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lDass Menschen Kriege führen? Dass Menschen Waffen herstellen, Bomben, Granaten, Gewehre, Gas? Dass sie daran arbeiten bessere, schnellere und sauberere Waffen herzustellen – wissen sie denn nicht, dass diese Waffen Menschen töten werden? Wie ist das möglich, dass Menschen in den Krieg ziehen? Dass sie tatsächlich losgehen, in ein Land, dass nicht ihnen gehört, um etwas zu erreichen, was sie Fotomontage von Gabi Finck "Krieg"sich in den Kopf gesetzt haben zu erreichen? Wie ist es möglich, dass Menschen andere Menschen wie Tiere zusammenpferchen, wie minderwertiges Leben behandeln, auf andere Menschen herabschauen, als seien sie des Lebens nicht würdig? Wie kann ein Mensch im Gegenüber den Menschen übersehen? Ihn gar nicht mehr als Mensch wahrnehmen?
Ein Messer nehmen, und den Hals durchtrennen, dem Kind ins Gesicht treten, die Frau vergewaltigen? Wie kann ein Mensch Bomben auf ein Land werfen? Wie geht das, dass er den Befehl „Schießen!“ geben kann, zu wissen, dass dieser Schuss Menschenleben kostet? Wie kann ein Mensch Das Verhängnis (Paul Weber)den Befehl „Schießen!“ befolgen, ahnt er denn nicht, was eine Bombe anrichtet? Wie kann das sein? Dass Menschen wissen, dass ein Krieg schrecklich ist, und dass sie dennoch in den Krieg ziehen? Wissend, dass sie dort Menschen töten werden? Wie geht das, dass man weiß, dass Waffen zum Töten da sind, Bomben zum Vernichten, Panzer für den Krieg – wie kann man das alles wissen, und dennoch Waffenrüstung verlangen? Dennoch weiter Armeen aufbauen? Dennoch der Armee beitreten? Wie geht das, dass man „ja“ und „amen“ sagt, dass man das Vorgekaute runterschluckt, dass man Lügen einfach einatmet und für wahr nimmt? Wie kann man in den Krieg ziehen? Wie kann man jemandem zujubeln, der einen Krieg propagiert, der einen Krieg führt? Auf dessen Befehl Tausende in den Krieg ziehen um –schlimmer noch- Abertausende zu töten? Wie kann man Parteien wählen, die für den Krieg sind und für den Aufbau von Armeen – sieht man denn den Zusammenhang zwischen Rüstung und Mord nicht?
http://www.mondamo.de/krieg2.htm
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Und wenn man im Krieg ist, dann spielt nichts mehr eine Rolle, der Mann gegenüber, der hat kein Gesicht mehr, der ist nur eine Ziffer auf dem Papier. Ein Toter mehr. Eine Familie weniger. Was macht das schon. Die Angst, selbst getroffen zu werden, macht einen wahnsinnig. Man will doch noch nicht sterben. Man hat doch noch sein Leben zu leben. Also schifotomontage von john heartfieldeß, kleiner Soldat, schieß um dein Leben, schieß alle Menschen um dich tot, denn das ist ja deine Aufgabe. Mann um Mann, Leben um Leben. Ratter tatter, ratter tatter. Tot. Man schießt und tötet nicht mehr in dem Bewusstsein, nun ein Menschenleben auszulöschen; man rettet nur noch sein eigenes. Soldaten sind Mörder! Soldaten ziehen in den Krieg um zu morden, keine andere Aufgabe haben sie, als zu morden, im Auftrag derer die sie geschickt haben. Sie sollen nicht denken, nicht in Frage stellen. Sie sollen nicht zweifeln, sie sollen nur schießen. Wenn sie dann heulend und schreiend am Straßenrand verrecken, dann rufen sie die Mutter, die nicht da ist, sehnen sie sich nach der Freundin, die weit weg ist. Verfluchen womöglich noch denjenigen, der sie verwundet hat. Der, der sich verteidigen musste, weil er nicht seine Familie verlieren wollte, weil ihm sein Leben zu schade dafür war, dass einfach jemand kommt, um es ihm zu nehmen. Ein Krieg führt immer ins Verderben. Selbst die Sieger sind die Verlierer und sie führen Siegesmärsche auf, als gäbe es all die Toten nicht, die für diesen Sieg ihr Leben lassen mussten: die Toten, die kämpften, und die Bekämpften, die nun tot sind. Der soll nicht jammern, der in den Krieg zog, um töten zu lernen! Wie geht das nur, dass der Mensch so unmenschlich sein kann? Unmenschlich ist es nicht erst dann, wenn der Krieg beginnt – es ist schon Schande und Warnzeichen genug, wenn man sich freiwillig dem Kriegsdienst meldet, den Dienst an der Waffe nicht verweigert.
Wenn jemand sagt, der liebt Waffen, auch wenn er sie nicht benutzt, benutzt eine Ausrede.
Waffen sind zum Töten da.
Dazu sind sie hergestellt und wer davon begeistert ist, wartet auf eine Gelegenheit.
Auch wenn er es vor sich selbst nicht zugibt.
Solange es Waffen gibt, wird der Wunsch da sein, sie in Gebrauch zu nehmen.
Ein Grund findet sich immer.
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| Zitat: |
| Vielleicht weil man Zeitungen wie BILD liest und weil man außer dem alltäglichem Fernsehprogramm keine Bildung kennt. Weil man vielleicht die Verbildung gar nicht erst bemerkt. Weil man den Sprüchen der CDU glaubt, und denen der SPD. Wahrscheinlich weil man nicht gelernt hat zu denken, weil es ohne Denken leichter geht. Wenn man nicht nachdenkt, muss man nichts begreifen, wenn man nichts begreift, kann man ja nichts wissen, und wer von alledem nichts gewusst hat, der kann doch nicht schuld sein? Vielleicht, weil man gerne den Lügen glauben schenkt, weil man gerne in Illusionen lebt, weil es sich ohne zu denken leichter lebt. Weil man kein schlechtes Gewissen haben muss. Weil es ja Pflicht ist, als Soldat in den Krieg zu ziehen – wie sollte man da noch „nein“ sagen können? Weil man sich gar nicht ausmalen will, was Krieg eigentlich bedeutet, und weil das eigene Wohl ja immer noch am wichtigsten ist. Weil es ja nicht die Freunde sind, die man umbringen muss, maximal deren Verlust muss man einheimsen, und für den gilt es sich sicher zu rächen, noch weiter, noch länger, noch stärker den Feind bekämpfen. Man zieht in den Krieg, weil es schon seine Richtigkeit haben wird. Hat man denn eine Wahl? |
Gute Seite
Krieg heißt: keine Arbeit, um Geld zu verdienen,
kein Geld, um einkaufen gehen zu können,
keine Kaufhalle ist geöffnet, um sich Lebensmittel zu besorgen
es ist Chaos, Anarchie,
sie treten dir die Tür ein und du hast keine Hilfe, weil jeder Mensch dich ausrauben kann, weil dich jeder , der dir entgegenkommt, dich umbringen kann, weil alle Kinderheime, Altenheime, psychiatrischen Anstalten geschlossen sind und alle, die durchdrehen, auch auf der Straße herumlaufen. Vielleicht wirft dich jemand aus deinem eigenen Haus und du kannst nichts machen. Kinder und Alte laufen verwirrt auf der Straße herum und wissen nicht, was sie tun sollen. Die Menschen und die Tiere schreien vor Hunger. Selbst die Zoo-Tiere laufen überall herum, wenn man sie nicht vorher schon erschossen hat. Du bist dir deines Lebens nicht mehr sicher und jeder Mensch, der dir entgegen kommt, kann dein Mörder sein. Der Hunger zerfrißt deine Eingeweide und du weißt nicht, wozu du in der Lage bist, in deiner Not. Die Kälte bringt dich um, weil du nichts zum Heizen hast, der Hunger bringt dich um und die Qual ist lang. Du bist vor nichts geschützt und und auch vor niemandem. Jeder kann zur Bestie werden und du weißt nicht, was morgen ist. Die Massen-Depression nimmt zu und das Elend schreit mehr als zum Himmel.
Wer nicht genügend Fantasie hat, der schaue sich die Bilder aus den Krisenregionen an und überlege mal, weshalb und wieso das nie wieder kommen darf.
Aber der Mensch ist noch in seinem Ursprung durchdrungen von Aggressivität, sonst würde er nicht töten.
Wie sang Marlene Dietrich: Wann wird man je verstehn ?
Wacht lieber auf, ehe das auf Euch zurollt. Schaut dahin, wo Leute leben, die sich seit Jahrzehnten im Kriegszustand befinden.
Bei dem Waffenarsenal, das auf der Welt vorhanden ist - da heißt es, sich alles gut zu überlegen.
Trotzdem sollte man immer in der Hoffnung leben, sich aktiv dagegen stellen und: wie sagte jemand: ich träumte, es war Krieg und keiner ging hin.
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In allen Diskussionen über Gewalt und Krieg kommt früher oder später die siegesbewusste Aussage, dass "das" nun mal in der menschlichen Natur läge, der Mensch hätte schon immer Kriege geführt, es läge in seinen Genen, es sei eben einfach typisch, und daran sei nichts zu ändern. Abgesehen davon, dass somit alle konstruktive Diskussion im Keim erstickt wird, wird dennoch komischer Weise davon ausgegangen, dass "was immer war" auch "immer sein wird" - aber wer behauptet denn das? Wenn ich einen Menschen jeden Tag schlage, kann ich mich doch eines Tages entscheiden, dies ab HEUTE nicht mehr zu tun?
Aber dennoch - ich finde, dass man es sich sehr leicht damit macht, wenn man behauptet, dass Kriege führen eben menschlich sei. Woher der Glaube? Jahrhundert-alte Geschichte hätten uns nun genug Zeugnis über die dunkle Vergangenheit der Menschen geliefert? Selbst die Höhlenmalerein von vor mehreren tausend Jahren belegen die Agression und Gewaltbereitschaft unserer Vorfahren. Doch war das wirklich immer so? Was ist zum Beispiel mit den vielen friedliebenden Völkern dieser Welt? Kleine Gesellschaften wie die der Muria, der Madihá, der Pygmäen, der Trobriander oder auch die der Aboriginies führten keine Kriege, kannten größere Ausmaße an Gewalttätigkeit nicht, lebten schlichtweg friedvoll und glücklich... Der amerikanische Wissenschaftler James DeMeo hat herausgefunden, dass die menschliche Destruktivität mit dem Patriarchat auf die Welt kam. Es gibt keinen klaren Beleg für die Existenz patristischer Kulturen von 4000 v. Chr. - aus dieser weit entfernten Vergangenheit unserer Menschheitsgeschichte seien lediglich "einfühlsame und naturalistische Kunstwerke aus Felsenwänden und Töpfereien, wobei bevorzugt Frauen, Kinder, Tanz, Tiere und die Jagd dargestellt wurden" - keine archäologischen Befunde gäbe es allerdings für Chaos, Kriege, Sadismus und Brutalität. Auch der Übergang vom Matrismus (Weltfrieden!) zum Patrismus (Welt-Verwüstung?) geschah nicht einfach ohne Grund oder vielleicht doch durch den angeblich "urisch" menschlichen Egoismus des Menschen. Im Gegenteil Habgier und Besitz und somit Neid und Anlässe zur Feindschaft waren der "alten Welt" gänzlich unbekannt. Das Tauschen von Schmuck und anderen wertvollen Gegenständen diente lediglich der Kommunikation, des Pflegens von interkulturellen Beziehungen. (Vergleich dazu: Karl Polanyi: The Great Transformation) Nein, nicht das Böse im Menschen trieb ihn zu Raub und Krieg - sondern die nachweislich um 3500 v. Chr. auftretenen Veränderungen der Umwelt - nämlich die der Wüstenbildung. Dürrekatastrophen und die daraus resultierenden Hungersnöte verursachten den Zusammenbruch der sozialen und Familienbindungen über Generationen hinweg. Wenn es ums nackte Überleben geht gilt wohl fast überall das Recht des Stärkeren. Es kam zu einer konsequenten Entwicklung patristischer Haltungen, Verhaltensweisen und sozialen Institutionen (hier traten dann auch erstmals (!) die Trennung von Mutter und Kind auf, sowie Gewaltanwendungen gegenüber Frau und Kind - was zum Beispiel Genitalverstümmelungen anbelangt). Seitdem ist der Matrismus weitgehend verdrängt und der Patrismus hat gesiegt. Hat er?
>>> http://www.mondamo.de/ursachen_krieg.htm#typisch
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