Hilfsmittel der Meditation!


Hi.

Ich bin relativ neu in Sachen Meditation und habe erst vor kurzem damit angefangen. Berichten kann ich wirklich nur gutes. Abgesehen von dem "nur gutem" Gefühl danach, ändert sich die Lebensweise so schön. (Hat bei mir jedoch schon vorher angefangen, mit der Meditation konnte ich damit besser umgehen).

Also meine Frage, habt ihr Tipps?

Momentan mache ich es so:
Ich such mir einen nicht zu dicken Kopfpolster auf den ich mich Setze (Auf einem Teppich). Hinter meinem Rücken habe ich eine Kerze in ca 10 cm Höhe auf einem Kerzenständer. Vor mir stelle ich gerne eine Pflanze, imom einen Bonsai und davor zünde ich ein Räucherstäbchen an.

Auch wenn ich die Augen meist schließe, hätte ich doch gerne einen kleinen Baum vor mir. Ich wollte fragen, ob mir vllt einen Tipp zu dem Geben könnt? Hätte wirklich gerne einen "Meditationbaum" (als Zimmerpflanze)
Wenn ihr Erfahrungen oder gar einen Pflanzentipp (optimal bitte mit Bild) habt, könnte ihr ihn bitte posten?

Danke
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Jeder Moment ist ein Wunder - genieße ihn!
Hi Morgooth,

Wenn das mit dem Kopfpolster funktioniert, damit Du stabil (mit geradem Rücken
und Knien auf dem Boden) stabil und schmerzfrei sitzen kannst, gut - ich kann's
nicht (habe vielleicht zu spät angefangen damit). Versuche evtl. mal ein festes
Couchkissen, dann brauchst Du kein spezielles zafu kaufen. (Ich habe mir dafür
ein spezielles Bänkchen gebaut - ist für mich bequemer, und einfacher zu
transportieren )

Die Sache mit der Kerze im Rücken ist eine gute Idee, und eine Pflanze vor Dir
auch - solange sie nicht im Zentrum der Konzentration steht. Versuche vielleicht
mal einen Gingko-Setzling zu bekommen (chinesischer 'Tempelbaum') - die
wurden häufig bei Zen-Klöstern gepflanzt - der könnte sich gut eignen
Liebe Freunde

Es gibt sicher mehrere/viele Formen der Meditation. Habe selber an manchen teilgenommen z.B. Mit Edelsteinen oder Aurasomaölen............
Oder geführt durch CDs.
Aus der Sicht von Abdul-Baha ist sie ein tiefes inneres Nachdenken über verschiedene, auch religiöse Themen. Wu könnte uns sicher einen umfangreicheren Überblick vermitteln als ich.

Alles Liebe
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Eine Mediation bei der ich über nichts nachdenke und mich dem Geist der Unendlichkeit öffne, geht für mich am Besten an einem offenen Feuer. Eine Mediation die das tiefere Nachdenken über die Geschehnise der Welt beinhaltet, geht bei mir über das Studium der religiösen und philosophischen Schriften. So wie jeder Mensch sich von den anderen Menschen unterscheidet, so unterscheiden sich sicher auch die Wege der Meditation.
Gruss Thomas
Hallo Thomas,

da hast Du ja schon die beiden Hauptstränge herausgearbeitet - im Christentum
werden sie oft unterschieden in Meditation ['erwägen'] und [gegenstandslose]
Kontemplation. Ob und welche Hilfsmittel dafür jeweils nützlich sind, kann JedeR
für sich herausfinden
Die Kontemplation kam immer wieder in Verruf und wurde auch immer wieder neu
entdeckt - ich habe hier einen Text des spanischen Mystikers Johannes v. Kreuz
(1542 - 1591), der da mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge hält:
Zitat:
Es gibt geistliche Führer, die kein Verständnis haben für Menschen, die sich in friedvoller Kontemplation befinden. Da sie selber nicht so weit gelangt sind und nicht erfahren haben, was es heißt, über das ruhelose Denken hinausgelangt zu sein, meinen sie, die anderen täten nichts. Solche Führer wissen nicht was der Geist ist. Sie handeln überaus ehrfurchtslos gegenüber Gott, da sie mit ihrer plumpen Hand in das Werk seiner Hände hineinpfuschen. Es hat Gott viel gekostet, jene Menschen so weit zu fördern...
Dann kommt so ein Seelenführer, der nur draufloszuhämmern versteht und mit dem Seelenvermögen wie ein Grobschmied umgeht. Und weil das seine ganze Weisheit ist und er nichts Höheres kennt als die betrachtende Meditation, wird er sagen: 'Genug, lasst dieses Stillesein, es ist nur Müßiggang und Zeitverschwendung. Nehmt euch etwas vor, denkt nach und vollzieht innere Akte! Ihr müsst verwirklichen was in euch ist, alles andere ist Betrug und Faulenzerei!'
Solche Seelenführer mögen sich bewusst machen, dass der eigentliche Beweger und Führer der Seelen ja nicht sie sind, sondern der unablässig um sie bemühte Heilige Geist; dass sie nur Wegweiser sind kraft des Glaubens. So sei denn ihr ganzes Bestreben, die Menschen nicht eigensinnig ihrer eigenen Weise anzugleichen, sondern sich zu prüfen, ob sie den Weg erkennen, den Gott die Anderen führt. Und wenn sie ihn nicht erkennen, sollen sie jene Gott überlassen, anstatt ihnen ein Ärgernis zu geben.
Hm, danke für den Tipp mit dem Gingko-Baum.
Jedoch kann ich mir das mit dem "spezielles Bänkchen" schlecht vorstellen. Der Kopfpolster ist ja nicht zu weich oder zu dick, daher geht es gut. Die Couchkissen sind mir zu hart und unbequem, beim Fernsehen super, aber hier passt es nicht.

Und natürlich stimmt es, dass es hierbei um einen leeren Geist geht, jedoch muss man sich auch auf die Meditation einstimmen. Man kann nicht Sport betreiben und im nächsten Augenblick meditieren.

Aber Danke für die Tipps
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Jeder Moment ist ein Wunder - genieße ihn!
Hmm - ja und nein; einmal ist das auch eine Sache der Übung, und dann kommt's
darauf an, welche Art von 'Sport' gemeint ist. Ich habe einige Jahre ein BergRetreat
mitgemacht, eine Kombination von Meditation und [z.T. schwierigen] Bergtouren,
und ich muß sagen, einen besseren Platz zum Meditieren als 2000 m über dem Tal
findet man nur schwer...

Aber eine Einstimmung ist sicher oft hilfreich - im Zen gibt es da kusen-Texte,
die speziell dafür geeignet sind, aber sehr gezielt sein sollten, wenn sie was
bewirken sollen