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Liebe Kiki,
Deine Zitate sind spitze!
Wir alle wissen wirklich viel mehr als das, wovon wir wissen, dass wir es wissen.
Und meistens kommt das Wissen aus großer Tiefe dann, wenn wir den Kopf abschalten.
Wobei wir den Verstand nicht umsonst haben, den brauchen wir auch. Aber zu seiner Zeit.
Liebe Gabriele,
ich habe heute öfters an Dich gedacht: Tag der Entscheidung?
Danke für Deine lieben Worte. Ich habe viel mit Jugendlichen zu tun, aber so offen wie im Internet sind sie nicht. Und ich weiß, wie schlecht es ihnen oft geht, wie aussichtslos sie ihre Lage sehen. Deshalb schreibe ich Ihnen.
Und für mich schreibe ich, weil ich hier über Gott sprechen kann. Das kann ich im Beruf nicht so gut, da muß ich neutral sein, relativ sachlich. Und deshalb ist das hier wirklich ein Geben und Nehmen.
Und nochwas fällt mir dazu ein: als ich meine Krebs-Diagnose bekam, sagte mir ein spiritueller Arzt, Krebs ist der Kuß Gottes.
Das hat mich so bewegt damals. Ich habe - mit Mühen, mit Mühen! - meine Krankheit annehmen lernen, habe versucht, sie wirklich als Geschenk Gottes zu sehen (leicht war das nicht, wenn ich dran denke, kommen mir heut noch die Tränen) und bin gesund geworden. Ich habe gelernt, dass auch Krankheit und Schicksalsschläge die liebende Hand Gottes sein können. Aber ich gebe zu, es ist wirklich ein schwerer Weg. Aber dann!
Meister Eckhart weiß das auch: im Innersten Selbst sitzt der Funke Gottes. Darüber bin ich verbunden mit Gott, darüber kann ich Einswerden mit Gott. Und dieses Innerste Selbst, das ist das, was wir SIND.
Ach je, da philosophier ich wieder! Das tu ich nämlich ganz gern.
Ihr Lieben! Eine gute Nacht!
Inanna
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Aus meiner Quelle :
" Die Identifikation mit dem Ich und die Ichsphäre"
Der Mensch erlebt und betrachtet nicht nur sein Ich als zu ihm gehörig, sondern alles, was er in Besitz nehmen, was er sich einverleiben kann.
In Besitz nimmt er auf den unteren Stufen seiner inneren Entwicklung nicht nur materielle Güter, sondern auch Personen und geistige Güter wie seelische und geistige Gaben: Begabungen, Fähigkeiten (z.B. Intelligenz, Musikalität) , ferner Geburtsrecht, Vorstellungen, Ideen , eine ganze Weltanschauung oder Religion, aber auch deren Träger und die irdischen Autoritäten. er nimmt etwas in Besitz, indem er sich damit identifiziert. Es gehört dann zu seinem Ich, dessen Radius sich somit ausweitet.
Der Umkreis des Ich , mit dem sich der Mensch identifiziert, ist seine Ichsphäre. Dass etwas zu seiner Ichsphäre gehört, zeigt seine Reaktion an: Geschieht etwas mit dem, womit sich der Mensch identifiziert, oder stößt diesem etwas zu, so reagiert der Mensch so, als ob das Ereignis ihm selber widerfahren wäre. Er reagiert emotionell , allzu oft auch affektiv. Je nach Vorfall reagiert er rührselig, gemschmeichelt, mit Stolz oder aber verärgert, gekränkt, er fühlt sich verletzt, enttäuscht. In dem Fall steigen in ihm meistens Affekte wie Zorn, Wut, Eifersucht oder Hass auf.
Auf den unteren Entwicklungsstufen dehnt sich seine Ichsphäre auf seine ganze iridsche Familie aus: ebenso gehören zu seiner Ich-sphäre der Clan, Gesinnungsgenossen und Glaubensbrüder, die Partei, der Sportverein, die Verehrer desselben Idols (Schauspieler, Popsänger, Fußballspieler, politische oder sonstwie berühmte Personen), die Kirche, das Volk oder die Nation , die Rasse und alle, die seine Macht stürzen können.
Seine Macht kann er dadurch erhöhen, daß er sich - sein Ich - mit den jeweiligen Machthabern und ihrem System identifiziert. Der Grund, warum so viele Menschen skupellose Despoten anhimmeln, liegt gerade darin: indem sie sich mit ihnen und ihren Machthabern identifizieren, gewinnen sie selber an Macht.
Wie das Tier sein Revier , verteidigt der Mensch seine Ichsphäre. Falls ihm etwas genommen werden soll, vernichtet er es lieber, als darauf verzichten zu müssen. Er gibt es nicht her, nicht weil er es vielleicht tatsächlich braucht, sondern weil es zu seiner Ichspähre gehört und weil er dessen Verlust als Minderung seines Selbstgefühls empfindet. Und sein Selbstgefühl fällt auf den unteren Entwicklungsstufen noch mit seinem Ichgefühl zusammen. "
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Die Person
Die Person ist jene Gestalt, als welche der Mensch in einer Inkarnation in Erscheinung tritt, um eine bestimmte "Rolle" zu spielen (lat. persona aus : personare - hindurchtönen; gri. prosopon - Maske)
Die Person läßt sich tatsächlich mit einer Maske vergleichen, denn in der Person zeigt sich nicht der ganze Mensch, die Maske umhüllt sein wahres Gesicht und sein wahres Wesen.
Die Maske gestaltet nicht bloß das äußere Erscheinungsbild des Menschen, sondern auch seine Innenseite. Sie bestimmt Charakterzüge, Neigungen und Tendenzen, die in einer Inkarnation zum Zuge kommen, und schließt Anlagen ein, deren Aktualisierung nun an der Reihe ist. Mehr jedoch als das, was zu jener Rolle gehört, die der Mensch in einer Inkarnation auf der Bühne des Lebens zu spielen hat, bringt die Person nicht mit sich. Der Mensch ist dadurch im Erdenleben viel freier. Alles, was er bereits in sich hat, sein erworbenes Können und Wissen, wird im Hinblick auf die Aufgabe hin, die ihm in der anzutretenden Inkarnation auferlegt ist, selektiert. Er wird somit von vielem entlastet, was er bereits in sich trägt, aber jetzt nicht mehr benötigt. Begabungen und Fähigkeiten , die er nicht entfalten , Pläne, die er nicht verwirklichen konnte, bleiben in der Reserve. Der Mensch weiß in der Inkarnation nicht einmal, daß er sie (potentiell) in sich hat, und ist nicht beunruhigt oder bedrückt, daß er sie jetzt nicht gebrauchen und entfalten kann. er ist in seiner Seele unverhältnismäßig "mehr " als die jeweilige Person, die nur einen relativ becheidenen Ausschnitt aus der Gesamtheit seiner Möglichkeiten darstellt.
Die Bühne des Lebens , auf der das Schicksalsspiel des Menschen in der jeweiligen Inkarnation aufgeführt wird, ist jener Sektor der Drehbühne der Seele, der nun in den Vordergrund rückt und sich zum Publikum hin öffnet. "
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Das Rollenspiel
Die Entwicklung geht ununterbrochen weiter. Sie kann allerdings nur dann weitergehen, wenn auch der Mensch die Rolle, die er jeweils zu spielen hat, von Inkarnation zu Inkarnation wechselt. Der Wechsel muß nicht groß sein, manchmal steht er nur in einer kleinen Modifizierung der Rolle. Der Mensch tritt dann annähernd mit demselben Charakter auf, mit denselben Eigenschaften wie im vorangehenden "Bühnenstück", und dies mitunter während vieler Inkarnationen. - Der Wechsel kann aber auch radiakl sein (dabei z.B. auch einen Geschlechterwechsel mit sich bringen) , so daß der "alte" Mensch , der aus seiner vorangehenden Rolle in eine vollkommen anders gestaltete hinüberwechselt, zumindest in seiner Erscheinung, kaum noch zu erkennen ist. Viele Merkmale bleiben aber - selbst beim Geschlechtswechsel -unverändert erhalten.
Die Entwicklung geht weiter und die Rolle wechselt, weil die Drehbühne der Seele in jeder neuen Inkarnation ein Stückchen weiter gedreht wird. Das jeweilige Bühnenbild - die Disposition für die Inkarnation - hängt davon ab, welche Anlagen aktualisiert , welche Erfahrungen gemacht, welche Fähigkeiten ausprobiert oder stärker entfaltet , welche Lebensweisen ausgekostet oder zu Ende gelebt werden sollen.
Die "Rolle", die der Mensch zu spielen hat, ist demnach entwicklungsbedingt und richtet sich nach jenen Erfahrungen und Aufgaben , die dem Menschen in der fraglichen Inkarnation zugedacht sind. In jeder Inkarnation rückt ein anderer Sektor auf der Drehbühne der Seele in den Vordergrund, in jeder Inkarnation muß der Mensch andere Anlagen aktualisieren, andere Fähigkeiten entfalten und eine andere Verhaltens-und Lebensweise verwirklichen oder aber an bereits Aktualisiertem weiterarbeiten und Versäumtes nachholen.
Der Wechsel der Rollen findet auf eine Weise bereits in der Evolution der Lebewesen statt. Wenn die Seele einen größeren Entwicklungsabschnitt - einen "Quantensprung" - macht, so wechselt sie die irdische Gestalt und damit die Art oder sogar die Gattung , in welcher sie sich jeweils bereits inkarniert. Der Gattungs- oder Artwechsel bedeutet gleichzeitig den Wechsel der Rolle (der Lebensweise) , und der Rollenwechsel ermöglicht es der Seele, wieder eine neue Seite ihrer inneren Möglichkeiten auszuleben und somit neue potentielle Anlagen zu verwirklichen. Die "Rolle" , die ein Insekt , ein Vogel, eine Katze , ein Menschenaffe in der Natur spielt, ist augenfällig verschieden.
Beim Menschen bewirkt der Rollenwechsel keinen "Quantensprung" (die Art wird nicht mehr gewechselt) . Das Weiterrücken der Drehbühne erfolgt in der Regel nur langsam. An kritischen Punkten kann aber der Rollenwechsel dem Menschen abrupt erscheinen.
- Von der Stellung der Drehbühne hängt es ab, wieviel Licht und wieviel Schatten auf der Inkarnation liegt. "
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Die Aufgabe des Höheren Selbst
Dies ankert in der Bestimmung des Höheren Selbst. Es soll dem Menschen ermöglichen, die Führung seiner inneren Entwicklung selber in die Hand zu nehmen. Dazu aber muß er innerlich reif sein.
Die eigene Führung selber in die Hand nehmen bedeutet, diese Aufgabe den Geistigen Führern abzunehmen. jeder Mensch (in einen gewissen Sinne sogar das Lebewesen) hat ein Höheres Selbst. Es ist jene Instanz, die den Menschen (und das Lebewesen) - aufgrund der genauen Kenntnis seiner eigenen inneren und der äußeren Realität - seelisch und geistig , so auch spirituell überwacht und führt, somit seine innere Entwicklung ermöglicht.
Zur eigenen Wirklichkeit des Menschen gehören sein innerer Entwicklungsstand, seine Vergangenheit, seine innere Reife, ferner seine Stellung sowohl in der seelischen als auch in der Kosmischen Gemeinschaft (Seelenfamilie bzw. - sippe, Seelenhierarchie). Damit er darüber Bescheid wissen kann, muß er auch die Struktur der äußeren Wirklichkeit , so auch die des Kosmos, der sich in ihm widerspiegelt, kennen.
Soll nämlich die Führung kundig und wirksam vor sich gehen, muß jener, der sie in die Hand nimmt, das materielle , seelische und geistige Gesamtfeld , in welchem der Mensch steht, in allen Bereichen überblicken können.
Der Entwicklungsverlauf, somit auch das Schicksal in jeder Inkarnation , ist im voraus geplant. Der Mensch ist von Anfang seiner inneren Entwicklung an auf die Erfüllung bestimmter Aufgaben ausgerichtet. Um diese lösen zu können, muß er bestimmte Erfahrungen machen und bestimmte Lektionen lernen. Die Kontrolle über sich kann er jedoch nur dann selber übernehmen, wenn er die Erfahrungen nicht bloß machen, sonderm auch auswerten kann. Erst dann wird er das , was ihm die Lektion vorgelegt hat, auch lernen können.
Weder die Kenntnis über seine Lage im Gesamtfeld der Realitäten und über Voraussetzungen zu einer inneren Entwicklung noch die Fähigkeit zur Auswertung der Erfahrungen kann er sich von heute auf morgen aneignen. Er muß sie erst erlernen. Das tut er auch, aber erst in der zweiten Hälfte seiner inneren Entwicklung, wenn er dazu reif geworden ist.
Reife bedeutet immer auch seelische Tragfähgkeit. Der Mensch muß seelisch stark genug sein, weil er mit jedem Schritt in seinem Lernprozeß immer mehr Verantwortung für sich - und für andere - zu übernehmen hat. Und er muß geistig reif sein, damit er aus dem höheren Wesen schöpfen kann.
Das höhere Wissen
Das höhere Wissen lagert im Überbewußtsein, das den oberen Teil des Unbewußten bildet. Die Verwaltung des höheren Wissens besorgt das Höhere Selbst. usw.
Das Höhere Selbst als Lichtseite der Seele
Das Höhere Selbst ist jene Instanz, die fähig ist, das Göttliche im Menschen wirken zu lassen. usw.
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