Drei Frösche


Es waren einmal drei Frösche, die fielen in ein Faß Milch.

Als sie nicht wieder herauskonnten, war einer unter ihnen, der sagte: "Ach, wir werden schon irgendwie wieder herauskommen, wir warten einfach ab, bis jemand kommt." Er schwamm so lange herum, bis seine Atemwege von der Milch verklebt waren. Dann ging er unter.

Der zweite sagte: "Man kann ja überhaupt nichts machen!" und ging gleich unter.

Der dritte sagte: "Wollen wir doch strampeln. Man kann nie wissen." Und so strampelte er stundenlang. Plötzlich spürte er Festes unter seinen Füßen. Er hatte aus der Milch Butter gestrampelt. Nun kletterte er auf den Butterkloß und sprang hinaus.

L ernen wir aus diesem Beispiel die zweite Wahrheit: Gott will gewiß nicht, daß wir nur untätig dasitzen und alles ihm überlassen. Er hat uns einen Verstand gegeben, der verschiedene Möglichkeiten denken und Chancen abwägen kann.
_________________
"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Als moderner Mensch habe ich mich umgeschaut und bin den drei Fröschen überall begegnet und meine Fantasie ist in die Frosch erfüllte Milch getaucht.....

"Wir sind hier schon richtig, was wollt ihr denn raus?
Es ist ein wunderbares Gefühl, in Milch zu baden. Die Prinzessinnnen tun das, weil es die Haut so schön machen soll, seht doch!"

"Aber ich denke nicht, dass dies der rechte Ort ist, um unseren Laich reifen zu lassen. Ausserdem soll die Küchenmagd nicht Vegetarierin sein, sie wird uns die Beine abreißen und wenn diese nicht mehr nach wachsen wird man uns in den Müll schmeißen wo wir elendiglich verrecken müssen."

"Ein Frosch ertrinkt so wenig wie ein Fisch. Ich schlage vor, wir preisen Gott und singen"

Dieser Vorschlag gefiel allen hervorragend und sie sangen aus Leibeskräften.
Die Milchkanne stand aber in einem Labor des eidgenössischen Lebensmittelinspektorats und der zuständige Laborant hatte nun wirklich erst mal die Aufgabe, zu untersuchen, wie denn die Frösche in diese Milch geraten wären und das untersucht er heute noch.
Und die Frösche singen:
"Wir preisen Gott, der uns in diese herrliche Milch gesetzt"
"Er wird uns erretten wenn die Zeit gekommen ist"
"In Milch zu strampeln nützt nicht, erst wenn der Bauer uns mit der Sahne abgeschöpft, kann die Sahne zu Butter gestrampelt werden, also singt Brüder singt, dass man uns in den Teich wieder bringt".

Der Laborant verstand überhaupt nichts ausser: "Quack, Quekekekekek, Quirrrrrrr, Quaaaack" und etwas anderes hatte er auch nicht erwartet.
Die Frösche lebten weiter glücklich im Labor und wurden nicht verzehrt, noch wieder in die Freiheit gesetzt. Am glücklichsten war jener, der einfach nur Gott pries, der ihn in die herrliche Milch gesetzt, denn er erwartete nichts weiter.

Ach, eine Moral gehört ja dazu:
Was immer Du tust, sei glücklich dabei.
_________________
Zu zweit ist das Singlesein viel schöner
egal ob es etwas außerhalb der Raumzeit gibt.