|
|
|
Hallo Ana!
Also zunächst mal hat der Buddhismus die Reinkarnation nicht erfunden. Buddhismus hat sich vor 2600 Jahren aus den Hinduismus abgespalten. Ich nenne Buddhismus einen entmystifizierten Hinduismus. Bereits im Hinduismus gelten Götter nur als eine Täuschung. Die Wahrheit ist Brahman, das Eine ohne ein Zweites. Brahman schließt alles in sich ein. Der Buddhismus verzichtet von vorne herein auf die Dualität und sagt: da ist kein Gott (als eine abgelöste Wesenheit von Dir), Du selbst bist es, erkenne, wer Du wirklich bist, Du trägst alles in Dir.
Zweitens sind es gerade Wiedersprüche, die es zu vereinen gilt, das bringt uns näher zum Göttlichen, oder buddhistisch ausgedrückt zu dem, was wir wirklich sind. Meditationen, wie über das klatschen einer Hand nachzudenken, gehören im Buddhismus mit dazu. Warum nicht auch: es gibt einen Gott, den es nicht gibt.
Es ist einfach weitere Paradoxone aufzustellen:
Ich habe einen freien Willen. Gott ist allwissend. Gott kennt die Zukunft. Gott weiß somit wie ich handeln werde. Wo ist mein freier Wille?
Wichtiger als das, was eine Religion lehrt ist das, was sie schafft. Ohne alles buddhistische in Schutz nehmen zu wollen, bezeichne ich den Buddhismus als die friedfertigste aller Weltreligionen. Und der Dalai Lama ist auch ein Vorbild für Menschen anderen Glaubens.
|
|
|