|
|
|
Entwicklungsgeschichte für Menschen, die nebst dem Natürlichen, Sichtbaren auch Geistliches zu fassen bereit und imstande sind.
Wohl hat der Schöpfer, der ohne Anfang und ohne Ende ist, alles aus Wasser entstehen lassen, - denn die Schöpfungsgeschichte in der Bibel zeigt uns die Erschaffung des Wassers nicht, - ebenso wenig die Erschaffung der übrigen Elemente, die zum Festland wurden. Das Wasser war zu dem Zeitpunkt schon da und auch die übrigen Elemente. Es war jedoch in dem ‚Tohuwabohu-Zustand’, - im undurchsichtigen Gemisch von fest und flüssig. Es waren also nicht Ozeane und Festland, sondern ein undurchsichtiger 'Schlamm’.
Dann begann durch das Wort Gottes der bis heute laufende Scheidungsprozess.
Es war nämlich vor dieser Schöpfung der vorsintflutlichen Zeit, bereits eine Schöpfung vorhanden, die sich zu Grunde gerichtet hatte (die Engelschöpfung), deren Endergebnis eben dieser 'Tohuwabohu-Zustand' des 'Wüst-und-leer-Seins’ war.
2. Petrus 3, 5 Dabei vergessen sie aber absichtlich, daß schon vorlängst Himmel waren und eine Erde aus Wasser und durch Wasser entstanden ist durch Gottes Wort;
6 und daß durch diese die damalige Welt infolge einer Wasserflut zugrunde ging.
Zwischen der Erschaffung des ersten Himmels und der Erde sind ‚die Wasser’ entstanden. Aus diesen Wassern und durch dieselben ist dann erst die Erde durch das Wort (dem Schöpferwillen und Heilsplan der Weisheit Gottes) geworden. Die Wasserflut, die die erste, die Engelschöpfung zu Grunde richtete, war der zunehmende ‚Einfluss’ des gefallenen Engelfürsten und ist nicht zu verwechseln mit der in der späteren Schöpfung erfolgten Flut zu Noahs Zeiten.
Es ist auch im Schöpfungsbericht nicht gezeigt, wie der Abfall des Engelfürsten von Gott, seine Überhebung über Gott und dadurch der Verlust seiner Weisheit geschah, - dieser Vorgang ist erst in Ezechiel 28 am Bild des Königs von Tyrus geschildert (siehe dort).
Jud. 1, 5 Ich will euch aber daran erinnern, obschon ihr alles schon einmal wußtet, daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Lande Ägypten errettet hatte, das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,
6 und daß er die Engel, welche ihr Fürstentum nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Banden unter der Finsternis verwahrt hat;…
Die ‚ewigen Banden unter der Finsternis’ bezeichnen den Zustand der Sterblichkeit in dieser Schöpfung der heutigen Naturordnung! Diese jetzige Schöpfung ist die Umwandlung der vorherigen Engelschöpfung in den Zustand einer Daseinsform die dem ‚Anschauungsunterricht’ dienen muss. Das Ziel davon ist, Engeln und Menschen vor Augen zu führen, wohin der Abfall von der Wahrheit, dass alles durch das Schöpferwort zu einem bestimmten Zweck geschaffen worden ist, führt. Dieser Abfall von dem Heilsplan Gottes, seinen Geschöpfen sein unvergängliches, unauflösliches Leben zu vermitteln, um selber in seiner Schöpfung (im Menschenleib) zu wohnen, kann nur in den Tod führen, denn Gott ist das Leben und der Ursprung allen Lebens. Alles was nicht in der Einheit mit diesem Leben ist und bleibt, stirbt und verfällt der Auflösung, der Verwesung. Das muss in dieser jetzigen Schöpfung auf der einen Seite klar gesehen werden, während das unvergängliche, unauflösliche Leben andererseits ebenso am Ende dieses Weltzeitalters in einer Anzahl von vollendeten Erstlingen aus den Menschen, offenbar werden wird, als ‚die Herrlichkeit Gottes’, offenbart als ‚Unvergänglichkeit’, als ‚Unsterblichkeit’ und ‚Unverweslichkeit’ des Menschenleibes, der bestimmt ist, Wohnung, Tempel Gottes zu sein, in welchem dieser vorübergehende Zustand der Sterblichkeit dann endlich wieder als aufgehoben offenbar wird, wenn der Ratschluss Gottes abschließend an uns erfüllt ist, wie es im Auferstehungsleib Jesu für uns zur Rechten Gottes als unser Erbe vorhanden ist.
Die Wasser ‚unter der Feste’ sind einerseits der Engeleinfluss! Die ‚Wasser über der Feste’ bezeichnen den göttlichen Einfluss. Wassereinfluss wirkt auf das Wandelbare, im Fluss der Entwicklung sich befindende.
Die Sichtbarkeit ist nur der ‚Schatten’, dieser geistigen Ordnungen, das Schattenbild. Das Wesen der Dinge liegt im Geistigen und wird von dort her bestimmt!
Dieses alles geschieht im ‚Hier-und-jetzt’, - dadurch wird auch ‚der Himmel auf Erden’ offenbar. Himmel und Erde sind solange wandelbare Zustände, bis das Bleibende, das Vollkommene da ist, nach der dafür bestimmten Entwicklungszeit.
Zeit hat für den vergänglichen Menschen eine andere Bedeutung als für den unvergänglichen Gott, - so sind tausend Jahre unserer Zeitrechnung wie ein Tag für Gott und umgekehrt.
Der siebente Schöpfungstag ist das siebentausendste Jahr dieser Schöpfungsgeschichte, wovon wir sechstausend Jahre hinter uns haben!
Dabei muss alles im ‚geistlichen Bild’ gedeutet werden, und nicht nach unserer Zeitrechnung, denn der Mensch wurde ja erst am ‚sechsten Schöpfungstag’ erschaffen!
Auf die jetzt lebende Generation fällt die Ernte dieser ganzen Entwicklungszeit.
Dabei ist es für uns irrelevant und darum zusammengefasst dargestellt, wie lange die gesamte Entwicklungszeit der Schöpfung (inklusive der vorher durch den Engelfall zu Grunde gerichteten ersten Schöpfung der Engel) gedauert hat. Diese Erde wird und wurde von Gott mehrmals verwandelt und ist unter seiner Einwirkung vergleichbar mit Siegelwachs, dem ER seinen Stempel aufdrückt, gerade so, wie er es will, wie es ihm gefällt. Er ‚schmilzt’ es ein wie Wachs, drückt ihm einen neuen Stempel auf. Er ließ auch zu Noahs Zeit alles was sich nur noch in einer ‚Abwärtsentwicklung’ befand, unter Wasserflut versinken, so dass nur die Arche mit acht Menschen und den darin befindlichen weiteren Lebewesen sich weiterentwickeln sollten.
Für dieses göttliche Walten liegen geologische Beweise vor, Eiszeiten, Gebirgsaufschiebungen, -einsenkungen, Vulkane, die Sintflut usw., was alles nachweislich stattgefunden hat, ebenso wie das Vorhandensein von Wesen, in Zeitaltern bevor es Menschen gab, Wesen die es heute nicht mehr gibt, über deren ‚Geistleben’ bzw. deren ‚Wahrnehmungsfähigkeit, Vernunft, Verstand, Willen, Gesinnung und Gewissen wir nichts konkretes wissen (Saurier, Mammuts, fliegende Drachen).
‚Geist’ ist nicht sterblich, - nur die ‚natürlichen Leiber’ sind vorübergehend der Sterblichkeit unterworfen, durch den, der sie unterworfen hat, für eine bestimmte (Entwicklungs-) Zeit. Dieser Zustand der Sterblichkeit ist jedoch noch nicht das Leben, das Gott seiner Schöpfung vermitteln will, - es stellt lediglich den ‚Zustand des Staubessens der Schlange’ dar (andere Übersetzung statt Staub Erde)!
Genesis 3, 14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du solches getan hast, so seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Erde essen dein Leben lang!
15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. (= > Jesus, der Schlangentreter, der Messias!)
Der Scheidungsprozess muss, wie alles in den heiligen Schriften in erster Linie geistig gedeutet werden!
Die Schöpfungsgeschichte beginnt nun mit diesem Scheidungsprozess. Es wird an den ‚Tagen 1 -6 geschieden:
1. Licht Finsternis
2. Wasser über der Feste Wasser unter der Feste
(die Feste = der Himmel)
3. Das Trockene, Land, Erde, Tag Wasser, Meer, Nacht
4. Sonne (der Gerechtigkeit) Mond, Sterne
5. Vögel lebendige Wesen im Wasser, Fische
6. Menschen Gott zum Bilde Vieh, Tiere des Feldes, Gewürm
Die Wesen der Schöpfung des ‚fünften und des sechsten’ Schöpfungstages sind nun diese in ‚Banden der Finsternis’ (in die Sterblichkeit) gelegten Engel, die so verwahrt werden, bis durch das erfasste Erlösungswerk Gottes in Christo Jesu dieser ‚Fluch’ der Sterblichkeit in seinem Tempel wieder aufgehoben ist, gemäß der im Heilsplan Gottes vorgesehenen Entwicklung und Vollendung des Menschen als Krone (= Herscherstellung) der Schöpfung.
Dass es sich beim ganzen Schöpfungsbericht in erster Linie um die Schilderung ‚geistiger Vorgänge’ handeln muss, beweist die Tatsache, dass von ‚Tagen’ die Rede ist, obgleich ‚Sonne’, ‚Mond’ und ‚Sterne’ erst am 4. ‚Tag’ erschaffen worden waren.
Wir müssen lernen zu unterscheiden zwischen Geistigem, Seelischem und Fleischlichem (Naturordnung).
Der Mensch ist eine lebendige Seele.
In der Verbindung von Geist mit dem Leib entsteht eine lebendige Seele!
Die Seele ist die Gefühlswelt des Menschen. Die Tore der fleischlichen Seite, woher Einfluss auf diese Gefühlswelt kommt, sind die fünf Sinne. Von dieser Seite her wirkt der Engeleinfluss auf den Menschen und das bewirkt den Tod, die Sterblichkeit.
Wirkt der Geisteinfluss Gottes auf die Seele und kommt es dazu, dass dadurch die Einflüsse von Seiten der Naturordnung aufgehoben sind, dann bewirkt der göttliche Einfluss das unvergängliche Leben für Geist, Seele und Leib des Menschen.
Dieses Wirken Gottes kann nur durch das Erlösungswerk Gottes in Jesus Christus vollbracht, dem Menschen vermittelt werden, weshalb er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und darum kommt keiner zum Vater, denn durch ihn, der in seinem Opfertod den Loskaufspreis bezahlt hat. In diesem Werk sind wir losgekauft vom Machteinfluss der gefallenen Engel und damit von der Sterblichkeit!
Der Scheidungsprozess muss, wie alles in den heiligen Schriften in erster Linie geistig gedeutet werden!
|
|
|