als Redner zu einem Podiumsgespräch eingeladen ist.
Im Italienischen Restaurant bestellt Hubertus Mynarek einen grünen Salatteller und anschließend Pasta - vegetarisch, versteht sich.
Frage: Herr Mynarek, Sie haben einmal gesagt: »Für die Tiere ist jeden Tag KZ.«. Der jüdische Philosoph Peter Singer drückte es einmal ähnlich aus: »Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka«. - Treblinka und Auschwitz waren Massenvernichtungslager, in denen Menschen einer brutalen, lebensverachtenden Ideologie, der Willkür ihrer Aufseher und dem sicheren Tod ausgeliefert waren. Kann man diesen Vergleich zu den Tieren wirklich so ziehen?
Hubertus Mynarek: Das schlimmste KZ bereiten wir den Tieren!
Wo immer die Tiere sind - ob sie in Legehennenbatterien sind, ob sie in der Wildnis sind, im Urwald, in der Savanne, in den Steppen - sie werden ja überall gejagt, überall verfolgt. Sie haben keine Möglichkeit, dem größten Raubtier auf dieser Erde - dem Menschen - zu entkommen. Es sind kleine Eliten, kleine Gruppen von Menschen - im Vergleich zu den sechs Milliarden Weltbevölkerung -, die wirklich diese Sensibilität, diese Spiritualität haben und sagen: »Die Tiere sind ebenso empfindende Lebewesen wie wir. Sie haben also ein Recht zu leben.«
Wir müssen die Menschenrechte - längst ist das gefordert von vielen Philosophen - ausweiten auf die Tiere. Aber, wie gesagt, die meisten Menschen haben das noch nicht durchschaut. Es ist ganz sicher, dass kein Mensch zu echter Vervollkommnung kommt, wenn er nicht einsieht, dass er den Tieren kein Leid zufügen darf.
Frage: Die Kirchen sehen das anders: So wird im katholischen Katechismus bis heute erklärt, man dürfe Tieren »nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt«: Gott habe die Tiere unter die Herrschaft der Menschen gestellt - und man dürfe sich ihrer zur Ernährung bedienen. Der evangelische Katechismus spricht von Tieren als »nichtpersonale Kreaturen«. Welchen Anteil hat die Kirche am Leid der Tiere?
Hubertus Mynarek: Sie hat einen ganz gewaltigen Anteil, weil die Kirche von Anfang an nur den Menschen als beseeltes Geschöpf Gottes gesehen, während sie die Tiere als ausschließlich körperliche Wesen betrachtete, mit denen der Mensch nach seinem Gutdünken umgehen kann. Sie hat den Tieren die Seele abgesprochen. Thomas von Aquin, ihr größter Lehrer, sagt zwar: Die Tiere haben eine Seele, aber sie haben nur eine sinnliche Seele, die mit dem Tod zu Ende geht. Die Kirche hat den Tieren jegliches Bewusstsein, jedes Recht auf Leben abgesprochen. Dazu kommt, dass die Kirche immer eine - einmal bewusstere, einmal unbewusstere - Verachtung der Natur hatte und leibfeindlich war. Die Tiere wurden einfach nur dem Körperlichen zugeordnet, was also die Verachtung der Tiere und Pflanzen immer mit eingeschlossen hat.
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Die Kirche hat niemals etwas gegen die Jagd unternommen. Im Gegenteil: Sie hat die Eröffnung einer Jagd stets gesegnet. Die Früchte der Jagd - das heißt die erlegten Tiere - wurden von der Kirche gesegnet. Da gab es bestimmte Rituale der Kirche in allen Jahrhunderten. Die Erzbischöfe und Kardinäle haben sich selbst als Schützen an der Jagd beteiligt. Die Bischöfe waren ja oft zugleich Fürsten, und als solche haben sie große Jagdfeste veranstaltet und die ganze Prominenz, die es damals gab, zu Jagden eingeladen. Fast alle Fürstbischöfe haben große Jagdreviere besessen. Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die »Mutter Kirche«.
Frage: Basilius von Cäsarea (329-379 n. Chr.), ein Urchrist sagte: »Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geistes« - und seien einer christlichen Tafel, unwürdig.
Hubertus Mynarek: Ich bin sicher, dass Fleischgenuss nicht nur die Seele verdunkelt, sondern sogar verhärtet. Er verhärtet sie, er macht sie unsensibel. Ich bin überzeugt, dass es eine spätere Menschheit einsehen wird, dass das Töten von Tieren dem Töten von Menschen durchaus gleichkommt.
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