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Wo war Israel vor dem Jahr 1948












NASRALLAH: Ich frage, wo war Israel vor dem Jahr 1948, im ersten Weltkrieg und im zweiten Weltkrieg? Nach dem ersten Weltkrieg gab es Libanon, Palästina, Syrien, Ägypten. Es waren zwei Mandate, ein britisches, und ein fransösisches. Es gab keinen Staat, der Israel hieß. Es gab etwas, was Palästina und die palästinensische Bevölkerung hieß. Zwischen ihnen waren Muslime, Christen und Juden, die zusammen gelebt haben. Aber es kamen dann gewalttätige Organisationen nach Palästina und brachten viele große Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Teilen der Welt mit sich. Sie besetzten das Land der Anderen, vertrieben die palästinensische Bevölkerung und übten Massakern in Deir Jassin und in andere Orten aus. Deshalb ist dieser Staat auf der Basis von Besatzung gegründet. Wenn Sie mich nach meiner Meinung fragen, ich sage, daß dieser Staat auf Besatzung basiert, der sich die Rechte von Anderen wiederrichtlich angeeignet hat.

NASRALLAH: Es ist klar, daß ich nicht an einen legalen Staat Israels glaube, weil er auf Besatzung gegründet ist. Würden Sie einer Gruppe von Menschen erlauben, von Andereswo zu kommen, und ein Teil der Vereinigten Staaten zu besetzen und dann einen unabhängigen Staat einzurichten, und nach 50 Jahren ist es Ihnen nicht mehr möglich in diesem Land zu verbleiben? Der Anfangspunkt ist: Ob es ihnen erlaubt ist dieses Land zu besetzen oder nicht? Was illegal ist, kann nicht legal werden, nur weil es seit 50 Jahren besteht. Besatzung bleibt Besatzung, auch nach hunderten von Jahren.

NASRALLAH: Israel bleibt einen Fremdkörper in diesem weiten Gebiet, und es hat bewiesen, daß er nicht fähig ist, in dieser Umgebung zu koexistieren, weil der Umfang seiner verübten Massakern es ihm nicht erlaubt zu koexistieren. In den letzten 50 Jahren hat der Staat Israel bewiesen, daß es ein nach Ausweitung strebender Staat ist, der die ganze Region dominieren will, und nicht zufrieden ist mit dem, was er schon hat. Er mischt sich immer hn die Angelegenheiten von anderen Staaten in dieser Region ein, wie es im Libanon geschehen ist. Ich glaube nicht - seit dem ersten Tag -, daß Israel ein Friedenskanditat in dieser Region ist.

NASRALLAH: Eigentlich sprechen wir nicht über Krieg. Was wir sagen möchten ist, daß die Besatzer zurückgehen, woher sie gekommen sind, zum Beispiel, die Flaschas von Äthiopien könnten zurückgehen, woher sie gekommen sind. Allein diese kamen erst vor wenigen Jahren nach Palästina. Menschen aus Palästina sind dagegen ausgewiesen. Sie sind im Libanon, in Jordanien und in Syrien. Inzwischen wollen sie weitere Flaschas von Äthiopien nach Palästina bringen. Die, die aus Rußland kamen, könnten genauso nach Rußland zurückgehen. Wenn das Land den Menschen zurückgeben wird, dann wird es keinen Krieg - oder keine Kriege - geben. Sie würden sagen, daß die Sache nicht so einfach ist, das weiße ich. Aber diese Region kann keine Besatzung akzeptieren, und die Bevölkerung dieser Region ist eine sehr alte Bevölkerung, sie haben geschichtliche Bindungen und eine alte Zivilationen. Sie können ihnen ihr Heiligtum, das, was sie für heilig halten, nicht so einfach wegnehmen. Ich glaube die Besatzer Palästinas sollten aus dem Beispiel der Kreuzfahrer, die auch hierher kamen, eine Lehre ziehen. Palästina war Gegenstand der Angriffe der Kreuzfahrer 200 Jahre lang, und nicht nur fünfzig. Schließlich kann kein fremder Körper hier weiterbestehen und überleben. So können wir dies beenden, ohne Blutvegießen auf beiden Seiten.
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