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Zitate - L - Lewis
Übersicht Zitate L
Nicht einmal Kinder wurden verschont. Sie arbeiteten vom zweiten Lebensjahr an unter der Peitsche ... Sie zwangen den Indianer Otavino, seine eigene Mutter zu schlagen ... Die Indianer wurden als Ziele bei Schießübungen benutzt. Die Missionare waren bei diesen Vorfällen in Hörweite.
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Das Hauptproblem der Missionare war aber, ein grundlegenes Schuldgefühl zu wecken, ohne daß weder Reue noch Erlösung möglich waren, die beide für die Panare ebenfalls unverständliche Begriffe darstellen. Die Übersetzer mögen entschieden haben, daß es das beste sei, die Heilige Schrift so zu überarbeiten, daß die Panare am Tod Christi beteiligt wären.
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Ein Missionar hatte es fertiggebracht, 600 Tikuna-Indianern einzureden, das Ende der Welt sei nahe, und der einzige für sie sichere Ort sei Aires' Ranch. Hier wurden sie versklavt und entsetzlichen Foltern unterzogen, und einige bekamen Lepra.
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Die eingeschüchterten Indianer befolgten die Anweisungen des Missionars, und als sie über Hunger klagten, sagte er, Gott würde sich um ihre Bedürfnisse kümmern. Sie müßten nur ihre Bibel mitnehmen, ihr Dorf verlassen, sich am Flußufer versammeln und ständig Hymnen singen und beten, bis die Fische durch die Macht Gottes getötet würden und auf dem Wasser schwammen. Die Panare taten tagelang wie befohlen, und nur das Eintreffen der Bundespolizei bewahrte sie vor dem Verhungern.
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In Caicara kämpften sechs evangelische Gotteshäuser um die Eroberung und Aufteilung der Seelen. Zur Zeit unserer Ankunft war der Kampf so erbittert geworden, daß eine Sekte mit ohrenbetäubender Lautstärke Popmusik spielte - darunter alte Beatlesbänder -, zu keinem anderen Zweck, als die Rufe zur Erlösung ihres nächsten Rivalen zu übertönen.
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Die einzige Antwort auf Widerstand gegen die Einführung des Christentums war der Tod auf dem Scheiterhaufen.
Norman Lewis
http://www.kirchenkritik.de/zitate_luedemann.html
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Zitate - L - Lauster
Übersicht Zitate L
Ich werde oft daraufhin angesprochen, daß meine Arbeit als Psychologe darauf hinzielen müßte, den Menschen die Religion (u.a.etwa das Christentum) zu vermitteln, denn dann würden die "sinnentleerten Menschen" Hilfe bei Gott und den Glaubensangeboten der Religionsgemeinschaften finden. Wer das Buch (Der Sinn des Lebens) bisher aufmerksam gelesen hat, weiß, daß mit Sinnentfaltung etwas ganz anderes gemeint ist, als religiöse Glaubensdogmen zu übernehmen. Es geht um ein religiöses Erleben, um eine lebendige Erfahrung des eigenen Wesens in der Welt. Es geht nicht darum, einer dogmatischen Lehre zu folgen, es geht nicht um etwas Gedankliches, sondern um eine Erlebnisentfaltung.
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Wenn die Liebesfähigkeit stirbt, beginnt die Seele zu sterben, danach der Körper, danach die soziale Gemeinschaft, danach das politische System. Wir brauchen eine Revolution, die den Einzelmenschen ernst nimmt. Es handelt sich um eine bisher unbekannte Art von Revolution - die Geschichte kennt kein Beispiel dafür. Wir brauchen einen Aufbruch, der mit der Ausbreitung des Christentums vor zweitausend Jahren verglichen werden könnte.
Die neue Revolution muß in den Herzen und Seelen der Menschen stattfinden. Die Menschheit hat keinen so langen Atem mehr, den Messias zu kreuzigen und danach eine neue Kirche aufzubauen. Unsere Zeit ist knapp geworden.
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Fernweh ist unnötig. Auf das Nahweh kommt es an.
Peter Lauster, Psychologe
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