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Liebe(r) Shoshana, Du schreibst:
„Wenn auch die Abweichler alleso ertragen und getragen werden wie sie sind , - und das bewirkt ja gerade die Schulung und Ausreifung jener, die zuerst diese Tragfähigkeit erlangen müssen, dann kommt es eben zustande“
Ich meinte: „Die Welt [mit samt ihren Abweichlern] so zu lieben wie sie ist.“
Wenn Du Menschen in Dein Herz schließt, dann bedeutet das eben nicht, dass sie „so ertragen und getragen werden wie sie sind...“. Akzeptiere den Menschen hinter der Tat, nicht die Tat selbst.
Mit der Einstellung: „ich akzeptiere dich nicht, weil Du das und das tust, oder glaubst“ bewirkst Du keine Änderung im andern Menschen.
Ist Dir mal aufgefallen, woran Du Fundamentalisten erkennst: sie sind vollkommen trocken und humorlos, es fehlt ihnen an Selbstreflexion. Sie gestatten sich nicht, über ihr Denken und Tun zu reflektieren. Sie leben ein verbissenes Leben, ein Leben im Warten auf etwas verheißenes. Was auch immer das sein mag. Sie grenzen sich von anderen ab und erwarten von anderen, dass diese sich von ihnen abgrenzen.
Tun wir ihnen diesen Gefallen nicht! Nehmen wir Anteil an ihnen! Zeigen wir ihnen, dass wir die Person dahinter akzeptieren. Alleine diese Einstellung kann eine Änderung bewirken. Die Einstellung, dass wir als Menschen zusammengehören. Das wäre ein erstrebenswerter Beginn zu einem größeren Miteinander. Die Steigerung wäre dann noch: Mensch und Tier. Und so kann es weiter gehen.
Das Heil liegt nicht in einer Religion sondern in der Nächstenliebe!
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