Papst Johannes XXIII


achim56 hat folgendes geschrieben:


Je mehr ich darübe nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Urteil, dass wir in einer fürchterlichen Zeit leben und gleichzeitig in einer spannenden.

Fürchterlich wegen der Verblendung der Menschen durch Politik, Klerus und Medien, wegen des moralischen sittlichen Niedergangs, der widerlichen Überhöhung des Materiellen, der mittelalterlichen Vorurteile usw.

Spannend, weil dies das letzte Aufbäumen der menschlichen Dummheit vor einem großen Quantensprung zu ihrer Mündigkeit und globalen Einheit ist.



Ach, was eine Beschäftigungstherapie am frühen Mittag. Du meinst das nicht ernst, aber gut.

Fürchterlich wurden die Zeiten zu jeder Zeit empfunden. Aber:
Wann war denn der Mensch jemals unverblendeter als heute? Ausnahmen hier einmal außen vor gelassen.
Welch einen Quantensprung haben wir seit der Aufklärung nicht schon gemacht? Wie gut geht es den Menschen seit dem Mittelalter?

Dummheit und Verblendung sind heute keine Gegebenheiten mehr, sondern Entscheidungstaten. Politiker und Medien können uns nur für dumm verkaufen, wenn wir zu bequem sind, uns mit den Hintergründen zu beschäftigen. Das Gleiche gilt für die Dummverkaufung durch diverse religiöse Lehren.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Sören hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Handzeichen = Fotomontage
(oder eben Deutungsabhängig: In Schulen gilt dieses Zeichen als sogenannter "Schweigefuchs", mit anderen Worten: Klappe halten.


Wobei es in manchen Ländern bald zu einem Verbot des "Schweigefuchses" kommen könnte, da sich muslimische Kinder dadurch eventuell satanischen Einflüssen ausgesetzt sehen könnten. Lustigerweise kommt diese Verbotsdiskussion sogar noch vor der ersten Beschwerde...


Das ist mal wieder typisch deutsch. (Oder wo soll der Schweigefuchs verboten werden?)

Ich bin ja grundsätzlich dafür, negativ belegte Symbole durch Gebrauchsänderung zu neutralen bis positiven Zeichen zu machen. Durch ein Verbot wird das natürlich nicht erreicht.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Genau. Die Seele ist das, was das Gehirn zulässt. Das Gehirn ist Empfänger. Fällt das Gehirn aus, ist die Seele tot. Körper tot, Seele tot.


Das ist freilich für jemanden der an eine unsterbliche Seele glaubt eine unhaltbare Position.

Zudem liegen ihre einige fehlerhafte Annahme zugrunde.

Der Mensch besteht aus Körper (soma), Psyche (psyche) und Geist (nous). Wie heute erwiesen ist wird die Psyche durchaus stark durch den eigenen Körper und äußerliche Einflüsse auf diesen geprägt und beeinflusst. Man kann tatsächlich davon ausgehen das diese eventuell sogar mit dem Körper zusammen stirbt. Eventuell kann auch die Psyche eines Menschen total zerstört werden und sein Körper kann intakt bleiben. Der Geist jedoch (das was im religiösen Sinne als Seele bezeichnet wird) ist jedoch unsterblich und unzerstörbar. Oft wird jedoch psyche und nous vermischt bzw. es wird sogar teilweise auch noch soma, psyche und nous vermengt. Daher viele Missverständnisse.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Eventuell kann auch die Psyche eines Menschen total zerstört werden und sein Körper kann intakt bleiben.


Das ist nicht der Fall. Jede Änderung auf neuronaler Ebene hat eine Änderung auf geistiger Ebene zur Folge und umgekehrt.

Die Trennung zwischen Köper und Psyche ist event. nur eine sprachliche, aber tatsächlich nicht vorhanden.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Eventuell kann auch die Psyche eines Menschen total zerstört werden und sein Körper kann intakt bleiben.


Das ist nicht der Fall. Jede Änderung auf neuronaler Ebene hat eine Änderung auf geistiger Ebene zur Folge und umgekehrt.

Die Trennung zwischen Köper und Psyche ist event. nur eine sprachliche, aber tatsächlich nicht vorhanden.


Wie du sagst kommt des darauf an was man unter "körperlich" und "psychisch" versteht und auch welchen Ansatz man verfolgt. Ich nehme an das Psychologen mir durchaus zustimmen würden das man körperlich durchaus gut im Schuss sein kann, aber ein psychisches Wrack.

Neurologen würden die Sache sicher anders sehen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Genau. Die Seele ist das, was das Gehirn zulässt. Das Gehirn ist Empfänger. Fällt das Gehirn aus, ist die Seele tot. Körper tot, Seele tot.


Das ist freilich für jemanden der an eine unsterbliche Seele glaubt eine unhaltbare Position.

Zudem liegen ihre einige fehlerhafte Annahme zugrunde.

Der Mensch besteht aus Körper (soma), Psyche (psyche) und Geist (nous). Wie heute erwiesen ist wird die Psyche durchaus stark durch den eigenen Körper und äußerliche Einflüsse auf diesen geprägt und beeinflusst. Man kann tatsächlich davon ausgehen das diese eventuell sogar mit dem Körper zusammen stirbt. Eventuell kann auch die Psyche eines Menschen total zerstört werden und sein Körper kann intakt bleiben. Der Geist jedoch (das was im religiösen Sinne als Seele bezeichnet wird) ist jedoch unsterblich und unzerstörbar. Oft wird jedoch psyche und nous vermischt bzw. es wird sogar teilweise auch noch soma, psyche und nous vermengt. Daher viele Missverständnisse.


Genau. Ich denke es sind Begrifflichkeiten, die in unseren Diskussionen für Verwirrung sorgen. So wie du es beschreibst kenne ich die Definitionen auch. Ich setze zudem den Geist (nous) mit Bewusstsein gleich. Das Bewusstsein halte ich für überkörperlich und daher der Psyche mit all ihren Wahrnehmungsmöglichkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen überlegen. Ich glaube, dass das Bewusstsein sich
a) während des irdischen/materiellen Lebens in einer Schnittmenge mit der Psyche befindet und
b) die psychischen Wesensmerkmal über den Tod hinaus speichert und
c) darüber hinaus sämtliche Bewusstseinsformen in Gott vereint sind, der dann im "Gericht" darüber entscheidet, was er an sich mag und was nicht.

Ich glaube, was er nicht mag, wird aussortiert und übrig bleibt Glückseligkeit in Ewigkeit, was wohl bedeutet, dass es tatsächlich so etwas wie einen "zweiten Tod" gibt, die Auslöschung bestimmter Bewusstseinsinhalte. Um diese Selektion vorzunehmen, glaube ich, muss Gott sich erfahren, vom Unbewussten in Bewusstsein (Dualität) treten. Deshalb leben "wir".

Das Ganze findet man in leichter verständliche Bilder gepackt in den religiösen Schriften unserer Welt.
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Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Im Jenseits wird es diese "böse Lust" schlicht nicht mehr geben. Weil diejenigen, die im Himmel sind, von allem Bösen gereinigt sind. Dort ist Genuss und Lust nur mehr gut - und größer als Alles, was es hier auf dieser Welt gibt.


Sollte es diese Welt danach geben, umso sinnloser und perverser wird dann unser "irdisches" Dasein ...


Nicht wenn man es als Schule betrachtet. Als Bewusstseinsbildung, durch die es erst möglich wird, das Böse und Perverse zu erkennen und auszuschalten, abzuschafffen, fern zu halten. Bewusstseinsbildung als Erkenntnisprozess des All.
Gut und Böse sind zwei Pole. Ohne das Eine gibt es das Andere nicht. Aber durch die Erkenntnis, die ebenfalls erst in der Dualität (Trennung/Sünde) möglich ist, weiß ich im Geist um das Böse, weshalb ich es abschaffen kann, aber ohne dabei auch das Gute abzuschaffen, weil die Pole durch die Erkenntnis aufrecht erhalten werden, aber das Böse nicht mehr ver-wirk-licht wird.


Es gibt kein objektives Gut und Böse. Wie soll ich auf dieser Ebene etwas lernen, wenn es auf der Nächsten sowieso nicht mehr vorhanden ist? Wenn ich mich auf der nächsten Stufe wieder an das alte, hier gelernte, erinnern kann, ist es dennoch präsent. Also müsste es vollständig verschwunden sein, womit unser Hiersein komplett fürn Allerwertesten ist.
luschn hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Im Jenseits wird es diese "böse Lust" schlicht nicht mehr geben. Weil diejenigen, die im Himmel sind, von allem Bösen gereinigt sind. Dort ist Genuss und Lust nur mehr gut - und größer als Alles, was es hier auf dieser Welt gibt.


Sollte es diese Welt danach geben, umso sinnloser und perverser wird dann unser "irdisches" Dasein ...


Nicht wenn man es als Schule betrachtet. Als Bewusstseinsbildung, durch die es erst möglich wird, das Böse und Perverse zu erkennen und auszuschalten, abzuschafffen, fern zu halten. Bewusstseinsbildung als Erkenntnisprozess des All.
Gut und Böse sind zwei Pole. Ohne das Eine gibt es das Andere nicht. Aber durch die Erkenntnis, die ebenfalls erst in der Dualität (Trennung/Sünde) möglich ist, weiß ich im Geist um das Böse, weshalb ich es abschaffen kann, aber ohne dabei auch das Gute abzuschaffen, weil die Pole durch die Erkenntnis aufrecht erhalten werden, aber das Böse nicht mehr ver-wirk-licht wird.


Es gibt kein objektives Gut und Böse. Wie soll ich auf dieser Ebene etwas lernen, wenn es auf der Nächsten sowieso nicht mehr vorhanden ist? Wenn ich mich auf der nächsten Stufe wieder an das alte, hier gelernte, erinnern kann, ist es dennoch präsent. Also müsste es vollständig verschwunden sein, womit unser Hiersein komplett fürn Allerwertesten ist.



Unsere Ausgangsursache ist objektiv weder gut noch böse, das würde ich auch so sehen. In der "Erschaffung" der Lebewesen und Dinge aber, in der Formwerdung des unbewussten Urgrundes, entsteht die Spannung der Dualität und die Erkenntnis von Gut und Böse:
Ohne Bewusstsein kein Gut und Böse, mit Bewusstsein Unterscheidung von Gut und Böse.
Durch die Unterscheidung kann das Böse überwunden werden.
Wie schön ist erst der Frieden, wenn man den Krieg kennt. Wie schön ist es zu wissen, dass der Krieg niemals zurückkehrt, egal wie lange ich mich an ihn erinnern kann.

Wie schön ist es satt zu sein, wenn man weiß was Hunger ist. (Was nicht heißen soll, den Hunger auf der Welt nicht zu beseitigen.)

Auf der nächsten Ebene wird das Böse nur dann nicht mehr vorhanden sein, wenn man in Gott aufgenommen ist. In das ewige Bewusstsein vom Guten.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Tobias hat folgendes geschrieben:
Ich nehme an das Psychologen mir durchaus zustimmen würden das man körperlich durchaus gut im Schuss sein kann, aber ein psychisches Wrack.


Klar, wenn Du unter "körperlich gesund" allgemeine Fitness oder Allgemeinzustand exklusiv Gehirn meinst, dann ja. Depression z.B. ist jedoch i.d.R. eine körperliche Erkrankung.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Auf der nächsten Ebene wird das Böse nur dann nicht mehr vorhanden sein, wenn man in Gott aufgenommen ist. In das ewige Bewusstsein vom Guten.


Dann nochmals die Frage: Wofür braucht man dann auf dieser Welt das "Böse"?