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| Hier würde ich gerne die Frage an Zaf-ad und andere Muslime richten: Erlaubt der Islam den richtigen Umgang mit Gefühlen oder wird hier nach dem alten Menschenbild das Verdrängen gelehrt? |
Also meine persönliche Erfahrung:
Die "Freidenker" innerhalb des Islam trennen Kultur von Religion ganz klar ab und wenn sie dann von der Religion reden, dann merkt man das auch. Weiterhin folgendes Beispiel:
Die Beziehung zw. Mann und Frau:
30:21 Und unter Seinen Zeichen ist dies, daß Er Gattinnen für euch schuf aus euch selber, auf daß ihr Frieden in ihnen fändet, und Er hat Liebe und Zärtlichkeit zwischen euch gesetzt. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt.
Für viele ist die Schreibform dieses Verses der Beweis, seine Gefühle nicht zu verheimlichen, geschweige denn zu verdrängen. Wenn der Koran offen darüber spricht, so ist das kein Geheimnis und es sollte auch nach diesem Prinzip gehen.
Wenn ich aber die Traditionalisten anschaue (also die Kulturanhänger), so kann ich nur von der Schweiz und nur von der Türkei sprechen.
In der Türkei, erinnere ich mich, war es zu Kindszeiten so, dass der Mann seine Gefühle für sich behält, aber nicht verdrängt. Also ein offenes Ausleben war ein Zeichen von "Schwäche". Doch mitunter hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre sehr viel verändert. In dieser Hinsicht also: die Türkei macht Schritte nach vorn (m.E.)
Die Schweiz: ungefähr gleich. Es gibt konservative Leute, und weiterdenkende Leute. Hier ist es gemischt.
Meine bescheidenen Beobachtungen.
Wa salam!
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