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Liebe Jacky,
ja, das ist furchtbar, wenn wir mit dem Tod eines lieben Menschen konfrontiert werden. Wir sind es so gewohnt, so zu tun, als würde es den Tod nicht geben, dass es uns bis ins Herz hinein trifft, wenn der Tod dann vor uns steht.
Ich glaube, Du hast jetzt zwei Sachen, mit denen Du nicht zurecht kommst: Dein lieber Opa, an dem Du hängst, ist nicht mehr. Du kannst nicht mehr mit ihm sprechen, er kann sich nicht mehr an Dir freuen, er ist fortgegangen und Du weißt nicht wohin.
Und außerdem siehst Du wahrscheinlich zum ersten Mal in Deinem Leben, dass am Ende von uns allen der Tod auf uns wartet. Auch das ist furchtbar.
Das ist so furchtbar, dass man das nicht so einfach überwinden kann. Das ist ein langer Prozess und am Anfang glaubt man, dass man nicht weiter leben kann. Aber man kann. Traure, traure ganz intensiv um Deinen Opa, lass Deine Traurigkeit zu, lass zu, dass es Dir weh tut. Du wirst wachsen daran und am Ende stärker und sicherer durch Dein Leben gehen.
Denke oft an Deinen Opa. Sprich in Gedanken mit ihm, sage ihm, wie traurig Du bist. Er ist nur wie durch einen dünnen Nebel von Dir getrennt, vielleicht kannst Du ihn spüren, wenn Du mit ihm sprichst.
Liebe heilt Leid. Liebe Deinen Opa.
Schlaf gut, heute Nacht!
Inanna
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