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Schönheiten der Welt genießen












Ein Menschenleben reicht nicht aus, um die Schönheiten der Welt zu genießen. Wohl wahr.

Was mir bei deinem Posting auffällig: Du schaust mehr auf die Dinge, die trennen, weniger auf das, was vereint. Du distanzierst dich von Meinungen anderer, ohne zu bedenken, dass wir jeder nur ein Teil des Ganzen sind, jeder nur seinen eigenen kleinen Beitrag von seinem persönlichen Standpunkt aus dazutun kann, damit das Bild vollständig wird.

Die Wissenschaftler haben recht, die Nicht-Wissenschaftler haben auch recht. Mir geht es aber gar nicht ums Rechthaben, sondern ich möchte VERSTEHEN, mich, andere, das Leben...

Das kann ich nur, wenn ich mit anderen kommuniziere, wenn ich mich austausche mit jemandem oder etwas, wenn ich an die gemeinsame Basis, die Grundlage von allem, anknüpfe und mir das Spezielle anschaue, wenn ich lebe und erlebe.

Wenn man erkennt, wie das eigene Gehirn funktioniert, dann ist man in der Lage, diese vorgeschriebenen Denkmuster zu verlassen und kann sich frei entfalten. Das Denken in Schienen hört auf. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf etwas ganz Bestimmtes und der Hintergrund verblasst. Ein anderer sieht etwas anderes und wenn wir nicht mit ihm darüber sprechen, haben wir keine Chance, es ebenfalls zu erkennen. Wer sollte uns auch darauf aufmerksam machen?

Wenn wir nur die achten, die alles so sehen, wie wir selbst, werden wir keinen Schritt weiter kommen. Erst die anderen, mit ihren anderen Sichtweisen, bringen uns auf andere Gedanken.

Die Wahrheit ist die Wahrheit und kann als solche von allen gleich erkannt werden. Das was wir als unterschiedlich empfinden sind vielleicht nur Begrifflichkeiten, Ausdrücke, Missverständnisse. Wir sprechen unterschiedliche Sprachen, nehmen unterschiedlich auf - und doch gibt es eine gemeinsame Basis. Wir können einen anderen Menschen tief berühren ohne ihm ein Wort zu sagen.

Es gibt also etwas jenseits aller Befremdlichkeiten, jenseits von allem, was uns voneinander unterscheidet und trennt.

Wir vergehen ins Nichts. Ich weiß nicht, was dieses *Nichts* für deine Mutter bedeutet, aber für manche bedeutet es, dass wir in den universellen Raum zurückkehren, heimwärts zu Gott, wir lösen uns auf in etwas, das größer ist als wir selbst, so wie ein Glas Wasser ins Meer gegossen wird und immer noch Wasser ist.

Ich denke auch, dass wir diesen Körper zwar achten und pflegen sollen, aber er ist nicht das Wichtigste an uns, sondern nur ein Transportmittel, ähnlich dem Auto. Es ist vielleicht toll Schönheitswettbewerbe und Bodybuilding-Meisterschaften zu gewinnen, aber solche Siege bringen uns nicht wirklich weiter. Der Körper vergeht, schön oder hässlich, gesund oder krank, jung oder alt. Er ist nicht unwichtig oder weniger Wert, ganz im Gegenteil, aber er ist nicht das, worauf wir unser Haus bauen sollten, unseren Baum pflanzen und unseren Sohn zeugen. Die Toten bezeugen, dass wir uns eines Tages von dieser Form trennen werden. Was danach kommt, kann niemand wissen. Nahtoderfahrungen, Licht...und danach? Niemand weiß das. Der Tod des Körpers ist die menschliche Grenze und der Beginn des Glaubens, der Hoffnung und des Vertrauens. Siegt unsere Angst oder siegt die Liebe? Halten wir an unserem logisch-strukturiertem Menschenverstand fest oder lassen wir das unglaubliche Wunder zu? Hier entscheidet sich alles und es ist immer Jetzt.
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