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Das Licht im Dunkeln - alles Freier Wille ?












Das Licht im Dunkeln - Ausschnitt


"Ähnlich ist es mit dem Menschen, wenn er seine irdische Entwicklung antritt: Seine Seele "zerfällt" allmählich in eine helle und in eine dunkle Seite. - Er kann gar nicht anders zu Gott gelangen, als daß er vorher sämtliche Anlagen seiner Seele vollkommen entfaltet. Entfalten heißt: sie restlos ausleben. Lebt er aber seine Anlagen aus, so verursacht er auf den unteren Entwicklungsstufen , wo die Anlagen noch "Rohstoff" sind, viel Not und Leid. Er tut da also Böses.

Der Weg, der zu Gott führt, führt durch sämtliche Erfahrungen. Er führt ebenso durch die Erfahrung des Guten wie durch die Erfahrung des Bösen. - Dieser Weg wurde von Gott mit Bedacht festgelegt. Es ist gottes Weg, und das ist der Grund, warum der Mensch den Weg seiner Entwicklung nie verlassen kann.

Scheint dem Menschen der Weg noch so unwegsam zu sein, gerät er auf Abwege, so daß er meint, er hätte den Weg Gottes verlassen, so wandert er dennoch und immer noch auf jenem Weg, der ihn zu Gott führt. Und oft ist er gerade dann, wenn er auf krummen Wegen geht, erst recht auf dem Weg zu ihm. Er macht besonders auf Abwegen jene wichtigen Erfahrungen, die in ihm die Sehnsucht nach Gott erwecken und ihm ermöglichen, Gott näher zu kommen.

Der Mensch kann tun, was er will, er tut immer nur das, was - letzten Endes - Gott gewollt hat. Ohne Gottes Hilfe kann er nichts tun , nicht einmal das Böse.

Wenn er aber einmal begriffen hat, daß er auch dann, wenn er das Böse tat, zu Gott unterwegs war, wird er mit absoluter Gewißheit wissen, daß er Gott einst unfehlbar erreichen wird. - Und dafür, daß er dessen gewiss sein kann, besteht ein weiterer Grund."
Wie weit geht der Freie Wille ? Was würde passieren, wenn alle Menschen ihren freien Willen ausführen könnten ? Wie sähe dann die Welt aus ?


Zitat:
Ein Mensch kommt mit gewissen angeborenen geistigen Fähigkeiten zur Welt, sagen wir mit denen eines Durchschnittsmenschen, mit einer leidenschaftlichen Natur, die bestimmte charakteristische Eigenschaften, einige guten und einige schlechten, aufweist; mit einem schönen, wohlgebildeten und gesunden ätherischen und physischen Körper, aber mit keinem besonders glänzenden Charakter. Dieses sind seine ihm klar gezeichneten Grenzen; er findet sich, wenn er das Mannesalter erreicht hat, mit diesen geistigen, leidenschaftlichen, astralen, physischen Eigenschaften ausgerüstet, und er hat sie, so gut er kann, auszunützen. Es gibt viele geistige Höhen, die er ganz gewiss unfähig ist, zu erreichen, geistige Vorstellungen, die sein Begriffsvermögen übersteigen; Versuchungen werden an ihn herantreten, zu welchen seine leidenschaftliche Natur sich hingezogen fühlt, obgleich er gegen sie .ankämpft; es gibt Heldentaten physischer Kraft und Geschicklichkeit, die er nicht zu leisten imstande ist, tatsächlich findet er, dass er ebensowenig gleich einem Genius denken, noch schön wie Apollo sein kann. Er ist an Schranken gebunden, die er nicht überschreiten kann, so sehr er auch sich nach Befreiung sehnt. Ausserdem stossen ihm Unannehmlichkeiten mancherlei Art zu, denen er nicht ausweichen kann; sie treffen ihn, und er muss sein Leid auf sich nehmen, er kann ihm nicht entfliehen.



http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/karma/folgen.htm

"Ihr, die Ihr leidet, wisset,
Ihr leidet durch Euch selbst.
Kein andrer zwingt Euch." 1)
Das Gesetz, das eine Fessel schien, hat Schwingen bekommen, es kann ihn zu Regionen tragen, von welchen er ohne dasselbe nur träumen könnte.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum III


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