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Selam Heiko!
Du sprichst etwas wichtiges an!
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| Die Weisung des Koran keinen Alkohol zu trinken ist sinnvoll, solange das als Lehrsatz verstanden wird. Es fehlt nur die Begründung! Eine Weisung ohne Begründung hat jedoch nur geringe Umsetzungschancen, wenn sie nicht durch Autorität gestützt wird! |
Der Koran gibt die Begründung eigentlich schon, nämlich dass es Teufels Spiel ist.
Die philosophische Frage, die hier zu stellen ist: Was bedeutet der Teufel?
Der Teufel ist nicht ein rotes Wesen mit einem schwarzen Schwanz und zwei Hörnern auf dem Kopf!
Der Teufel ist (anders betrachtet, meine Meinung) Chaos, Zerstörung, Wut, die Ursachen, die ich über Alkoholprobleme zitiert habe etc. und muss beseitigt werden.
Was meinst du dazu?
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Wie soll man eigentlich alles erfahren im Leben, wenn man das Teuflische in sich nicht erfahren kann, soll, muß oder will - die Seele will es vielleicht, um dann geläutert zu werden nach den Erfahrungen - aber wenn es Sinn macht oder machen soll - wozu dann das Vorhandensein von Teuflischem, wenn man doch gleich das Paradies schaffen könnte - wird wohl nicht im Sinne Gottes sein -
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Hallo Martin
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| Die Meinungsverschiedenheiten entstehen aus der Subjektivität des Lesers (Gelehrte, Gläubige), der entweder ausgehend von seinem Bezugspunkt in den Altruismus abweicht od. in den Egoismus. |
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| Ich denke, das ist nur die eine Seite. Die andere ist die, die mit dem Satz "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" beschrieben werden kann. |
Genau das ist Egoismus. Lässt keinen Platz für Altruismus u. daraus entsteht der Konflikt.
Denn wie du richtig schreibst:
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| … baut auch der Quran auf diesen auf. |
Egoismus wird als richtige Handlungsweise interpretiert. Fördernder Altruismus beinhart abgelehnt, besonders bei den orthodoxen Muslimen und wie der Quran richtig od. anders gelesen werden, muss weiß eh keiner genau. Zu viele Faktoren spielen eine Unterschiedliche rolle, um sich festzulegen.
Daraus entstehen ja die Konflikte, die uns umgeben, weil jeder meint, richtig zu handeln bzw. richtig zu interpretieren. Das zeugt doch von Egoismus u. lässt weiter keinen Raum für altruistisches Handeln.
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| Jedes Buch wird mit der Zeit unterschiedlich interpretiert. Insofern ist Parazones Aussage eigentlich eine Binsenweisheit. |
Genau, richtig erkannt! Das ist eine Binsenweisheit wie es treffender nicht geht.
Das heißt aber auch das die übermorgige Leseweise vielleicht richtig u. die Heutige falsch.
Diejenigen die meinen das das übermorgige Lesen richtig - haben gar kein Recht zu verurteilen, da diese ja nicht wissen, ob sie heute richtig liegen. Das ist der altruistische Gedanke.
Diejenige die meinen das das heutige Lesen des Korans absolut richtig – verfolgen den egoistischen Weg. Andersgläubige werden verurteilt, abgelehnt u. ihnen wird im Endeffekt Schmerz zugefügt. Das ist der egoistische Gedanke.
Wir suchen nach der richtigen Interpretation des Korans?
Wenn Gott die Wahl hätte, würde er den Schmerz bevorzugen?
Es geht hier nicht um Überzeugung sondern um das erkennen!
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Nun, wer heute den Quran liest, stoesst auf Spielregeln des Zusammenlebens in einer Kultur, die nicht nur seit rund 1400 Jahren vergangen ist, sondern zudem in diesen Breiten (Deutschland) nie vorhanden war.
Die heutige Sichtweise auf diese Regeln / Strukturen muss deshalb zwangslaeufig im Detail auf Unverstaendniss stossen, befinden wir uns doch in einer sowohl kulturell als auch psychologisch in einer voellig anderen Umgebung. |
Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte das die Denkweise von gläubigen Muslimen, die von Kindheit an den Koran rezitieren, aus dem Lesen des Korans entsteht.
Ein Aufblicken aus dem Buch in westlich orientierten Ländern flößt derartiges Unbehagen ein um sich sogleich erneut darin zu vertiefen u. zu verrennen.
Somit ist aber die Schuldfrage bei weitem nicht gelöst, sondern sollte detaillierter mit dem Gläubigen betrachtet werden.
(Konvertierte sind wiederum anders zu betrachten).
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| Ein Portieren / Anwenden dieser Strukturen auf unsere heutige Welt muss deshalb scheitern. |
Genau das ist das Ergebnis das keine Lösung ist.
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| Das wichtigste Werkzeug dabei ist die Instrumentalisierung der familiaeren Strukturen und deren Uebertragung auf eine andere soziale Gruppe um darin ideologische / religoese Inhalte zu Gunsten der Wenigen zu aktivieren.* |
Da stellt sich sofort die Frage: Wer sind diese Wenigen?
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| Denn in wieweit Familienstrukturen (z.B. Vaterfigur) hier Einfluss haben ist genau das Thema der Psychoanalyse. |
Leider interessieren sich die Gläubigen(noch nicht) nicht dafür, sind wenig neugierig u. das ist ein Problem.
Liebe Grüße
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Hallo Gabriel
Eigentlich OT aber was soll`s.
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| Wie soll man eigentlich alles erfahren im Leben, wenn man das Teuflische in sich nicht erfahren kann, soll, muß oder will - die Seele will es vielleicht, um dann geläutert zu werden nach den Erfahrungen – |
Eine gute Frage.
Ich kann natürlich nur von mir sprechen, was der andere macht soll er schon selbst wissen, falls nicht von kindlichem Gemüt. Ich möchte keines meiner Verfehlungen missen den erst dadurch wurde ich geläutert, einsichtig, u. Verstehe irgendwie den Zusammenhang besser.
Wer niemals z.B. Alkohol trinkt weis ja nicht, wie es sich anfühlt.
Beschreibungen von anderen, in dieser Thematik, bringen für mich keine Befriedigung.
Den da stell ich mir immer die Frage: Ist der andere tatsächlich so gut wie er will das Ich glaube?
Popper sagte mal so etwas ähnliches: Wenn jemand beim Abendessen von Moral spricht, dann schaff die silbernen Löffel weg.
Aber nicht missverstehen: Dies ist keine Aufforderung zum Trinken. Finger weg, weil dann
LG
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Zitat:
Denn in wieweit Familienstrukturen (z.B. Vaterfigur) hier Einfluss haben ist genau das Thema der Psychoanalyse.
Leider interessieren sich die Gläubigen(noch nicht) nicht dafür, sind wenig neugierig u. das ist ein Problem. |
Sag das mal nicht lieber Parazone,
ich denke schon dass sich grade viele Gläubige speziell mit diesem Thema auseinandersetzen möchten, aber es fehlt glaube ich teilweise das miteinander Reden wollen.
Wir können gerne mit der Vaterfigur fortfahren:
Mich würde gerne interessieren, ab wann sich der Mensch von den Einflüssen der Familienstruktur löst?
Aus dem Koran können wir z.B. entnehmen, dass das Alter der (Eigen)Verantwortung mit 40 Jahren beginnt.
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