Frauen im Islam


2:282
O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr eine Anleihe gewährt oder aufnehmt zu einer festgesetzten Frist, dann schreibt es nieder. Und ein Schreiber soll es in eurem Beisein getreulich niederschreiben. Und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, so wie Allah es gelehrt hat. So schreibe er also, und der Schuldner soll es diktieren und Allah, seinen Herrn, fürchten und nichts davon weglassen. Und wenn der Schuldner schwachsinnig oder schwach ist oder unfähig, selbst zu diktieren, dann soll sein Sachwalter getreulich für ihn diktieren. Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie daran erinnert. . . . .

Diese Darstellung finden wir nur hier, beim Geschäftlichen (Anlass dafür: Darlehen). Wer aus diesem Vers interpretiert, dass die Frauen weniger intelligent, gedächtnisstark oder vertrauenswürdig als Männer seien, der hat ein großes Problem: den Koran. Aus 24:6-9 können wir herauslesen, dass das Zeugnis vor Gott bei einer Frau genau gleich viel bedeutet wie das Zeugnis eines Mannes. Aus Vers 3:195 lernen wir explizit, dass Gott Mann und Frau als gleichberechtigt sieht. Also ist es lediglich eine Anweisung von Gott, hinter der man keine weitere Bedeutung finden könnte.
Jede/r also, der aus diesem Vers rausliest, dass die Frau weniger Wert sei, der hat dies aus eigener Interpretation gemacht. Denn nirgends steht in diesem Vers, dass die Frau weniger „Talente“ besitzt. Das sind alles Interpretationen anderer. Auch die folgende Interpretation ist nichts weiteres als ein sinnloser Darstellungsversuch: „Das Hinzuziehen einer weiteren Frau dient als Schutz vor einer falschen Zeugenaussage, die im Islam hart bestraft wird, sowie als zusätzliche Sicherheit“. Dass die Frau eine zusätzliche Sicherheit darstelle, hat Gott nicht erwähnt und deswegen hat diese Erklärung (die man im Internet viel vorfindet) keine Gültigkeit.

Edit: Angemerkt sei, dass die Bedeutung dieses Verses langsam verloren geht. Es gibt einen Vers, der besagt "und wir lassen eine Ayat verschwinden für einen noch besseren". Auf diesen Vers hier projiziert bedeutet das also folgendes: Wie wir sehen, finden wir in diesem Vers, dass es wichtig ist, das Geschäftliche (Darlehen) mit zwei männlichen bzw. einem männlichen und zwei weiblichen Zeugen zu verrichten. Wir wissen aber heutzutage, dass das Geschäftliche nicht mehr mit Zeugen verrichtet wird. Auch in islamischen Ländern hat man Dokumente, Schriften, Verträge und dergleichen, die man beim Geschäft einsetzt und vor dem Gericht als Beweislast benutzen kann! Kann dies die Bedeutung von "und eine noch bessere Ayaat" sein?
Zitat:
Frauen und Männer haben im Koran nicht die selben Rechte. Das mit dem 3 Perioden warten klingt sehr interessant und ist logisch, sagt aber nichts über die Gleichberechtigung aus.


Selam Leomd!

Der Vers 2:228 ist ein kleiner Teil der koranischen Regelungen, die die Scheidung behandeln.

Hier ist eine Zusammenfassung dieser Regel für die Scheidung, erhalten durch die Zusammenstellung der ähnlichen Verse:


  • Eine 'cooling-off' Periode von vier Monaten wird benötigt bevor man eine Scheidung beginnt. Quran 2:226
  • Wenn sie immer noch auf die Scheidung bestehen, dann müssen die Ehefrau und der Ehemann im gleichen Haus zusammen bleiben während der "zwischenzeitlichen Periode" Quran 65:1
  • Wenn sich das Paar versöhnt, lässt sich die Scheidung widerrufen und wird zu irgendeinem Zeitpunkt während der zwischenzeitlichen Periode abgebrochen. Quran 2:229
  • Die Scheidung wird automatisch widerrufen, wenn geschlechtlicher Verkehr zwischen den beiden Partnern gefunden hat (während der zwischenz. Periode). Quran 65:1
  • Die benötigte zwischenzeitliche Periode sind drei Perioden von Menstruationen. Die zwischenzeitliche Periode für Frauen, die keine Menstruation mehr haben sind drei Monate. Die Zeit für schwangere Frauen beträgt solange, bis sie ihr Kind bekommen. Quran 2:228, 65:4
  • Es kann keine zwischenzeitliche Periode geben (bzw. es wird keine zwischenz. P. benötigt), wenn noch nie ein geschlechtlicher Kontakt stattfand. Quran 33:49
  • Wenn das Paar immer noch wünscht, die Scheidung nach der zwischenzeitlichen Periode durchzuführen, werden zwei Zeugen gebraucht, um die Prozedur zu vervollständigen. Quran 65:2
  • Ist dies die 3. Scheidung, so kann das Paar nicht mehr miteinander heiraten, bis die Frau mit einem anderen Mann verheiratet war und sich geschieden hat. Quran 2:230


Selam!

noch als PS:

Zitat:
Die Interpretation des Qurans erfordert die Einhaltung einer fundamentalen Regel: Der Sinn einer beliebigen Textstelle erschließt sich nur dann, wenn sie im gesamten Zusammenhang des Qurans verstanden wird. Setzt man dieses Verständnis voraus, dann wird deutlich, dass die Regeln Allahs, die sich mit Frauen befassen, eine Sozialstruktur bilden, die es den Frauen ermöglicht, auf das Angenehmste und Glücklichste zu leben. In einer Gesellschaft, in der die moralischen Werte, die der Islam kennt, verständnisvoll praktiziert werden, wird die soziale Stellung der Frau herausragender sein, als in Gesellschaften, die wir heute als "modern" ansehen.
Vor Gott sind Mann und Frau gleich, aber für die Menschen wurde die Gleichberechtigung der Frau erst viel später gegeben. praktische anwendug sieht man es im Islam ja auch daß Männer und Frauen nicht im selben Raum beten dürfen in einer Moschee.

Ich will jetzt nichts falsches sagen, aber ich glaube im Erbrecht gibt es auch noch unterschiede., Aber dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer

Obwohl man sich von moslimischer Seite wünschen würde daß es so ist mit der Gleichberechtigung, liest es sich aber anders. Der Grund dafür ist aber nicht der Frau zuzuschreiben sondern der Menschheit ansich und ihrem Reifegrad zur damaligen Zeit. Im Christentum ist es sogar ganz deutlich, wo es heißt, daß die Frau dem Mann untertan sein soll..
Der Frieden mit dir Leomd!

Zitat:
praktische anwendug sieht man es im Islam ja auch daß Männer und Frauen nicht im selben Raum beten dürfen in einer Moschee.


Diese Praxis entstammt einer Lehre, die NICHT im Koran enthalten ist!

Zitat:
Obwohl man sich von moslimischer Seite wünschen würde daß es so ist mit der Gleichberechtigung


Eine totale, absolute Gleichberechtigung würde auf viele Probleme stossen. Das würde die Realität in gewissen Bereichen total verleugnen. Mann und Frau sind verschieden und deswegen erhalten sie auch verschiedene Rechte, gemäss ihren Gaben.

Dem Wort 'Gleichberechtigung' wird meistens 'Gleichwertigung' hineingelegt; ich habe versucht, beides voneinander klar zu trennen.

Der Mensch darf selber entscheiden, welche Regelung die vernünftigere ist.

Aber die Gottergebenen ordnen sich gerne der Regelung Gottes unter. Ansonsten wäre der Begriff Islam (Hingabe/Unterordnung) bedeutungslos!

Der Frieden sei mit dir!

Zaf-Ad
Cihan's Beitrag vom 09.08.2006, 21:29 entstammt aus folgender Quelle:

http://www.harunyahya.com/de/artikel21_frau.php
Hallo, ich habe einen Link, der Euch vielleicht weiterhilft.


http://www.enfal.de/fragfrau.htm
Ganz einfach: http://www.progressive-seduction.com. Da wird Verführung von Frauen auf ein hohes Niveau geführt!
thanks for the link-

Besonders der Satz: Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des Menschen -
hat mir sehr gefallen.

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