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Gibt es eine Seele?












Wenn ich das Leben nach dem Tod als Wirklichkeit bezeichne, dann meine ich damit, dass das Leben auf der Erde eine bewusste Täuschung ist und es weder Seelen noch Gott noch einen Himmel gibt. Und dann sind auch alle diese Lehren von denen du sprichst nur Lügen, die zugelassen und gefördert werden, um der Wirklichkeit nicht zu nahe zu kommen. Denn wenn etwas dahinter steckt, das uns täuschen will, dann wird dieses etwas mit Sicherheit nur Lehren zulassen, die dieser Täuschung dienlich sind.

Es gibt doch nur diese 2 Möglichkeiten:
- Man sagt uns die ganze Wahrheit nicht, weil man es nicht will
- Oder man sagt uns die ganze Wahrheit nicht, weil man es nicht kann

Im ersten Fall wären die Mächte die dahinter stecken mit Sicherheit keine guten und vertrauensvollen „Götter“.
Im zweiten Fall würde es keinen Gott geben, weil dieser es uns ja sagen könnte.

Also, was ist besser, ein „schlechter“ Gott oder gar keiner?
Gibt es noch eine andere Möglichkeit?

PS: Und robinson, dass es unzählige Generationen gedauert hat, damit wir heute da sind wo wir sind, liegt daran, dass so vieles falsch gemacht wurde! Wir sollten nicht dankbar sein, sondern uns beklagen, dass es so langsam voran geht. Wir würden schon viel viel weiter sein, wenn man das Geld nicht so dekadent verprassen würde
Hallo Astovidatu,
Zitat:
Es gibt doch nur diese 2 Möglichkeiten:
- Man sagt uns die ganze Wahrheit nicht, weil man es nicht will
- Oder man sagt uns die ganze Wahrheit nicht, weil man es nicht kann

dieses Dilemma geht aus von der (beliebten) Annahme, daß grundsätzlich
alles machbar und alles wissbar wäre...
Die dritte Alternative, von der ich ziemlich überzeugt bin ist:
'Man sagt' uns die ganze Wahrheit nicht, weil es logisch einfach unmöglich ist.
Ein (ebenfalls beliebter, und zugegeben hinkender) Vergleich:
Selbst der beste Lehrer der Welt kann einem Embryo im Mutterleib nicht klarmachen,
wie die Welt nach der Geburt aussehen wird - nicht deswegen weil er's nicht wollte
oder nicht wüßte, sondern einfach weil dem Embryo jede Vergleichs- und
Verständnismöglichkeit dafür fehlt (abgesehen von der fehlenden Telefonleitung )
Ich weiß nicht wie es nach dem Tod sein wird, ich weiß nicht mal ob da etwas
sein wird, aber ich weiß daß ich keine Möglichkeit habe es zu verstehen.
Wu hat folgendes geschrieben:
Selbst der beste Lehrer der Welt kann einem Embryo im Mutterleib nicht klarmachen,
wie die Welt nach der Geburt aussehen wird - nicht deswegen weil er's nicht wollte
oder nicht wüßte, sondern einfach weil dem Embryo jede Vergleichs- und
Verständnismöglichkeit dafür fehlt


Für mich kein hinkender Vergleich, sondern wirklich perfekt. Darum geht es ja: Mit welchen Worten soll man dem Embryo unsere Welt beschreiben? Wie kann man es klar machen, dass diese Welt so viel größer und anders ist als seine Welt?

Zitat:
"Das Wesen der Seele nach dem Tode läßt sich niemals beschreiben." - Baha'u'llah


(nur ein kurzes Zitat, damit Astovidatu nicht böse wird )
@ wu
Deine dritte Möglichkeit ist doch nichts anderes als meine zweite. Es ist einfach nicht möglich, aus welchen Gründen auch immer. Aber das würde natürlich bedeuten, dass es keinen Gott gibt, denn für einen Gott wäre es möglich. Oder etwa nicht?

@Deas
Wenn dein Baha'u'llah uns zu Lebzeiten angeblich schon so viel sagen kann, dann könnte er uns jetzt, wo er Tod ist, ja noch sehr viel mehr von der Wahrheit sagen, denn jetzt weiß er noch viel mehr. Und jetzt stelle dir erst mal vor, wie viel uns erst ein Gott sagen könnte…selbst wenn er nicht göttlich genug wäre, um uns alles begreiflich zu machen, so müsste er nicht mal besonders großartig sein, um uns schon sehr viel von dem zu sagen, was wir nicht wissen. Ich rede hier ja nicht mal von irgendwelchen Geheimnissen, sondern einfach nur von der Offenbarung unserer wirklichen Existenz, unserer Seele.
Warum tut er es nicht?
Wir sind in der Lage danach zu fragen, dann sollte man uns auch antworten!
Oder denkst du irgendein Mensch wäre bösartig genug einem Embryo, der in der Lage wäre nach der Welt da draußen zu fragen, nicht zu antworten?
Hallo Astovidatu,
Zitat:
Deine dritte Möglichkeit ist doch nichts anderes als meine zweite. Es ist einfach nicht
möglich, aus welchen Gründen auch immer. Aber das würde natürlich bedeuten,
dass es keinen Gott gibt, denn für einen Gott wäre es möglich. Oder etwa nicht?

Nein - wovon Du redest ist ein Gott, der [um Deinen Vorstellungen zu entsprechen]
alle Regeln der Logik außer Kraft setzt - ungefähr nach dem Verfahren 'Kann Gott
einen Stein erschaffen, der so schwer ist, daß er ihn selbst nicht aufheben kann?
In beiden Fällen ist er nicht allmächtig
- also gibt es keinen allmächtigen Gott...'
Wir sind wie wir sind - warum auch immer. Und wir wissen nicht nur, es läßt sich
auch [meta]logisch beweisen, daß nicht nur unser, sondern das Denken an sich
beschränkt ist. Wenn es außerhalb dieser Beschränkung etwas gibt, dann wird es
unserer Art von Erkenntnis grundsätzlich verborgen bleiben...
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