Hormone als Ursache


Hallo Ihr,

ich kann immer gar nicht so gut verstehen, weshalb es Menschen gibt, die sklavisch der Naturwissenschaft glauben.

Alle Wissenschaften, auch die Naturwissenschaft, sind je eine! Möglichkeit der Erkenntnis. Haben wir nicht ununterbrochen Hinweise darauf, wie sehr sich auch die Naturwissenschaft täuschen kann? Immer wieder muss man doch irgendwelchen Phänomenen andere Theorien überstülpen. Und so geht ja auch der Erkenntnisprozeß:
Beobachten
Theorien entwickeln
diese dann an den Phänomenen überprüfen
beobachten usw.

Wir hatten schon bewiesen, dass sich die Sonne um die Erde dreht, welche abenteuerlichen Erklärungen hat die Physik hinter sich. Erinnert Euch an die Suche nach dem kleinsten Baustein.

Leute! Wollt Ihr wirklich ein so zentrales Thema wie mein Leben, der Sinn in meinem Leben, Gott und Tod der Naturwissenschaft anvertrauen? Also, ich habe den Mut nicht. Ich will mir sicher sein und Sicherheit ist in meinem Inneren und nicht in den Wechselfällen des äußeren Lebens, z.B. in den Naturwissenschaften.

Vielleicht müssen wir alle wirklich akzeptieren, dass wir nichts wissen - und für mich bedeutet das, dass ich mich nur auf mein Innerstes Selbst verlassen kann. Aber ich weiß schon, dass das nicht jeder kann.

Zu den Nahtod-Erfahrungen. Vor mehr als 20 Jahren hat Moody als erster (Arzt!) darüber geschrieben, dann kam Kübler-Roß. Kürzlich gab es eine Studie in England über diese Erfahrungen.

Man kann da viel streiten. Übrigens Hormone als Ursache sind wohl wirklich auszuschließen. Aber egal. Dies gehört - wie die Erfahrungen in der Meditation - zu den Dingen, die eben nicht erfassbar sind durch die Naturwissenschaft. Das heißt doch aber nicht, dass es sie nicht gibt. Das heißt doch nur, dass die Naturwissenschaft nicht das geeignete Instrument zur Erforschung dieser Phänomene ist.

Ihr, die Ihr die Naturwissenschaften zu Eurem Glauben erhoben habt, Ihr könnt doch nicht hergehen und die Erfahrungen von Millionen Menschen seit Anbeginn aller Zeiten einfach vom Tisch wischen! Jede Kultur hatte ihre Totenbücher und die Berichte in diesen Totenbüchern über Jahrtausende hinweg und über viele Kulturen hinweg ähneln sich.

Und wenn Ihr mal mit Sterbebegleitern sprecht: auch sie machen immer wieder dieselben Erfahrungen in ihrer Arbeit: dass sich das Bewußtsein weitet, je näher man dem Tod kommt. Das bedeutet doch was, das kann ich doch nicht einfach den Naturwissenschaften opfern.

Wir wissen nichts. Ich weiß auch nicht, wie es sein wird nach dem Tod. Aber ich verlaß mich in dieser wichtigen Frage, die mein Leben bestimmt, nicht auf irgendwelche Wissenschaften. Mir sind die Menschen mit ihren Erfahrungen viel wichtiger. Und noch wichtiger ist mir mein eigenes Inneres.

Auch wenn das alles gar nicht naturwissenschaftlich, sondern halt nur empirisch ist. Mir egal.

Inanna