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Hallo Heiko
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| Benslama: Die Moderne bringt die Muslime unwillentlich dazu, ständig die Grenzen ihrer Religion zu überschreiten, etwa, wenn sie überall, im Fernsehen oder auf Plakaten, leicht bekleidete Frauen sehen. So entsteht der Eindruck, dass das Leben nicht mehr den Vorgaben der Religion entspricht, die Gläubigen haben das Gefühl, permanent etwas Verbotenes zu tun. Sie leiden unter der Last einer enormen Schuld, die sich ständig steigert. |
Geborene u. konvertierte Muslime (nicht alle) leiden demnach unter permanenter Beunruhigung.
Beunruhigung ist das Gegenteil von Freude.
Was mit dem menschlichen Körper geschieht der unter häufiger hohe physische und psychische Belastung (Stress: Belastung, Mühe, Sorge, Kummer) steht ist tatsächlich beunruhigend.
Eustress ist positiv, Distress negativ.
Nicht die Situation ist ein Stressauslöser, sondern die individuelle Bewertung.
Das Gegenteil von Freude entsteht durch ungelöste Konflikte – man kommt mit den Mitmenschen nicht zurecht, ängstigt sich über Gegenwart u. Zukunft u. hält seine Körper in ständiger Alarmbereitschaft – das macht auf Dauer krank.
Das Stammhirn (das ist der stammesgeschichtlich älteste Teil unseres Gehirns, den evolutionstechnisch schon die ersten Reptilien hatten) reagiert reflexartig auf alles Neue.
Es gibt uns die Wahl zwischen zwei Alternativen: Fliehen oder Kämpfen. Im Bruchteil einer Sekunde wird in diesem Gehirnteil eine Situation als gefährlich eingeschätzt und die Entscheidung zur Flucht oder zum Kampf getroffen. Genau hier entsteht z.B. auch der Reflex des Wegziehens unserer Hand, wenn wir uns verbrennen.
Wenn unser Stammhirn eine Situation als gefährlich einstuft, kommt es zu einer körperlichen Stressreaktion: Herzschlag, Puls und Blutdruck erhöhen sich u. auf Dauer ist das natürlich ungesund. In (orthodoxen) muslimischen Foren ist dies oft durch die erhaltenen Antworten zu beobachten (Drohung mittels Scheithan, Hölle, ewiger Verdammnis, …)
Es werden unbequeme Kommentare wie Infragestellungen andersdenkender oft gelöscht od. gefordert – dies dient dann als Lösung - aber in d. Realität ist das nicht so einfach.
Das Stammhirn kann leider wirkliche Gefahr und eine harmlose Situation nicht immer richtig unterscheiden. Alles was möglicherweise bedrohlich sein könnte, wird als Gefahr eingestuft und es kommt zu einer mehr oder weniger starken Stressreaktion.
Aber wie Martin schon schrieb:
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| Vermutlich kratzt er sogar nur an der Oberflaeche der eigentlichen sehr komplexen Problematik. |
Liebe Grüße
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