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Bibelkritik ist kein eindeutiger Begriff, zumeist wird damit die kritische Auseinandersetzung mit dem Inhalt der Bibel bezeichnet. Er wird im alltäglichen Sprachgebrauch auch unspezifisch für Kritik am Christentum, an einer bestimmten christlichen Kirche oder für den Ausdruck antireligiöser Überzeugungen gebraucht. In diesen Fällen sind jedoch die Ausdrücke Religionskritik oder Kirchenkritik zutreffender.
Von Bibelkritik ist die wissenschaftliche Auswertung der biblischen Schriften zu unterscheiden, die nach der sogenannten Historisch-kritischen Methode verfährt. Hierbei wird im Rahmen philologischer Textkritik die bestmögliche Rekonstruktion des ursprünglichen Texts versucht. Auch für andere Arten von Literatur wird auf diese Weise eine verlässliche Textbasis erarbeitet. Weitere Methodenschritte der Historisch-kritischen Methode beziehen sich stärker auf die inhaltliche Analyse der Bibel und teilweise auch Deutung. Die Entstehungsbedingungen finden dabei ebenso Berücksichtigung wie unterschiedliche Bearbeitungsstufen und Redaktionen und die (oft inhaltlich widersprüchlichen) Verhältnisse zu anderen Textabschnitten. Dabei werden auch interdisziplinär Ergebnisse anderer Wissenschaften wie Archäologie, Naturwissenschaft usw. berücksichtigt.
Bibelkritik im nicht wissenschaftlichen Sinn tritt auf vonseiten nichtchristlicher/-jüdischer Religionen und Weltanschauungen im Namen der eigenen Position oder auch innerchristlicher Kritiker angefangen beim Markionismus und der Gnosis bis heute. Oft richtet sich die Kritik weniger gegen die Bibel als solche als vielmehr gegen eine bestimmte Auffassung von Bibel etwa als göttlich inspirierte Heilige Schrift, gegen einzelne Teile, wegen bestimmter moralischer Aussagen oder tatsächlicher bzw. vermeintlicher Widersprüche oder aber lediglich gegen eine bestimmte Auslegung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bibelkritik
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Kurz vor Weihnachten 2002 veröffentlichte der „Spiegel“ (Nr. 51/2002) den Artikel von Matthias SCHULZ: „Der Leere Thron“, worin der Autor seine Leserschaft anhand von aktuellen archäologischen und historischen Ergebnissen über „die Unzuverlässigkeit der alttestamentlichen Geschichten“ aufklären will. Dabei beruft er sich mehrfach auf das neue Buch von ISRAEL FINKELSTEIN und NEIL A. SILBERMAN, „Keine Posaunen vor Jericho“1, das in jüngster Zeit in vielen Zeitungen und Zeitschriften für seine kritische Bewertung der Bibel gelobt worden ist.2 „Spiegel“-Autor Matthias SCHULZ kommentiert: „Moderne Bibelkundler klopfen schon seit längerer Zeit wie mit der Abrissbirne gegen das Alte Testament. Sichtbar wird ein Gespinst aus Legenden.“
Er geht in seinem Bericht auf viele Aspekte ein, wie auf die Historizität der Patriarchen, des Auzugs aus Ägypten, der Landnahme der Stämme Israels, der Zeit Salomos und der Zeit der „Entstehung“ des Jahweglaubens. Daß er dabei beabsichtigt, rigoros gegen die Bibel zu argumentieren, ist nicht zu übersehen
http://www.wort-und-wissen.de/index.....kel=disk/d03/1/d03-1.html
suchwort: finkelstein bibel entstehung
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Die Bibel ist kein wörtliches Diktat Gottes. Sie ist im Lauf eines Jahrtausends entstanden und das schriftliche Ergebnis unzähliger Erfahrungen, die Menschen (im Volk Israel und in der Urkirche) mit Gott gemacht haben.
2. Die Verfasser der Bibel waren Menschen. Sie bedienten sich daher des Weltbildes, der Naturerkenntnis, der Sprachen und der Ausdrucksmittel ihrer Zeit. Das II. Vatikanische Konzil erklärt: „Will man richtig verstehen, was der Verfasser in seiner Schrift aussagen wollte, so muss man [...] genau auf die vorgegebenen umweltbedingten Denk-, Sprach- und Erzählformen achten, die zur Zeit des Verfassers herrschten, wie auf die Formen, die damals im menschlichen Alltagsverkehr üblich waren.“ (DV 12)
3. Die Bibel ist Gotteswort in Menschenwort. Ihre Verfasser waren vom Hl. Geist nicht manipuliert, aber inspiriert, sodass durch ihre Worte Gott auch heute noch zu uns „redet“.
4. Gottes Wort liegt auch in rauer Sprache vor. „Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen...“ (Hebräer 1,1) – manchmal auch in „Sprachen“ und „Dialekten“, die wir heute schwer verstehen und die für uns sogar anstößig klingen.
5. Einer dieser anstößigen „Dialekte“ ist die altorientalische Gewalt-Sprache. Man schreibt z. B. einer Person Gewalttaten zu, um sie als besonders starken Helfer auszuweisen (1 Samuel 18,7: „Die Frauen spielten und riefen voll Freude: Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend!“ = David ist der bessere Beschützer unseres Volkes). Das muss nicht immer heißen, dass solche Gewaltakte real passiert sind.
Die Bibel ist ein sehr ehrliches Buch. Auch Hass- und Rachegefühle bedrängter Menschen finden wir „unzensuriert“ in vielen Schichten der Bibel. Sie werden nicht verdrängt, sondern ohne Hemmung ausgesprochen. Der Weg zur Feindesliebe, wie Jesus sie lehrt und vorlebt, ist ein weiter und muss gelernt werden!
http://members.surfeu.at/veitschegger/texte/gottgrausam2.htm
Was hat das für uns Menschen zu bedeuten ? Müssen wir andere Wege gehen im Glauben ?
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Auch hier: immer wieder neue Aussagen und Kontroversen.
Davies Buch - zusammen mit ähnlichen Argumenten des Bibelforschers Thomas Thompson von der Universität Kopenhagen und anderen - hat eine hitzige Debatte unter den Archäologen ausgelöst. ‚Mit diesem Buch begann die ganze Sache,' sagt William Dever von der Universität Arizona in Tuscon (USA). Es stellt sich die Frage, bis zu welchem Ausmaß Archäologen versuchen sollten, das, was sie in ihren Ausgrabungen aufdecken, mit den biblischen Texten in Beziehung zu setzen, und ob dies überhaupt noch geschehen sollte.
http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/87/
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Pro und Contra
Der SPIEGEL berichtete absichtlich falsch!
Man kann nur hoffen, dass die politischen Berichte des SPIEGEL besser recherchiert sind. Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist die Zeitung nicht das Papier wert auf dem gedruckt wird! Denn in diesem Artikel hat die SPIEGEL-Redaktion gezeigt, dass es ihr nicht um sachgemässe Information geht. Es wurde bereitwillig ein Thema aufgegriffen, dass nützlich schien den christlichen Glauben zu widerlegen. Doch der SPIEGEL hat damit nur seine Unkenntnis in Sachen Archäologie unter Beweis gestellt. Um der Kirche und dem Glauben eins "auszuwischen" wurde jegliche Form eines guten und kritischen Journalismus übergangen. Noch nicht einmal Archäologen, die eine andere Sicht als Finkelstein vertreten, wurde zitiert. Aber darin hat der SPIEGEL Tradition.
http://www.efg-hohenstaufenstr.de/d.....bel_und_archaeologie.html
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