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Islam und Psychoanalyse












Bin ich mir nicht so sicher.
Stereotypisieren ist meist der falsche Ansatz.
Hat wohl etwas mit Erziehung u. Veranlagung zu tun aber auch, wie du richtig sagst, mit Erfahrung.
Wobei Erfahrung wiederum nichts mit Alter zu tun haben kann.
Manch älterer Herren od. Frauen „zucken“ auch noch in der Pensionierung aus.
Hallo Parazone

Zitat:
Daraus entstehen ja die Konflikte, die uns umgeben, weil jeder meint, richtig zu handeln bzw. richtig zu interpretieren. Das zeugt doch von Egoismus u. lässt weiter keinen Raum für altruistisches Handeln.

Richtig. Das ist ein schwieriges Problem.
Vieleicht koennte man zumindest Ueberinterpretationen ausgrenzen.
Ich meine damit Interpretationen, die einen bestimmten Punkt ueberschreiten.
Wo dieser liegt ist natuerlich schwer zu ermitteln

Zitat:
Diejenigen die meinen das das übermorgige Lesen richtig - haben gar kein Recht zu verurteilen, da diese ja nicht wissen, ob sie heute richtig liegen. Das ist der altruistische Gedanke.

Parazone, ich weiss nicht, ob dieser Weg hier legitim ist.

Was ist und war schon immer der Sinn eines Buches?
Es ist das Fixieren von Gedanken fuer die Ewigkeit.
Warum also sollten Gedanken in einem Buch fixiert werden, wenn ihre Aussagen via Deutungen veraenderlich sind?
Verschaerfend kommt bei den "heiligen" Buechern ihr Wahrheitsanspruch hinzu.
Wahrheiten veraendern sich nicht. Eine bewusst undeutliche Formulierung von Wahrheiten macht also keinen Sinn.
Zumal die Wahrheit ja allen Menschen zugaenglich sein soll. ("Vor Gott sind alle Menschen gleich")
Ganz grundsaetzlich gilt hier:
Die Moeglichkeit oder gar Notwendigkeit einer Interpretation entsteht ausschliesslich dadurch, dass es dem Autor nicht gelang, den Inhalt, die Botschaft des Buches eindeutig zu formulieren.
Das aber kann nach orthodoxer Auffassung auf Gott nicht zutreffen.

Zitat:
Es geht hier nicht um Überzeugung sondern um das erkennen!

Sehr richtig!

Zitat:
Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte das die Denkweise von gläubigen Muslimen, die von Kindheit an den Koran rezitieren, aus dem Lesen des Korans entsteht.
Ein Aufblicken aus dem Buch in westlich orientierten Ländern flößt derartiges Unbehagen ein um sich sogleich erneut darin zu vertiefen u. zu verrennen.
Somit ist aber die Schuldfrage bei weitem nicht gelöst, sondern sollte detaillierter mit dem Gläubigen betrachtet werden.

Ein ganz schwieriges Thema, mit dem ich selbst tagtaeglich konfrontiert werde.
Nur wenn ein Idividuum in der Lage ist, ueberwiegend Kopfentscheidungen statt Bauchentscheidungen zu treffen und sehr gute Allgemeinbildung vorhanden ist, existieren evtl. Erfolgschancen. Aber selbst dann braucht ein solcher Prozess vermutlich viel Zeit.

Zitat:
(Konvertierte sind wiederum anders zu betrachten).

Richtig. Hier stellt sich die alte Frage, wie kann man Mitglieder einer Sekte, Religion oder Ideologie zurueckgewinnen?

Zitat:
Zitat:

Ein Portieren / Anwenden dieser Strukturen auf unsere heutige Welt muss deshalb scheitern.
Genau das ist das Ergebnis das keine Lösung ist.

Langfristig mag es sogar eine Loesung sein, Parazone. Denn das Scheitern der Portierung schiesst eine Ideologie frueher oder spaeter ins Aus.
Das stattdessen eine neue Ersatzideologie entstehen wird, deren Inhalte besser auf die heutige Welt passen, ist jedoch sehr wahrscheinlich, vieleicht sogar zwingend. ("Neoislam")

Zitat:
Zitat:
Das wichtigste Werkzeug dabei ist die Instrumentalisierung der familiaeren Strukturen und deren Uebertragung auf eine andere soziale Gruppe um darin ideologische / religoese Inhalte zu Gunsten der Wenigen zu aktivieren.*
Da stellt sich sofort die Frage: Wer sind diese Wenigen?

Genau!
Qui bonum!
Ich denke, da ist es immer hilfreich einmal ein Geschichtsbuch zu konsultieren.
Kalifen, Imane, alle Arten von Staatschefs nichtdemokratischer Systeme, Interessenverbaende, Vorstaende usw. usw...alle diejenigen, die durch Religion reich und maechtig werden koennen.

Zitat:
Leider interessieren sich die Gläubigen(noch nicht) nicht dafür, sind wenig neugierig u. das ist ein Problem.

Ein Riesenproblem! Nicht nur geringe Neugierde, sondern ganz allgemein Angst vor jeglicher Interaktion mit der nichtislamischen Aussenwelt, bedingt durch das Wissen um die eigene schwache Position bei einer frueher oder spaeter immer aufkommenden Islamkritik (= Kritik an der persoenlichen Lebensgestaltung)

Liebe Grüße
Martin
Zitat:
Es war auch nicht die völlige Loslösung gemeint, sondern eher, der Schritt raus vom Elternhaus bis hin zur Realisierung eigener Ideale,Werte etc..

Na zum Glück habe ich dir die Antwort darauf gegeben

Zitat:
Und natürlich auch die bewusste Wahrnehmung der Eigenverantwortlichkeit.

Als kausaler Zusammenhang? Oder mehr in der philosophischen Richtung?
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