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Islam und Psychoanalyse












Mehr dazu wissen will ich nicht, ich bin dazu ziemlich gut informiert.
Hallo Umay Hatun

http://www.geistigenahrung.org/ftopic22724-10.html

Da ich mich auf diesen Satz bezog:
Ich bin ein Muslim und habe nur Angst vor Gott dem Allmächtigen Sonnst vor nichts
schließe ich genetische Veranlagung u. Drogen mal aus -Nicht aber die äußeren Lebensumstände (soziale Faktoren) u. somit die Begleitsymptome der Psychose. (Od. sind alle Muslime davon betroffen?)

In der modernen Psychoanalyse gibt es weitere Konzepte über die Entstehung von Angst und Panik aber letztlich gehen alle vom starken Einfluss einer im Laufe der frühkindlichen Entwicklung aus dem Gleichgewicht geratenen innerpsychischen Struktur aus.

Eine Psychose ist ein krankhafter Geisteszustand, der geprägt ist durch Wahnerleben und veränderte Wahrnehmung bzw. Interpretation der Realität. Dieser Zustand tritt am häufigsten bei der bipolaren Störung (manische Depression) und bei der Schizophrenie auf.

Bei der schizophrenen Psychose kommt oft ein Beeinträchtigungs- und Verfolgungserleben dazu, sowie, religiöser Wahn, Größenwahn etc.

Das Gehirn befindet sich in einer bestimmten Phase der Erkrankung (Schizophrenie) in einer Art Stresssituation ausgehend von Beunruhigung, dem Gegenteil von Freude – Angst.
Die ständig eingehenden optischen und akustischen Umweltinformationen sind dann irgendwie zu viel. Es schaltet praktisch einen Filter ein, der die Bedeutung des Wahrgenommenen verschiebt. Die Wahrnehmung wird "verrückt". Es ist ein Phänomen und muss ganz tief in unserer Gehirnfunktion verankert sein. Man kann auch sagen, dass der Informationsfilter des gesunden Unterbewusstseins wegfällt. Diese Gehirnregionen, die uns unter normalen Bedingungen von den Verschiedensten für uns zweitrangigen Informationen abschotten, sodass wir uns zum Beispiel auf einen Sachverhalt konzentrieren können - sie funktionieren nicht mehr richtig.

Der Erkrankte erkennt neue Bedeutungen in den Dingen und fühlt sich deshalb wie ein "Erleuchteter", er hat eine "psychospirituelle Krise".

Liebe Grüße
Hallo Parazone,

Zitat:
In der modernen Psychoanalyse gibt es weitere Konzepte über die Entstehung von Angst und Panik aber letztlich gehen alle vom starken Einfluss einer im Laufe der frühkindlichen Entwicklung aus dem Gleichgewicht geratenen innerpsychischen Struktur aus.


Ich bin ja nur Laie auf dem Gebiet und vergleiche das nur mal mit meinen Erfahrungen! Dieses aus dem "Gleichgewicht" geraten, wäre das z.B. der Verlust des Vertrauens zur Bezugsperson (Eltern)! Wenn das Kind aus irgend einem Grunde die Erfahrung macht, das seine Fürsorgebeauftragten (Eltern) nicht für sein Wohl wirken und Handeln! Wenn die Interessen des Kindes also verraten werden!

Ich habe das schon einige male erlebt, das Kinder denen so etwas zugestoßen ist, jegliche Eigeninitiative verlieren und nur noch "Gehorchen"! Sie sind dann nur noch sehr schwer motivierbar und befinden sich in einer Art Dauerdepression!

Könnte dieser Geisteszustand durch Autosuggestion hergestellt werden?

Wenn der Gottesbezug eines Menschen derart aus dem Gleichgewicht gebracht wird, das er Gott fürchtet und eben nicht mehr darauf vertraut, das Gott es Gut mit ihm meint, kann das zum selben Zustand führen! Wenn also die Gewissheit entsteht, das Gott nur seine eigenen egoistischen Interessen verfolgt und der Mensch ihm egal ist, dann weicht die Hoffnung das alles seine Richtigkeit hat und schließlich Sinn macht, einer hoffnungslosen Ohnmacht in der keine Anstrengung mehr von Nutzem ist. Das könnte man Religiöse Depression nennen!

Wenn dieser Zustand durch Autosuggestion, z.B. tägliches beten in diesem Bewußtsein und Gottesbild, gefördert wird, wäre es möglich, das dadurch eine bipolaren Störung (manische Depression) verursacht wird? Durch Erfahrungen mit diversen Sekten ist ja schon länger bekannt, das Religion die geistige Gesundheit eines Menschen zerstören kann.

Interessantes Thema: Angst vor Gott und ihre Folgen für die geistige Gesundheit! Wäre einen eigenen Threat wert!

Das wirft auf die Botschaft Jesu "Gott liebt dich!" ein sehr interessantes Licht!

Gruß Heiko
Hallo Parazone und Heiko,

Zitat:
Wenn der Gottesbezug eines Menschen derart aus dem Gleichgewicht gebracht wird, das er Gott fürchtet und eben nicht mehr darauf vertraut, das Gott es Gut mit ihm meint, kann das zum selben Zustand führen! Wenn also die Gewissheit entsteht, das Gott nur seine eigenen egoistischen Interessen verfolgt und der Mensch ihm egal ist, dann weicht die Hoffnung das alles seine Richtigkeit hat und schließlich Sinn macht, einer hoffnungslosen Ohnmacht in der keine Anstrengung mehr von Nutzem ist. Das könnte man Religiöse Depression nennen!

Eine diesbezgl. Interessante Frage ist mal wieder "Qui Bonum"?
Und da kommt man schnell wieder auf Machtmechanismen, die sowohl für die christliche Kirche vor der Säkularisation, als auch für den Islam bis heute, relevant sind.
Denn auch im Christentum gibt es ja den alten Begriff des "armen Sünderleins".
Ein Volk, das an religiöser Depression leidet, ist leicht zu führen.
Hier spielten und spielen Religion und authoriäre Staatsformen Hand in Hand.

Zitat:
Wenn dieser Zustand durch Autosuggestion, z.B. tägliches beten in diesem Bewußtsein und Gottesbild, gefördert wird, wäre es möglich, das dadurch eine bipolaren Störung (manische Depression) verursacht wird? Durch Erfahrungen mit diversen Sekten ist ja schon länger bekannt, das Religion die geistige Gesundheit eines Menschen zerstören kann.

Ich halte das für durchaus möglich.
Isolation, Immunisierung gegen externe Infos, Autosuggestion und eine eigene Unsicherheit sind die notwendigen Bestandteile um religiöse Depression auszulösen.
Es handelt sich IMHO um ein Massenphänomen, das seinen Ausdruck im orthodoxen Islam typischer Weise in der Pilgerfahrt nach Mekka findet.
Den Pilgern werden fast alle Sünden abgenommen und so erwirken sich die Pilger einen oft Freifahrtschein ins Paradies. Sie brauchen den Zorn Gottes nicht mehr zu fürchten.
Ich habe gestern familienintern mal über die Geschäftsmöglichkeit (und die Risiken) der (Wieder)einführung des Verkaufs von Ablassbriefen diskutiert.
Ich könnte mir vorstellen, das aus dem Leidensdruck herraus, tatsächlich viele Gläubige solche Briefe kaufen würden, und gerade zu Idul Fitri wäre das ein super Geschenk/Geschäft gerade für ältere Muslime.

Zitat:
Interessantes Thema: Angst vor Gott und ihre Folgen für die geistige Gesundheit! Wäre einen eigenen Threat wert!

Erinnert ihr euch an den Thread "Angst essen Seele auf?
Vieleicht sollte man da anknüpfen.

Zitat:
Das wirft auf die Botschaft Jesu "Gott liebt dich!" ein sehr interessantes Licht!

Yep!

LG
Martin
Hallo Heiko u. Martin

Zitat:
Sie sind dann nur noch sehr schwer motivierbar und befinden sich in einer Art Dauerdepression!


Du hast dich bestimmt schon eingelesen u. ich stimme dir zu.
Dass langanhaltender Stress zu Depressionen führen kann, gilt als erwiesen.
Dieser ständige Alarmzustand im Körper erklärt auch die Reizbarkeit, Ärger, Frustration, Zorn auf Kritik so mancher Muslime bezüglich Korans.
Emotionale Erregung ist ja einer der häufigsten Stressursachen – das zur Depression führen kann.

Zitat:
Das könnte man Religiöse Depression nennen!


u. zwischen

Zitat:
„Angst essen Seelen auf“


besteht, meiner Meinung nach, ein Zusammenhang.

Zitat:
Ein Volk, das an religiöser Depression leidet, ist leicht zu führen.
Hier spielten und spielen Religion und authoriäre Staatsformen Hand in Hand.


Tja, das denk ich auch.
Zitat:

Das wirft auf die Botschaft Jesu "Gott liebt dich!" ein sehr interessantes Licht!


Vor allem deshalb, so meine Erfahrung, das orthodoxe Muslime, (im Gegensatz zum Christentum) mit „Gott ist Liebe“ keinen Bezug herstellen können.

Ich frag mich nur, warum Muslime sich nicht näher mit der Entstehung von religiöser Depression beschäftigen. Wollen od. können sie nicht. Hier spielen sicher Berührungsängste auf psychologischer Basis eine Rolle. In Afghanistan, Iran, … können u. dürfen sie nicht.
Aber in Mitteleuropa, wo die Informationen frei zugänglich – wollen sie nicht.
Zu viel steht auf dem Spiel, das letztendlich im Verlust der bestehenden Wahrnehmung endet u. ob dies auf Anhieb zu verkraften wäre … die Auswirkung, nämlich ein Identitätsverlust wäre die Folge u. der Hohn einem sicher. Diese Forderung ist für die Betroffenen scheithanisch utopisch u. eigentlich nachvollziehbar.
Lösung: Augen, Ohren zu und auf das Altbewährte beharren. Gott ist ja mit mir, wird mir gesagt und nicht nur das, sondern in meinem wohlfühlenden Umfeld nahezu eingebläut.

Nur, nimmt man es ganz genau – betrifft dies alle Religionen u. eine Umwälzung des Weltbildes, gilt es nicht nur zu verhindern sondern auch zu bekämpfen.
Der Islam, wie er von der hiesigen großteiligen Bevölkerung wahrgenommen wird, wählt halt den Kampf.

LG
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