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Liebe Jane,
ja, das ist eine der großen Fragen dieser Welt.
Für mich gilt folgende Geschichte:
Gott, der die absolute Vollkommenheit ist (was Entwicklung ausschließt) wollte sich dennoch entwickeln, verändern.
Lichtwellen (Gott) durchströmten das All und schufen die Formen, alle Formen, alle Energien, alle "Materie".
Abgetrennt von Gott wurden seine Lichtfünkchen in Körper versenkt, sie waren die Seele der Menschen (und vielleicht auch aller Lebewesen). Sie waren abgetrennt von Gott und doch waren sie auch die Verbindung mit Gott.
Und die Lebewesen, die Menschen, machten unendlich viele Erfahrungen, und die Seelen machten diese Erfahrungen mit in unendlichen Formen und Gestalten.
Und Gott, denn letztendlich ist für mich alles Gott, nahm teil an den unendlichen Erfahrungen des Lichtes in der Materie. Und veränderte sich. Gott entwickelte sich. Gott braucht zu seiner Entwicklung uns Menschen, mich. Und wir haben das Ziel, irgendwann am Ende des Tanzes der Formen wieder zu münden in Gott.
So wie das Bächlein zum Fluß wird, an schroffen Berghängen, an lieblichen Weiden, an großartigen Städten vorbei fließt, vielleicht auch an stinkenden gedüngten Feldern, an Fleischfabriken, an Chemiefabriken mit scheußlichen Abwässern und ins Meer mündet, sich dort auflöst in etwas Größerem.
Das ist mein Glaubensbekenntnis. Und falls es stimmt, dann war und ist immer nur Gott. Du bist Gott, ich bin Gott, das Glas, aus dem ich trinke ist Gott, meine Katze ist Gott. Es gibt nichts anderes. Nur den Tanz der Erscheinungen, mit dem wir mitanzen können, oder von dem wir gebeutelt werden ...
Schwer zu verstehen? Ich hab ja auch jahrzehntelang daran herumgebastelt.
Inanna
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