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| Das alles ist nicht kompatibel und ich weiss nicht, wie man's ändern kann. |
Ist diese "Inkompatibilität" der Meinungen nicht vielleicht nur ein charakteristischer Zug unserer Zeit, etwas, dass uns Menschen unsere nächste große Aufgabe in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit zeigt? Ich meine, hat es schon einmal eine Zeit gegeben, in der die Menschen soviel Wissen zur Verfügung hatten wie heute - und sich paradoxerweise trotzdem so wenig gegenseitig verstanden haben? Ich muß spontan an die babylonische Sprachverwirrung denken. Irgendwie scheint mir das ähnlich zu sein. Wir reden zwar (in Worten) dieselbe Sprache - und verstehen uns trotzdem nicht. Warum ist das so? Und: kann bei der Menge des Wissens und der Erfahrungen, die ein einzelner Mensch heute anhäufen kann, noch davon ausgegangen werden, dass wirklich alles, was er denkt, oder auch nur die zentralen Punkte seines Wissens falsch sind? Ist es nicht offenkundig, dass die Unfähigkeit, sich über die Grenzen des eigenen Denkens hinwegzusetzen und sich für die Einsichten und die Geisteshaltung des anderen zu öffnen, weit einflußreicher ist, als irgendwelche Fehler, die vereinzelt im Gedankengebäude wohl jedes Menschen zu finden sind?
Liebe Grüße,
Herzlich
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