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http://www.weikopf.de/sprache.html
Sprachfamilien:
http://www.weikopf.de/Sprache/Sprachfamilien/sprachfamilien.html
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Es gibt auf der Welt eine Vielzahl von Sprachfamilien, also von miteinander verwandten Sprachen (d.h. Sprachen mit einem gemeinsamen Ursprung). Eine Übersicht befindet sich weiter unten.
Diese Verwandtschaft ist machmal offenkundig - z.B. bei den romanischen Sprachen, wo der gemeinsame Ursprung geradezu ins Auge springt -, machmal jedoch nur relativ schwer und nur für den Fachmann zu erkennen. So wurde das Hethitische (eine anatolische Sprache) erst 1915 und das Tocharische (eine Sprache, die im Mittelalter im chinesischen Teil Turkestans gesprochen wurde) erst 1908 als indogermanisch identifiziert.
Gleichwohl gilt die Zugehörigkeit fast sämtlicher Sprachen der Welt zu einer bestimmten Sprachfamilie (von wenigen Ausnahmen, vor allem in den pazifischen Inselwelten, abgesehen) als gesichertes Grundwissen.
Die wichtigste Methode bei der Erforschung und Zuordnung bildet der Vergleich einer Vielzahl von gleichbedeutenden Wörtern der betreffenden Sprachen (sog. Basiswörter), von denen man aus der Erfahrung weiß, daß sie nur äußerst selten aus einer anderen Sprache entlehnt werden.
So kann man beispielweise an den Zahlwörtern der verschiedenen Sprachen sehr gut die Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Sprachfamilie (dem Indoeuropäischen) erkennen: Die enge Verwandtschaft der indoeuropäischen Sprachen wird sofort deutlich. |
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http://www.weikopf.de/Sprache/Indoeuropaisch/indoeuropaisch.html
Erforschung
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Daß viele Sprachen Europas sehr große Ähnlichkeiten miteinander aufweisen, war den Menschen schon vor vielen Jahrhunderten aufgefallen. Es war offensichtlich, daß z.B. Französisch, Spanisch, Italienisch und die anderen romanischen Sprachen eindeutig auf das Lateinische zurückgehen. Dies ergab sich nicht nur (indirekt) aus der Ähnlichkeit Tausender von Wörtern der romanischen Sprachen mit der lateinischen Ursprungssprache, sondern auch (direkt) aus der reichhaltig vorhandenen, lückenlosen Literatur, die ohne Unterbrechung bis in die römisch/lateinische Zeit/Sprache zurückreichte.
SanskritAls man jedoch im Rahmen der Kolonisierung Indiens durch die Engländer feststellte, daß auch viele Dialekte Indiens und vor allem die “heilige Sprache” Sanskrit ganz frappierenden Ähnlichkeit mit vielen europäischen Sprachen aufwies, begann man mit gezielten Forschungen.
Die Erkenntnis und die Nachweise, daß diese äußerst unterschiedlichen Sprachen Mitglieder einer einzigen Familie sind, wurden im Wesentlichen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesammelt. Der umfangreiche Bestand an Literatur in Sanskrit und Altgriechisch (den damals ältesten Schriftzeugnisse einer indogermanischen Sprache) zeigt typische Züge der grundlegenden indogermanischen Formen auf und beweist eine gemeinsame Ursprache.
Denn wenn mehrere Sprachen Ähnlichkeiten aufweisen, die ganz signifikant (um den Faktor 100 oder 1.000) über das Maß hinausgehen, mit dem nach den Grundsätzen der Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist, mußten sie miteinander verwandt sein, also von einer vielleicht nicht mehr existierenden gemeinsamen Ursprache abstammen.Forscher
Bereits seit dem 1. Drittel des 19. Jahrhunderts war die enge Verwandtschaft zwischen Sanskrit, Altgriechisch und Latein erwiesen. Frühe Sanskrit-Grammatiker hatten die Bestandteile ihrer alten Sprache systematisch klassifiziert. Zu diesen Arbeiten kamen umfassende grammatikalische und phonetische Vergleiche europäischer Sprachen. Aus zahlreichen Untersuchungen konnten genauere Schlußfolgerungen hinsichtlich Lautung und Grammatik der angenommenen Ursprache (Protoindogermanisch) gezogen werden, so daß man zur Rekonstruktion einer hypothetischen Sprache und zu Schätzungen ihrer Aufspaltung in verschiedene Sprachen gelangte.
Heute ist bewiesen, daß Griechisch, Hethitisch und Sanskrit bereits um 2000 v. Chr. als eigenständige Sprachen existierten. Die Merkmale, durch die sie sich unterscheiden, deuten jedoch darauf hin, daß ungefähr 1000 Jahre vorher, also um 3000 v. Chr., noch eine einheitliche Ursprache existiert haben muß.
Zu den heutigen Erkenntnissen hinsichtlich der Entwicklung und des Charakters des Indogermanischen gelangte man schließlich, als die Entzifferung der hethitischen Texte gelang (die erst 1915 als indogermanisch identifiziert wurden) und durch die Entdeckung des Tocharischen, einer Sprache, die im Mittelalter im chinesischen Teil Turkestans gesprochen und 1908 als indogermanisch identifiziert wurde.
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