Tu Gutes, geh einkaufen! Öko-Shopping die Macht der Verbrauc


Ein Gespenst geht um in Europa. Und wie so vieles kommt es aus Amerika. Gemeint ist eine neue Konsumentengruppe, die die Marktforscher „Lohas” getauft haben. Das steht für „Lifestyle of Health and Sustainability” und bezeichnet eine Öko-Bohème, deren Leben sich vor allem um Nachhaltigkeit und Gesundheit dreht. Bei Lebensmitteln, Kleidung, Kosmetik und Einrichtungsgegenständen achten die Lohas auf die Umweltverträglichkeit der Produkte und auf gerechte Fertigungsbedingungen. Aber eben auch auf Genuss. Die Korrektheit soll auch Spaß machen.

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Die Lohas haben sich in den USA, ihrem Mutterland, längst zu einer Massenbewegung entwickelt. An ihrer Spitze viele Prominente, denen Umweltbewusstsein derzeit als Top-Accessoire gilt. George Clooney fährt einen Toyota Prius mit energiesparendem Hybrid-Antrieb, Brad Pitt rüstet seine diversen Villen auf Solarenergie um und Madonna löffelt den Honig der deutschen Bio-Marke Alnatura. „Being green doesn’t mean grim”, titelte das amerikanische Hochglanz-Magazin „Vanity Fair” unlängst. Und Julia Roberts lächelte dazu vom Cover.

Wie viel Interesse an der Nachhaltigkeit bei den Prominenten wohl übrig bliebe, wenn der Genuss wegfiele, ist spekulativ. Lohas sind nämlich Pragmatiker, keine Idealisten. Im Gegensatz zu den Umweltbewegten der 80er Jahre, die dem Kapitalismus insgesamt skeptisch gegenüber standen, finden die Lohas Einkaufen super. Konsum an sich ist für sie nicht böse, es kommt nur darauf an, was man kauft. Und wo.