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Lieber near death,
ich habe eine Freundin Monika. Sie war Heilpraktikerin und bekam eine ziemlich schlimme Depression. Weil sie Heilpraktikerin ist, wollte sie keine Psychopharmaka nehmen sondern behandelte sich selbst nur mit Homöopathie. Dies reichte aber nicht aus.
Eines Tages nahm sie ihre Pistole und ihren Hund, ging in den Wald, erschoß den Hund, und sich selbst durch den Mund in den Kopf.
Sie lebt noch. Der Schußkanal ging durch das Sprachzentrum. Monika, die Bücher schrieb, kann jetzt kaum mehr sprechen. Sie hat auch ihr Gedächtnis verloren. Sie ist ein Pflegefall. Sie leidet unaussprechlich und ihre Familie und alle ihre Freunde leiden mit.
Near death, ich bitte Dich, suche Dir andere Hilfe als den Tod. Gerade, wenn man jung ist, beutelt einen das Leben oft hart. Und manchmal weiß man nicht ein und aus. Und will dann, dass einfach Schluß ist mit der Quälerei.
Such Dir jemand, mit dem Du reden kannst. Such Dir jemand, der sieht, was Du für ein toller Junge bist. Such Dir einen älteren, erwachsenen Freund, mit dem man reden kann.
Es kann sein, dass eine Freundschaft mit einem Mädchen zu Ende geht. Das ist dann sehr schlimm. Aber Du wirst andere Menschen kennen lernen, Jungs und Mädchen, und irgendwann einmal wirst Du wieder ein Mädchen finden, das Dich liebt.
Was drüben ist, nach dem Tod, das wissen wir nicht. Das können wir "nur" glauben. Aber ich denke, Du bist jetzt hier und solltest schauen, dass Du hier gut zurecht kommst. Und Selbstmord ist keine Alternative.
Übrigens: Deine Rechtschreibfehler sind egal, hier gibt es Leute, die sind viel älter als 16 und machen noch viel schlimmere!
Übrigens: Depression ist eine Krankheit, die geheilt werden kann.
Inanna
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