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Der Friede hängt an einem weißen Haar
Drei Gotteshäuser nebeneinander – das klingt wie ein Rezept für Mord und Totschlag – Victor und Victoria Trimondi spüren die apokalyptische Matrix der drei monotheistischen Religionen auf
Von Burkhard Müller
http://www.iivs.de/%7Eiivs01311/K.d.R/Rezensionen.6.htm
Wer meint, dass die drei großen monotheistischen Religionen zum Frieden raten, der träumt. Was ist Gott? Gott ist ein Hammer, lesen wir beim Propheten Jeremias. „Und ich zerschmettere mit dir Mann und Weib, und ich zerschmettere mit dir Greis und Knabe, und ich zerschmettere mit dir Jüngling und Jungfrau. Und ich zerschmettere mit dir Hirt und Herde, und ich zerschmettere mit dir Pflüger und Gespann und ich zerschmettere mit dir Statthalter und Landpfleger.“
Das ist jüdischen Ursprungs; aber auch das Christentum lässt sich nicht lumpen. „Dann sah ich einen Engel, der in der Sonne stand. Er rief mit lauter Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel flogen: kommt her! Versammelt euch zum großen Mahl Gottes. Fresst Fleisch von Königen, von Heerführern und von Helden, Fleisch von Pferden und ihren Reitern, Fleisch von allen, von Freien und Sklaven, von Großen und Kleinen!“ So steht es in der Geheimen Offenbarung des Johannes.
Und der Prophet Mohammed spricht: „Die leichteste der Höllenstrafen trifft den, der Schuhe aus Feuer tragen muss, so dass ihm das Hirn im Schädel kocht wie das Wasser in einem Kupferkessel auf dem Herd. Er wird glauben, dass es keine schlimmere Tortur gibt, aber in Wirklichkeit ist das die leichteste der Strafen.“
Das Buch Krieg der Religionen. Politik, Glaube und Terror im Zeichen der Apokalypse von
Victor und Victoria Trimondi präsentiert sich als ein unerschöpfliches Schatzhaus der Zitate. Man mag es kaum glauben, welche Orgien aus Feuer und Blut in den drei Heiligen Schriften erscheinen und mit welcher Wut und Genugtuung sie von ihren modernen Verkündern gefeiert und eingefordert werden. |
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http://www.publik-forum.de/f4-cms/t.....aktuelleausgabe/art37499/
Die Union in der Sackgasse
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Eigentlich läuft alles für die Konservativen: Sie besetzen die führenden Positionen im Staat, und ihre Werte haben Konjunktur. Und doch sind CDU und CSU in der Krise – oder gerade deshalb
Angela Merkel und ihre CDU fahren Achterbahn. Und die CSU fährt mit. Und das in einem Tempo, dass einem schon beim Zuschauen schwindlig wird. Dass eine Volkspartei, die es bis zur Perfektion gelernt hat, das Soziale und das Wirtschaftliche, das Moderne und das Konservative auszutarieren und damit auf Dauer ein Bundesland zu besetzen, an der Stoiber-Frage ihr Gleichgewicht verliert, lässt vermuten: Es geht um mehr als um Edmund Stoiber. Für die CSU geht eine Ära zu Ende. Ihre Sonderrolle, ihr besonderer Einfluss auf die Bundespolitik ist dahin. Damit entfällt für Bundespolitik und CDU ein meist ungeliebtes, aber wichtiges Korrektiv: Die CSU hat immer – viel wirksamer als die schon vor vielen Jahren schmalbrüstig gewordenen CDU-Sozialausschüsse – darauf geachtet, dass das Soziale seinen Wert nicht verliert; immer geprägt von einem spezifischen CSU-Paternalismus, nie die Emanzipation im Sinn, aber sozialer als die neuen Konservativen der CDU. Wenn sich die CSU weiter mit voller Kraft zerlegt, wird Angela Merkel dieses Korrektiv nicht mehr beachten müssen. |
Politik und Religion gehören zum Leben. Gibt es etwas, was man nicht politisch einordnen werden kann ?
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| Die Krise überrascht auf den ersten Blick. Eigentlich sind doch die Jahre der Konservativen angebrochen. Die Spitzen des Staates sind von Personal besetzt, das sich zwischen konservativ und marktradikal bewegt. Mehr als zuvor finden konservative Denker Gehör, vom Historiker Paul Nolte hin zu den Verfassungsrichtern Udo di Fabio oder Paul Kirchhoff. Und wenn derzeit Werte und Lebensstile eine Renaissance erleben, dann sind es die der Konservativen: mehr Familie, weniger Hedonismus, weniger Staat, mehr Leistung, weniger Sozialleistung und zudem mehr Religion und Sitte. Warum ist eine Partei außer Balance, obwohl sie sich in einem solch gefälligen Umfeld bewegt? |
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