Hirntoter Mensch


Hallo joan,

Zitat:
Warum machen dann hirntote Menschen spirituelle Erfahrungen und haben vollständige Erinnerungen daran?

Hirntoter Mensch = Alle Zellen des Gehirns sind ireversibel funktionsunfaehig (fuer immer).
Ein solcher Mensch ist noch nie ins Leben zurueckgegehrt.
Was du meinst sind Mernschen, die "Nahtoterlebnisse" hatten. Diese Menschen sind eben nicht tod, sondern deren Gehirn, an einer Sauerstoffunterversorgung leidend, produziert Halluzinationen und andere ireale Wahrnehmungen.

Zitat:
Warum sollte sie nicht weiter existieren? Natürlich werden immer wieder Menschen geboren, aber wer sagt denn, daß das nicht immer wieder die gleichen Seelen sind? Die Reinkarnationsforschung zeigt doch, daß wir nicht nur einmal auf der Erde sind...

Es gibt keine Reinkarnationsforschung.

Zitat:
Würden wir danach nicht weiterleben, wäre unsere physische Existenz sinnlos.

Keineswegs. Jeder Atheist wird dir das Gegenteil bestaetigen.

Zitat:
Man muß das aus einer anderen Perspektive sehen: Wir sind im Grunde nichtphysische Wesen und die physische Realität ist so etwas wie ein Besuch auf einem Abenteuerspielplatz. Wir sind hier, um Erfahrungen zu sammeln und etwas zu lernen.

Dieses ist eine Behauptung, die ebensowenig beweisbar ist, wie das du in Wirklichkeit fliegen kannst wie Superman. Und sie ist ebenso warscheinlich, wie das morgen die Welt untergeht.
Das wir im Grunde physische Wesen sind ist beweisbar.
Und das wir keine nichtphysische Wesen sind, wurde schon vor ueber 2000 Jahren widerlegt.
Ubrigens heist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit diesem Thema beschaeftigt erkenntnistheoretische Philosophie und geht bis auf die alten Griechen zurueck.

Zitat:
Achja, die Evolution - hoffnungslos überschätzt. Hast du dich jemals gefragt, warum auf der einen Seite alle Wesen der Erde perfekt(!) an ihren Lebensaum angepaßt sind, während der Mensch im Grunde eine Fehlkonstruktion ist? Wackelig auf zwei Beinen, lange abhängig von der Mutter, kein Fell, keine Reißzähne, keine Klauen, empfindlich gegenüber Hitze und Kälte....

Entschuldige bitte, aber hast du dir einmal unsere haustiere angesehen?
Fast alles Zuechtungen, also Mutationen. Genau das ist ein wesentlicher Bestandteil der Evolution.
Die Argumentation Mensch als Fehlkonstruktion funktioniert auch nicht. Denn der Mensch hat sich optimal an alle Lebensraeume angepasst. Naehmlich durch sein Grosshirn gekoppelt mit dem aufrechten Gang. Dieses erlaubt ihm in allen Lebensraeumen, sogar im All zu ueberleben.
Seine Vorfahren haben sich durchaus an Lebensraeume angepasst, und unterlagen nachweislich auch der natuerlichen Auslese, so wie alle Lebensformen

Zitat:
Es gibt zwar ohne Zweifel eine horizontale Evolition, aber offensichtlich keine vertikale. Ein Stein wird keine Pflanze, eine Pflanze wird kein Tier, ein Tier wird kein Mensch.

Der Mensch gehoert zur Gattung der Primaten, der Menschenaffen.
Genetisch stimmt der menschliche Genpool mit dem des Schimpansen zu 99% ueberein.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23381
Falls vertikal heisst:Stein - Pflanze - Tier - Mensch, so muss ich wiedersprechen:

Stein -> Pflanze: die Reproduktion von Leben aus toter Materie ist bekannt. Dazu sehr interessant
Iris Fry, 'The Emergence of Life on Earth: A Historical and Scientific Overview.', Rutgers University Press, 2000, ISBN 0813527406
Sven P.Thoms, 'Ursprung des Lebens', S.Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main, Juni 2005, ISBN 3-596-16128-2
Harald Lesch/Jörn Müller, 'Big Bang,zweiter Akt. Auf den Spuren des Lebens im All', Wilhelm Goldmann Verlag, München August 2005, S.29-84,124-175,409, ISBN 3-442-15343-3
Michael Wächter, 'Stoffe, Teilchen, Reaktionen', Verlag Handwerk und Technik,Hamburg 2000, S.133-138, ISBN 3-582-01235-2
Leslie E.Orgel, 'Der Ursprung des Lebens', in: Spektrum der Wissenschaft Spezial 3: Leben und Kosmos, Verlag Spektrum der Wissenschaft 1995

Pflanze ->Tier : Auch diese Stufe ist bekannt, wurde reichlich beschrieben und ist an vielen Fallbeispielen nachpruefbar. (z.B. Pilze)

LG
Martin