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Die ganze Hingabe












Zitat:
er stiehlt seiner Mutter die Butter, er stiehlt Mädchen ihre Kleider und macht Pfandspiele
mit ihnen, er verführt Hirtenmädchen... Also warum er der_ding unsympathisch ist,
verstehe ich nicht ganz


Und das ist der 'Erhabene'? Der 'Erleuchtete'? Der 'Non-Plus-Ultra Mensch'? Die Geschichten über den Krieg stören mich! In denen er das Gesetz des 'Dharma' (aus)nutzt, um einen Freund zum Kämpfen zu bringen. Aber sonst scheint er ja lustig draufgewesen zu sein ... . Ah , jetzt weiss ich ... ich mag ihn nicht, weil er viel bessere Ideen hat, Leute zu verar***** als ich. So n Sack!! Zum Glück ist er jetzt Tod
der_ding hat folgendes geschrieben:
Und das ist der 'Erhabene'? Der 'Erleuchtete'? Der 'Non-Plus-Ultra Mensch'? Die Geschichten über den Krieg stören mich!

Diese Geschichten spiegeln einfach die Verhältnisse in den alten Zeiten wieder. Menschen führten damals permanent Krieg und verstanden nur die Sprache des Krieges. Da hat Krishna Arjuna aufgefordert, einmal RICHTIG Krieg zu führen, im vollen Bewusstsein dessen, was er tut. Nur so konnte Arjuna erfahren, was er als Krieger wirklich tut.

Welcher kämfende Soldat weiß schon, was er eigentlich tut? Vor allem, wenn er abends ein Bild seiner Familie aus dem Rucksack holt und ihm die Tränen über die Wangen laufen. Den Kampfpiloten muss man Psychopharmaka-Bonbons in die Hosentaschen packen, damit sie das überhaupt noch auf die Reihe kriegen. Töten ist schwerer geworden heutzutage. Killer ist ein aussterbender Beruf.

Ich bin zwar kein Hinduist, aber die Bhagavad Gita ist eine der bemerkenswerten Bücher überhaupt, von deren essenziellen Botschaften selbst Denker wie Albert Einstein beeindruckt waren.

Zitat:
Die Geschichten über den Krieg stören mich!

"Dass er sagt, er sei eins mit dem Vater stört mich. Schlagt ihn ans Kreuz."

Gruß
Sieben
Dem Bhagavata-Purana zufolge wird Krishna kurz nach seiner Geburt vor dem König Kamsa in Sicherheit gebracht, der dem Knaben nach dem Leben trachtet. Kamsa war nämlich geweissagt worden, dass der achte Sohn von Vasudeva und Devaki ihn töten werde. König Kamsa hält die Eltern im Palastkerker gefangen und tötet die ersten sechs Jungen Devakis. Der achte Sohn, Krishna, wird geboren und kann sofort sprechen. Seine Wunderkräfte äußern sich darin, dass die Wärter einschlafen, die Kerkerketten zerspringen und die Türen aufspringen. Vasudeva bringt Krishna zu Pflegeeltern im Dorf Vrindavan, wo er auch aufwächst.

Als Erwachsener kehrt er an den Ort seiner Geburt, (die Stadt Mathura), zurück, tötet Kamsa und gibt den Thron an den rechtmäßigen König Ugrasena zurück.

Mit Krishna ist immer auch eine deutliche erotische Konnotation verbunden. Eine Geschichte erzählt, wie er den Gopis (Hirtenmädchen), die im Fluss baden, die Kleider wegnimmt und mit dem Bündel auf einen Baum klettert. Um ihre Kleider wieder zu bekommen, müssen die Verschämten einzeln vor ihm erscheinen. Einer anderen Legende zufolge soll er 16108 entführte Prinzessinnen aus den Fängen eines Dämons befreit haben.

Krishnas Gefährtin ist Radha. Nach anfänglichem Schmollen wegen Krishnas vieler Liebschaften, die sie aus der Ferne beobachtet hat, werden Krishna und Radha Geliebte.

Beliebt sind auch Geschichten aus seiner Kindheit, zum Beispiel die Sequenz, in der er die Butter stiehlt, die seine Pflegemutter soeben hergestellt hat und vor Krishna versteckt hat. Diese Szenen werden auch im indischen Tanz (Bharatanatyam) choreographisch dargestellt.

Die Krishna-Religiosität ist ihrem Wesen nach emotionale, religiöse Hingabe (Bhakti Yoga) und ist in Gegensatz zu dem eher intellektuellen Jnana Yoga zu sehen. Ausdrucksformen der Krishna-Bhakti sind Bilderverehrung, Bhajans (religiöse Gesänge), Lesungen aus Schriften wie dem Bhagavatapurana oder der Bhagavad Gita. Die Krishnaverehrung ist eine der populärsten Formen des heutigen Hinduismus.

Eine der zentralen Textquellen für die eher philosphische Dimension der Krishna-Verehrung ist die Bhagavadgita. In der Schlacht von Kurukshetra steht Krishna seinem Freund Arjuna als Beschützer und geistiger Führer zur Seite; vor Beginn dieser Schlacht offenbart er sich Arjuna als die höchste Gottheit. Als Wagenlenker von Arjuna zieht Krishna mit in die Schlacht. Arjuna zögert zu kämpfen, da es sich um Verwandte handelt. Krishna belehrt ihn über seine Pflicht (dharma) als Kshatriya (Krieger) zu kämpfen und über die Unsterblichkeit der Seele atman.

Weitere Namen Krishnas sind u. a. Govinda (derjenige der die Kühe, das Land und die Sinne zufriedenstellt), Rishikesha (der Herr der Sinne), Gopala (der Kuhhirtenjunge), Mohana (der Faszinierende) und Shyama (der Schwarze).

Auch im Westen stieß die Krishnaverehrung auf Interesse: die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewußtsein (umgangssprachlich: "Hare-Krishna-Bewegung"), gegründet von Abhay Charan Bhaktivedanta Swami Prabhupada gelangte in den 1960er Jahren nach Amerika.
Was willst du mir jetzt mit diesem Textklotz sagen? Sprech doch deutsch mit mir.

Gruß
Sieben
Das Lustige ist, in dem Buch von Hermann Hesse gibt es auch zwei Personen namens 'Govinda' und 'Siddharta'! Eben die Namen von Krishna und Buddha. Naja ...

Warum hat Krishna nicht selbst gekämpft? Komisch, komisch ...
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