Meditation


Hi!

Worüber man meditiert ist doch eigentlich ziemlich egal. Die Grundlagen, wie man zum Beispiel die Ruhe ertragen kann, etc. kann man doch lehren ohne bestimmte Formen vorauszusetzen, oder nicht?
Ich meine, ich versuche es auf eigene Faust, und ich kann nicht sagen, dass mir verschiedene Formen aufgefallen sind. Jeder erlebt das auch anders, denke ich.

Liebe Grüße,
Branwen
Auch Hi!

Meditation gab es schon lange, bevor Menschen sich über Meditation austauschen konnten, bevor sie Lehrsysteme entwickelt haben, bevor man Meditation lehren konnte. Meditation gehört zum Menschen dazu, jeder tut es, auch wenn er es vielleicht gar nicht weiß, dass er es tut.

Aber es gibt schon verschiedene Formen der Meditation, z.B. Bewegungsmeditation, dazu würden auch Jahreszeitfeste gehören (wenn die Frauen trommelnd ums Feuer tanzen und vielleicht die Göttin Branwen anrufen!), oder auch die Sufitänze, oder Atemmeditation, oder Mantras, also das Anrufen der Namen Gottes, dazu gehört aber auch der Rosenkranz und so weiter und so fort. Es gibt sehr viel verschiedene Formen.

Aber das alles sind Techniken. Manchem Menschen liegt die eine Technik, dem anderen Menschen liegt die andere Technik. Nach meiner Auffassung kommt es darauf nicht an.

Entscheidend ist vielmehr, dass ich mithilfe der Meditation in einen anderen Bewusstseinszustand gerate, der übrigens auch meßbar ist, darüber gibt es Studien.

Wie ich nun wiederum diesen anderen Bewusstseinszustand bezeichne, ist auch wieder Geschmackssache. Die einen sagen: Leere, Nichts, die anderen sagen, ich löse mich auf in Gott, ich gehe auf im Kosmos, in der Liebe Gottes oder oder oder

Dieser andere Bewusstseinszustand, die tiefe Meditation, ist nicht zu beschreiben, er entzieht sich den Worten, die Wirkungen jedoch sind naturwissenschaftlich messbar, z.B. höhere Leistungen, bessere Gesundheit usw.

Das Beste in meinem Leben ist die tägliche Meditation, ich wüßte nicht, ob ich noch ohne leben könnte.

Liebe Grüße
Inanna
(auch eine Göttin!)
Hallo,

interessant, Eure Diskussion zu verfolgen. Soweit es mir bekannt ist, heißt Meditation Gedankenstille. Dorthin zu gelangen gibt es sicher verschiedene Wege. Und was dahinter steht, ist doch, dass wir dadurch in´s Hier und Jetzt kommen, frei von Prägungen, offen für das Göttliche, für unsere innere Stimme, für das, was unsere Seele möchte.

Liebe Grüße
Rosenduft
hm Gedankenstille hab ich jeden Tag ^^
in der schule
zuhause
ich nenne es auch null-bock-phasen. ich sitze auf meinem bettrand und starre ins leere, denke ins leere..... hm lustig.. ich mach automatisch meditation jeden tag ohne zu wissen das es meditation ist ^^
Hallo Nikolai,

wie Rosenduft schreibt, löst Meditation Prägungen und Konzepte auf. Kann das Dein Nullbock-aufdemBettrandsitzen-insLeerestarren-Zustand auch?
Oder bewirkt er das Gegenteil?

Inanna
Interessantes Thema

Ich wollte schon sehr lang einmal Meditation versuchen, irgendwie wusste ich aber nie "wie". Am Montag habe ich es das erste Mal versucht. Wir waren insgesamt zu dritt. Aber ich kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll? Erst ist mein Bein eingeschlafen und dann hab ich es nicht geschafft meine Gedanken aus dem Kopf zu bringen. Die beiden anderen haben gemeint ich sollte sie einfach ziehen lassen, mich auf ein Mantra konzentrieren. Aber WIE ich würde gern wissen wie ich es schaffen kann meine Gedanken nicht "tiefer" zu denken und sie ziehen zu lassen?

Wäre für jeden ernst gemeinten Ratschlag dankbar, Mira
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Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur,
die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.


www.christuslicht.net
Liebe Mira,

zuerst ist es wichtig, dass man eine Körperhaltung einnimmt, mit der man stundenlang sitzen kann, ohne dass einem das Bein einschläft. Die buddhistische Haltung mit den eingeschlagenen Beinen ist nicht jedermanns Sache, man muss sie von klein auf (oder sehr lange) einüben. Wichtig ist beim Meditieren der gerade Rücken, der sich von alleine trägt. Ich sitze auf einem Stuhl, achte darauf, dass von den Beinen abwärts immer 90° Winkel sind, also gerade Oberschenkel, gerade Unterschenkel, die Füße gerade. Die Füße sollen ungefähr eine gute Handbreit auseinander stehen. Kipple dann ein bißchen auf dem Becken hin und her und nimm eine Haltung ein, wenn das Becken leicht nach vorne gekippt ist. Achte auf gerade Schultern, lege die Hände auf die Oberschenkel wie die ägyptischen Pharaonen, halte den Kopf so, als wolltest Du weit in die Ferne schauen, nimm das Kinn ein bißchen zurück, so dass die HWS gerade ist.

So. Auch diese Haltung musst Du üben. Die erste Übung, bevor es ans Meditieren geht, ist dann, alle Muskeln zu lockern, beginnend an den Fersen, dann aufsteigend, stell Dir vor, ein Strahl göttlichen Bewusstseins gleitet beginnend von den Füßen durch Deinen Körper und erfüllt ihn mit Licht. Dabei lösen sich - meistens - die Verkrampfungen.

Dann kommt es darauf an, welche Art von Meditation Du ausüben willst.

Zur Gedankenleere. Die gelingt uns Westlern erstmal nicht. Ich habe jahrelang täglich Stunden geübt, bis ich es ansatzweise manchmal konnte.

Aber Du solltest das auch nicht erzwingen. Lass einfach alles fließen. Sieh zu, was da geschieht in Deinem Kopf. Ich stelle mir vor, ich sei ein großer massiger Berg, an dem die Wolken vorbeiziehen. Ich stehe hier schon seit Millionen Jahren und sehe zu, was geschieht. Ich habe alle Zeit der Welt, nichts berührt mich.

Die Wolken ziehen an mir vorbei wie meine Gedanken. Ich sehe zu, beobachte, was für Wolken, Gedanken da kommen. Ah ha, der letzte Konflikt mit meinem Liebsten ist gerade präsent? Ah ha. Ich bin der Berg, die Gedanken ziehen.

Komm dann immer wieder auf die Beobachtung des Atems zurück, oder sage ein Mantra. Dann schweifen die Gedanken wieder ab. Beobachte sie. Wenn Du merkst, dass Du wieder bei Deinen Gedanken bist, dann sei wieder der Berg oder sei im Atem oder im Mantra. Lass alles fließen, wie es fließt.

Dieses Geschehenlassen dessen, was geschieht kann zur reinen Wonne werden.

Probier es. Üb es. Hör nicht auf, wenn es nicht gleich klappt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich am Anfang Muskelzucken hatte, alles tat mir weh, vor allem der Rücken, ständig war ich in Gedanken bei der Uhr, wie lange muss ich denn noch?

Heute kann ich Stunden sitzen in Meditationshaltung und bin weit weg im reinen Glück.

Es lohnt sich, glaub mir das.

Inanna
Vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort, liebe Inanna

Ich werde auch nicht aufgeben, am Montag gehe ich wieder hin und sobald ich auch privat einen Ort finde ,an dem ich in Ruhe sein kann, werde ich es auch dort alleine versuchen.
Deine Ratschläge werde ich beherzigen und ich danke dir wirklich sehr für deinen ausführlichen Text. Es hat mich bestätigt in meinem denken, dass es einfach etwas mehr Zeit braucht dazu. Die werde ich mir auch erlauben.

Dankeschön, es grüßt dich ganz lieb die Mira
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