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Hanel: meine Eltern sind auch Nur-Koraner geworden. Ob sie wahrhaftige Muslime sind oder nicht, entscheidet Gott.
Ich wäre bereit, meine Eltern zu verlassen, so wie es Abraham, einer unserer vielen Vorbilder, getan hat, als er merkte, dass sein Vater im Götzentum ist.
Desweiteren weiss ich nicht, ob ich selber ein wahrer Muslim bin oder nicht. Allein Gott weiss es (28:85). Ich folge nur dem, von dem ich glaube, dass es mir die Erlösung bringt und versuche die Zeichen Gottes zu verstehen. Einen weiteren Lehrer als Gott will ich nicht, doch bin ich nicht blind, da Gott durch mehrere Menschen mit mir sprechen kann (und meistens tut er das sogar durch offensichtlich Ungläubige!).
Aber einige deiner Einwürfe verstehe ich, weil ich über Nacht nachgedacht habe und mit einigen meiner Kollegen drüber gesprochen habe.
Vergiss aber nicht, dass deine Anmerkung, dass meine Beschuldigungen gegenüber den Gelehrten der orthodoxen Umma juristisch verfolgt werden könnten genauso auf Jesus zutreffen könnte.
Ich zitiere Peter de Rosa - Der Jesus-Mythos: Über die Krise des christlichen Glaubens, S. 32f.
"Jesus war Jude und daher kein Antisemit. Im Gegenteil, aufgrund einiger seiner drastischeren Äusserungen könnte er beschuldigt werden, gegen Nichtjuden gewesen zu sein. Nach heutigen Massstäben könnten die Worte Jesu als rassistisch klassifiziert werden."
Wie es bei jeder Religion bereits geschehen ist (Judentum und Christentum), dass man die wahre Sache vergisst, so ist es auch im "Islam" geschehen. Es gibt mehrere, eindeutige Hinweise darauf, dass Mohammed nichts als den Koran als verbindlich betrachtet hat. Es gibt sogar Ahadith, die das belegen.
Das Problem ist eben das folgende:
Dabei ist aber anzumerken, dass dieser Fehler sehr wohl von sog. "orthodoxen" Gelehrten erkannt und entsprechend gegengesteuert wird. Darüber hinaus gibt es diesbezüglich klare Richtlinien (z.B. Fardh - Wajib - Sunnah - Mubah - Makruh - Haram)
Diese "klare Richtlinien" sind willkürliche, von Menschen gesetzte Richtlinien.
Unter den Sunniten gibt es Debatten darüber, ob die Ahadith, wie z.B. diejenigen über die Ehe mit einer 9-jährigen Aischa, stimmen oder nicht.
Der dazupassende Hadith:
`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nahm seine Eheschließung mit mir vor, als ich sechs Jahre alt war, und mit mir ehelichen Beziehungen erst unterhielt, als ich neun Jahre alt war. Wir gingen zu Medina und dort hatte ich Fieber für einen Monat, und mein Haar wuchs, bis es das Ohrläppchen erreichte. Umm Roman kam zu mir, während ich auf einer Schaukel mit meinen Spielgefährtinnen war. Sie rief mich laut. So ging ich zu ihr und ich wußte nicht, was sie von mir wollte. Sie faßte meine Hand und ließ mich auf der Tür stehen. Ich sagte: Ha, Ha. Als ob mir der Atem gestockt wäre. Sie führte mich in ein Haus, in dem sich einige Frauen von den Ansar sammelten. Sie sprachen Segenswünsche aus und wünschten mir alles Gute und Glück. Sie (Umm Roman) überließ mich diesen Frauen. Sie wuschen meinen Kopf und schmückten mich. Nichts erschrak mich, außer daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, morgens kam, und daß ich ihm anvertraut wurde.
Quelle:
http://hadith.al-islam.com/Bayan/display...ger&ID=806
Und aus solchen Ahadith ergeben sich dann Statements wie diese hier:
Z.B. ist auch die Aussage des heiligen Mannes der Schiiten zum Thema Sex mit Kindern Interessant:
In seinem Buch, Tahrirolvasyleh, Darol Elm, Gom, Iran, 1990, schreibt er folgendes:
Es ist besser ein Mädchen im kindlichen Alter zu vermählen, sodass sie die erste Menstruation am Haus ihres Ehemanns bekomme, anstatt im Hause des Vaters. Jeder Vater, der seine Tochter so verbindet, hat einen dauerhaften Platz im Himmel!
Ich halte es nicht für gerecht, wenn das Blutgeld für einen Ungläubigen nur ein Achtel dessen ausmacht was ein Muslim wert ist.
Ich halte es nicht für gerecht, wenn Frauen einen Vormund haben müssen (wali), Männer aber nicht.
Ich halte es nicht für gerecht, wenn die Hadd-Strafen in der Praxis dazu führen, dass Vergewaltiger meist straffrei ausgehen, die Opfer aber wegen Unzucht (zina) bestraft werden.
Ich halte es nicht für gerecht, wenn Abfall vom Islam ein todeswürdiges Verbrechen ist, der Mord an Apostaten dagegen von manchen als islamische Pflicht verstanden wird.
Ich halte es nicht für gerecht, die sexuelle Selbstbestimmung anderer Menschen nach den eigenen archaischen Verhaltensregeln zu beurteilen.
Ich halte es nicht für gerecht, den Begriff Gerechtigkeit dafür zu missbrauchen um Ungerechtigkeiten zu rechtfertigen.
Die traurige Wahrheit im Osten:
http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=5541006
Was haben die Gelehrten bis heute getan, Hanel? WAS?
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