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Gemeinsamkeiten im Christentum und Islam












Liebe Gabriele!

Also ich denke dass es in der Geschichte von den zwei Brüdern eigentlich nicht so sehr um den Umgang mit dem Materiellen geht.

In der Geschichte von Kain und Abel geht es eigentlich um die alte und immer noch aktuelle Geschichte des Neids

Kain war neidisch auf Abel. Abel hatte als Viehzüchter das "leichtere" Leben und war erfolgreich, Kain als Ackermann musste viel arbeiten und wurde trotzdem nicht reich davon.

Beim Opfer gibt ja jeder einen Teil von seinem Ertrag ab, auch als Dank. (vergleichbar mit unserem Erntedankfest).
Wahrscheinlich war es kein gutes Jahr für den Ackerbau und Kain hatte keine guten Früchte. Er wurde neidisch auf seinen Bruder, der als Viehzüchter das leichtere Leben und dann auch Erfolg hatte.
Er wurde wütend und Neid und Wut kam auf.

Neid ist doch auch in unserer heutigen Zeit noch ein großes Thema. Manche werden regelrecht vom Neid zerfressen und handeln dadurch falsch oder werden ungerecht.

Kain hätte das Übel ja noch abwehren können, denn:

6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? 7 Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. (1.Mose 6-7)

Gott sagt ihm also, dass er seinen Neid beherrschen muss, sonst wird der Neid und die Wut über ihn herrschen. Noch hätte Kain also umkehren können. Aber Kain lässt sich von seinem Neid beherrschen und so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Diese Geschichte passt doch noch wunderbar in unsere Zeit. Wie oft sind auch wir neidisch. Man muss dagegen ankämpfen, denn aus Neid kann schnell Hass werden. man wird ungerecht und konzentriert sich nicht mehr auf das Wesentliche.

LG
Kiki
Lieber zaf-ad!

Schön - noch eine Gemeinsamkeit!

Die Liste wird nun immer länger und ich bin nun wirklich überrascht, wie viel Gemeinsames sich findet.

Gottes Segen sei mit dir!
Kiki
Liebe Kiki, man könnte es auch noch anders formulieren. Wenn Kain Besitz heißt und Abel Atem , was ja dem Leben gleichzusetzen ist - ohne Atem kein Leben - wenn mit der Nichtigkeit auch das Spirituelle gemeint sein kann, der Hauch - dann bedeutet das, daß, wer am Besitz klebt, das Spirituelle nicht in sich zulassen kann - dann überwiegt das Materielle im Denken und Handeln - denke da an manche Menschen, die an ihrem Besitz kleben und innerlich wund werden, nimmt man ihnen etwas weg. Daß zum Ackerbau auch das Vieh gehört, und daß Abel (vielleicht spiritueller) dem Tier zugeordnet wird, liegt sicherlich daran, daß , wer keine Früchte und Gemüse anbaut, sich nur vom Tier ernähren konnte. Paßt aber wieder nicht, wenn man Abel das Spirituelle zuordnen würde. Es gibt Geisteswissenschaften, die dem Menschen anraten (Theosophie und Bahai, Hinduismus und Buddhismus als Religion) sich vorwiegend vegetarisch zu ernähren, aus Respekt vor der lebendigen Kreatur und weil sich zersetzende Leichenteile im Körper weiter arbeiten und also nicht unbedingt dazu führen, den Körper zu reinigen - Korinther - dein Körper ist der Tempel des geheiligten Gottes - naja, wenn man möchte, kann man alles in einen Zusammenhang bringen.
Ich denke, Elias Erdmann sieht das schon im richtigen Zusammenhang. Ich kann mich seiner These anschließen. Die Diskussionspartner in seinem Forum bringen eine Menge Möglichkeiten einer eigenen Definition. Finde ich sehr interessant.
Schauen wir uns heute um, dann ist der Besitz dem Menschen heilig und er hat schon oft dafür getötet. Und Menschen, die sehr spirituell sind und sehr feinfühlig, medial oder sensibel, haben es in ihrem Leben sehr schwer, weil sie die Dinge im Menschen und in der Welt erfühlen, aber man glaubt ihnen nicht. Kann aber auch sein, daß niedere Wesenheiten einen Menschen gefangen halten und er meint, es sei von Gott. Aber da muß sich der Mensch eben informieren, nach welchen Kriterien man diese Unterscheidung erkennen kann.
Liebe Gabriele!

Nur kurze Antwort, da hier eigentlich OT.

Ja, ich stimme dir zu, dass das "Kleben am Besitz" nicht gut ist. Man verliert dadurch oft den Blick für Anderes, für's Wesentliche.

Die Geschichte von Kain und Abel kann ich darin aber nicht erkennen, denn Abel als Viehzüchter hat und mehrt ja auch seinen Besitz.
Ich meine immer noch, dass es darin einfach um den Neid geht. Man neidet dem anderen seinen Erfolg, seinen Besitz, seine Leichtigkeit ...

Ist wirklich ein interessantes Thema, das man sicher noch weiterführen kann. Auch das Thema Besitzdenken und Spiriutalität.
Du kannst ja vielleicht mal einen extra Thread dazu eröffnen, denn hier geht es eigentlich um Gemeinsamkeiten von Christentum und Islam und ich möchte hier eigentlich nicht allzu weit vom Thema abkommen.

Ganz liebe Grüße
Kiki
Hab mal wieder was gefunden:


Josefs (Yusufs) zweiter Traum


Koran 12:4
(Gedenke der Zeit) da Joseph zu seinem Vater sprach: «O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie vor mir sich neigen.»

Bibel 1.Mose 37,9
Er hatte nämlich noch einen anderen Traum, und auch den erzählte er ihnen. »Ich habe noch einmal geträumt«, sagte er. »Ich sah die Sonne, den Mond und elf Sterne. Stellt euch vor: Die alle verneigten sich vor mir.«
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