Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Aus außerchristlichen Quellen












Ich habs gefunden .

außerchristliche Quellen
Die Evangelien sind Glaubenszeugnisse, jedoch gelten sie nicht als unrelevant bei der Forschung nach dem historischen Jesus. Bei den außerchristlichen Quellen wird der christliche Glaube nicht verkündet, was auch nicht im Interesse der Autoren wäre, aber dennoch wird die Historizität Jesu nicht angezweifelt. Sollte dennoch der christliche Glaube und dessen Lehre verkündet werden, handelt es sich um einen Zusatz, der im Originaltext nicht vorhanden ist. Ein Beispiel hierfür ist der Fall Josephus Flavius, der im Verlauf der außerchristlichen Quellen noch Erwähnung findet. Nun werde ich einige Beispiele für außerchristliche Quellen geben.
i. Tacitus
Tacitus, ein römischer Geschichtsschreiber (geb. ca. 55 n. Chr., gest. 116n. Chr.), schreibt in seinem Werk ,Annales“ über den Brand in Rom, Kaiser Nero (54- 68 n. Chr.) und der Christenverfolgung. „Hierbei berichtet er, dass Nero die Schuld des Brandes in Rom auf die Christen, die Christianos genannt werden“ (Fuchs, Ernst: Zur Frage nach dem historischen Jesus, Stuttgart 1985, S. 143), geschoben hat, um von dem Vorwurf, dass er selber das Feuer gelegt habe, freizukommen. Desweiteren verdeutlicht Tacitus, dass der Ursprung des Namens Christos von Christus stammt, der von Pontius Pilatus zu Zeiten von Kaiser Tiberius hingerichtet wurde. Den eigentlichen Namen Jesu erwähnt Tacitus nicht, da er wohl Christos (griech. der Gesalbte) für einen eigenen Namen hält. Er verurteilt den christlichen Glauben als ,verderblichen Aberglaube.
ii. Plinius der Jüngere
Plinius der Jüngere, der um 61- 62 n. Chr. geboren wurde und um 113 n. Chr. gestorben ist, lebte zu Zeiten des Kaiser Trajan (98- 117 n. Chr.). Er war römischer Statthalter in Bitynien und musste sich dort mit den Christen auseinandersetzten. Er fragte den Kaiser Trajan um Rat, da er nicht wusste, wie er mit den Christen umgehen sollte, deren tiefgläubigsten Anhänger er bestrafte und die sich vom Glauben abwendenden erziehen lies. Jedoch wurde das Christentum von ihm nicht als etwas Schlimmes angesehen, das es unbedingt zu vernichten galt, da die Christen friedlich waren und sich nur morgens trafen um Christus, in dem sie Gott sahen, anzubeten und sich einem moralisch gutem Leben zu widmen. Hierbei wird der Name Jesus auch nicht verwendet.
iii. Josephus Flavius
Josephus Flavius war ein jüdischer Geschichtsschreiber, der von ca. 37/ 38 n. Chr. bis 100 n. Chr. lebte. In seinem Werk ,Jüdische Altertümer“, stellt er die jüdische Geschichte von der Urzeit bis 66 n. Chr. dar . Er berichtete, dass Jakobus, ein Jünger Christi, 62 n. Chr. durch den Hohenpriester Ananos, hingerichtet wurde. Josephus Flavius kennt als Jude den Namen Jesu; benutzt aber den Hoheitstitel Christus. Sein Werk war natürlich auch den Römern bekannt, denen Jesus auch nichts gesagt hätte, da sie ihn nur als Christus kannten. Er beschreibt ihn jedoch als sog. Christus, was seine Haltung als Nichtchrist verdeutlicht. Jedoch ist in einem späteren Teil seines Werkes der Name Jesus erwähnt und dass auch in einer Art christlichen Bekenntnis. Hierbei handelt es sich jedoch um einen späteren, nicht von Flavius angefertigten Einschub in das Originaldokument und damit um eine „christliche Interpolation“( Fuchs, Ernst: Die Frage nach dem historischen Jesus, Tübingen 1960, S. 262).
iv. Sueton
Sueton war römischer Geschichtsschreiber, der ca. 70 n. Chr. geboren wurde und dessen Todesdatum unbekannt ist. Er erwähnt den Namen ,Chrestus“. Dieser ,Chrestus“, soll seiner Meinung nach für die messianischen Tumulte, die es zu Zeiten des Kaisers Claudius (41- 54) gab, verantwortlich sei, da dieser seine Anhänger dazu aufgefordert haben soll, für Unruhe zu sorgen. Jedoch ist hier nicht sicher ob Jesus damit gemeint ist, da es sich nach Suetons Auffassung so anhört, als ob Jesus persönlich in Rom für Unruhe gesorgt hat. Hierdurch und durch Tacitus´ ,Annales“ wird deutlich, dass es schon in der Zeit des Claudius Christen in Rom gab. Es könnte jedoch auch sein, dass Sueton mit seiner Überlieferung verdeutlichen will, dass die Anfänge des Christentums in dieser Zeit liegen. An Hand dieser Quelle ist ersichtlich, dass es Jesus gegeben hat und Christen in Rom gab.
v. Talmud
„Der Talmud ist die Lehre, Sammlung von Gesetzen und mündlichen und schriftlichen religiösen Überlieferungen des Nachbiblischen Judentums, der um 500 n. Chr. abgeschlossen wurde“ (Krause, Gerhard [Hrsg.]: Theologische Realenzyklopädie, Berlin 1981). Im Talmud wird Jesus, mit dem Namen Jesus genannt. Ihm wird aber keine positive Rolle auferlegt, da er als Verführer Israels und als Zauberer bezeichnet wird. Es wird hier behauptet, dass Jesus das uneheliche Kind des röm. Soldaten Pantheras sei. Darüber hinaus wird gesagt, dass Jesus fünf Jünger gehabt habe und am Vorabend des Passahfestes gehängt wurde. Eine bedeutende Aussagekraft hat diese Quelle jedoch nicht, da sie polemischen Charakters ist. Die Existenz Jesu wird aber nicht bezweifelt. Diese Quelle zeigt, dass es einen Jesus gegeben haben muss, der aber nicht der erwartete Messias der Juden ist.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


Ähnliche Themen
Außerbiblische Quellen
Vertrauenswürdige Quellen
Objektive Quellen
Koranwunder Quellen...
Die Quellen zum Leben Mohammeds
Unterschiedliche Kenntnisse und Quellen
Tatsachen - Zitate - Quellen
Biblische Quellen vom Vatikan
Genau Quellen
Biblische Quellen