Das heilige Fahrrad


Vor einigen Jahren stand im 'Skeptical Inquirer' ein Artikel, der sich über die 'geheimnisvollen Zusammenhänge' der Maße der Cheopspyramide mit irgendwelchen astronomischen Konstanten ein wenig lustig machte. Ähnliche Zahlen- und Buchstabenspiele hat es immer schon gegeben, und gerade in den Religionen wurde davon reichlich Gebrauch gemacht...
Ich poste hier einmal den [hier interessierenden] Schluss des Artikels:
(die mathematischen Symbole habe ich z.T. vereinfacht)
_________
Radosophie

...Verschiedene Aspekte pseudowissenschaftlicher Beweisführung sind hier ganz deutlich auszumachen. Am offensichtlichsten ist eine übersteigerte Ehrfurcht vor zufälligen Übereinstimmungen von Zahlen, und einhergehend damit wird die mögliche Anzahl mathematischer Relationen zwischen einfachen Zahlen unterschätzt.

Um das zu verdeutlichen, möchte ich nun eine neue Religion vorstellen. Sie gründet sich auf mein Hollandrad. Warum? Weil ein Fahrrad in meiner Heimat praktisch denselben Status besitzt wie die Pyramiden im alten Ägypten. In meinem Land gibt es 15 Millionen Holländer, aber 16 Millionen Fahrräder.

Ich vermaß die Durchmesser
• des Pedalwegs, der die vorwärtsschreitende Dynamik symbolisiert;
• des Vorderrads, das meinen Weg in eine unbekannte Zukunft lenkt;
• der Lampe, die mir meine Pfade erleuchtet;
• der Klingel, die mir zur Kommunikation mit Entgegenkommenden dient.

So legte ich den elementaren Grundstein für eine neue holistische, vierdimensionale Religion, die des anbrechenden Wassermannzeitalters würdig ist: die Radosophie.

Die Meßergebnisse wurden in Heilige-Fahrrad-Inches umgerechnet. 1 HFi entspricht 17 Millimetern, denn 1 ist die erste und 17 die siebte Primzahl, und die Sieben ist außerdem die heilige Zahl.

Wenn ich die vier gemessenen Werte mit P, W, L und B benenne, zeigt sich, daß
P^2 √LxB=1823
und siehe da, dies entspricht dem Quotienten der Massen von Proton und Elektron. Ich finde es bemerkenswert, daß eine solch simple Relation zwischen drei Parametern meines Fahrrads eine so fundamentale Konstante ergibt; der Schöpfer meines Rades muß sehr begabt gewesen sein. Möglicherweise besaß er übernatürliche Kräfte, denn vielleicht waren ihm die Werte der Massen von Proton und Elektron gar nicht bekannt.

Aber das ist ja noch nicht alles. Die 'Feinstrukturkonstante', eine für die Grundlagenphysik sehr bedeutsame Zahl, lautet 137,0. Und - man staune:
P^4/W^2 =137,0

Die Gravitationskonstante lautet G= 6,67 x 10-8, und siehe da:
P^-5 3√L/ WB= 6,67 x 10-8

Ebenso besteht eine Beziehung zwischen meinem Fahrrad und grundlegenden astronomischen Daten. Zum Beispiel beträgt die Entfernung zwischen Erde und Sonne, in Einheiten von hundert Millionen Kilometern ausgedrückt, 1,496. Was stelle ich fest? Daß
P^1/2 B^1/3/L= 1,496

Die Lichtgeschwindigkeit beträgt 2,998 x 105 Kilometer pro Sekunde. Aus meinen Fahrradparametern errechne ich
W^pi P^2 L^1/3 B^5 = 2,999 x 105
Aufgrund der Differenz zwischen den letzten Ziffern möchte ich den Physikern eine Neuberechnung der Lichtgeschwindigkeit nahelegen, denn angesichts der zitierten exakten Übereinstimmungen scheint es sehr unwahrscheinlich, daß der Fehler bei meinem Fahrrad liegt.

Ich könnte die Liste der Kombinationen noch erheblich verlängern. Ich könnte mein Fahrrad zu jeder willkürlich gewählten Zahl in Relation setzen - vom Alter des Weihnachtsmannes bis zur Anzahl der Blumen in meinem Garten. Alle Rechnungen würden aufgehen. Doch weder an der Großen Pyramide noch an meinem Fahrrad ist irgend etwas Besonderes.

Wählen Sie vier Zahlen A, B, C und D und bringen Sie sie in folgende Rechnung ein:
A^a x B^b x C^c x D^d
wobei Sie für a, b, c und d ganze Zahlen zwischen 5 und -5 sowie die positiven und negativen Werten, 1/2 und 1/3 einsetzen können. Es gibt 83.521 mögliche Kombinationen, und die Wahrscheinlichkeit, daß eine davon einer zuvor bestimmten festen Größe (mit einer Abweichung von 0,01 Prozent) entspricht, ist etwa eins. (Beachten Sie, daß ich im vorigen Teil vorsichtig genug war, alle festen Größen mit lediglich drei oder vier Stellen anzugeben!) Ein einfaches Computerprogramm kann all die Kombinationen ausdrucken, die der festen Größe mit einer Abweichung von, sagen wir, 0,1 Prozent entsprechen. In den meisten Fällen waren es etwa zehn mögliche Kombinationen, aus denen ich dann die besten ausgesucht habe. Ein größerer Rechner als meiner, der auf mehr Variablen und Formeln zurückgreifen. kann, würde noch weit bessere Ergebnisse ausspucken.

In numerischen Experimenten wie auch im täglichen Leben gibt es immer wieder Fälle von Koinzidenz. Wer nicht begreift, daß solche zufälligen Übereinstimmungen nicht 'selten' sind, verwendet sie entsprechend unangemessen und inkorrekt, um die Existenz paranormaler Vorgänge zu beweisen. Die meisten Menschen unterschätzen die gewaltige Menge möglicher Kombinationen von Zahlen. Und das hat es vielen pseudowissenschaftlichen Auffassungen leichtgemacht, sich auszubreiten und allgemeine Anerkennung zu finden.

[Cornelis de Jager, Astrophysiker am Labor für Weltraumforschung in Utrecht]
Hi Wu,

Das ist wirklich ein kräftiges Argument - ich kann Dir darin nur zustimmen. Solche Zahlenspiele sind höchstens ein Indiz, nicht jedoch ein Beweis für die "Echtheit" oder "Wahrheit" einer religiösen Lehre - das wäre zu einfach, sonst würe jeder kommen, sich irgendwas ausdenken und sagen, er hätte eine Religion gestiftet

Dasselbe ist die Sache mit den Prophezeiungen. Auch diese kann man verschieden auslegen und letztendlich ist es auch dort wieder eine Glaubenssache und kein echter Beweis.

Der größte Beweis für die Wahrheit einer Botschaft ist meiner Meinung nach das offenbarte Wort Gottes und der Einfluß, den es auf die Menschheit gehabt hat.

Wie kommt es, daß ein arme Nazarener mit seinen Worten so sehr die Welt veränderte? Wie ist es erklärbar, daß ein einfacher Schafhirte Millionen von Menschen über Jahrhunderte dazu brachte, sich fünf mal täglich einem bestimmten Ort zuzuwenden, sich niederzuwerfen und Gott zu verherrlichen? Aus welchem Grund haben Millionen Menschen sich dazu bewogen gefühlt, das zu tun, was in ihren Heiligen Schriften geschrieben steht?

Welche Menschen außer den großen Religionsstiftern haben nun solche Dinge hervorgebracht? Baha'u'llah war 40 Jahre lang ein Gefangener und wurde vier Mal von Land zu Land verbannt, der Bab wurde als junger Mann hingerichtet und trotzdem hat sich ihr Glaube nach 150 Jahren über alle Länder verbreitet und ist Leitschnur im täglichen Leben von vielen Menschen.

Sie bauen die schönsten Kirchen, Moscheen, Synagogen, Häuser der Andacht, versuchen all das in ihrem Leben umzusetzen, was in ihren Heiligen Schriften geschrieben steht- die meisten könnten ohne diese Schriften in ihrem Leben keinen Sinn mehr entdecken.

Das ist echte Macht, die von diesen Gottesboten ausgeht - keine irdische Macht läßt sich damit vergleichen. Könige, Präsidenten und irdische Herrscher hinterlassen nur Namen in Geschichtsbüchern - Buddha, Jesus, Mohammed, Baha'u'llah.... ihre Liebe ist in den Herzen von Gläubigen und das ist für mich ein großer Beweis für die Wahrheit ihrer Sendung.

Die Zahlenspiele sind nur eine amüsante Nebenerscheinung Ob sie tatsächlich wahr oder falsch sind... das weiß wohl nur der Allmächtige.

Liebe Grüße, Saed
_________________
"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
hallo!

einige weitere interessante "zahlenspielereien" findet ihr in den 8 büchern der ohrenbahrung von udo petscher (die bücher findet ihr auch auf meiner homepage)

beispiel:
"Laß uns doch einmal nachsehen, ob die Zahlenfolge 2732 sonst irgendwo noch „zufällig“ in Deiner Welt „in Erscheinung“ tritt.

Der absolute Nullpunkt liegt bei 273,2 Grad Celsius.

Wenn man ein „ideales Gas“ um ein Grad abkühlt, schrumpft es (nach Zensur-Lussac) um den 273,2 Teil seines Volumens.

Im Medizinstudium lernt jeder Student, daß ein menschliches Leben, um im Mutterleib heranzuwachsen, von der Empfängnis bis zur Geburt zehn siderische Monate benötigt: (= 273 Tage).

Ein siderischer Monat (es gibt auch noch einen sidonischen mit 29,35 Tagen) beträgt 27,3 Tage.

π - Mesone (= Pionen)(+ / -) haben die 273-fache Masse eines Elektrons.

Der Radius des Mondes beträgt 0,273 Erdradien.

Die Hohlraumresonanz von („himmlischen“ ) Geigen liegt im Durchschnitt bei 273 Hz.

Die Beschleunigung, die den Mond auf der Erdumlaufbahn hält, beträgt 0,273 cm/s².

Teilt man die Sekunden des Jahres durch die Sekunden eines Tages, erhält man 0,00273.

0,0273 stellt „einen geometrischen Raumwert“ dar. Dies ist nur noch keinem normalen Menschen bewußt aufgefallen.

Der Aufbau Deines planetaren Sonnensystems und der gleiche Aufbau Deiner „Atome“, will heißen, „kleine Teile umkreisen einen größeren Kern“ - ist „kein Zufall“ - so wie es die meisten Naturwissenschaftler bisher annehmen!

0,2732 ist eine meiner Naturkonstanten, die von Deiner Menschheit noch nicht erkannt wurde. Es ist das Verhältnis eines „Einecks zu einem Unendlicheck“, das im „Quadranten“ (erinnerst Du Dich an Ägypten) eines Kreises auftritt. Es ergibt sich „logischerweise“ aus (1 - π / 4) : (π / 4), was immer dies auch heißen mag.

Wer sollte sich da noch „wundern“, daß der Kehrwert des siderischen Monats 1 / 27,3Tage gen-au 0,0366 ist. Diese Zahl beinhaltet die Zahlenfolge der Tage eines Schaltjahres. Nimmst Du nun den Kehrwert eines Schaltjahrs von 366 Tagen (1 / 366), erhältst Du, höre und staune 0.00273 und das wiederum entspricht gen-au dem Verhältnis der „Sekunden eines Tages“ geteilt durch „die Sekunden eines Jahres“.
So ein „Zu-fall“, oder vielleicht doch ein „Wunder“ ?"




alles liebe
éthan
hallo!

einige weitere interessante "zahlenspielereien" findet ihr in den 8 büchern der ohrenbahrung von udo petscher (die bücher findet ihr auch auf meiner homepage)

beispiel:
"Laß uns doch einmal nachsehen, ob die Zahlenfolge 2732 sonst irgendwo noch „zufällig“ in Deiner Welt „in Erscheinung“ tritt.

Der absolute Nullpunkt liegt bei 273,2 Grad Celsius.

Wenn man ein „ideales Gas“ um ein Grad abkühlt, schrumpft es (nach Zensur-Lussac) um den 273,2 Teil seines Volumens.

Im Medizinstudium lernt jeder Student, daß ein menschliches Leben, um im Mutterleib heranzuwachsen, von der Empfängnis bis zur Geburt zehn siderische Monate benötigt: (= 273 Tage).

Ein siderischer Monat (es gibt auch noch einen sidonischen mit 29,35 Tagen) beträgt 27,3 Tage.

π - Mesone (= Pionen)(+ / -) haben die 273-fache Masse eines Elektrons.

Der Radius des Mondes beträgt 0,273 Erdradien.

Die Hohlraumresonanz von („himmlischen“ ) Geigen liegt im Durchschnitt bei 273 Hz.

Die Beschleunigung, die den Mond auf der Erdumlaufbahn hält, beträgt 0,273 cm/s².

Teilt man die Sekunden des Jahres durch die Sekunden eines Tages, erhält man 0,00273.

0,0273 stellt „einen geometrischen Raumwert“ dar. Dies ist nur noch keinem normalen Menschen bewußt aufgefallen.

Der Aufbau Deines planetaren Sonnensystems und der gleiche Aufbau Deiner „Atome“, will heißen, „kleine Teile umkreisen einen größeren Kern“ - ist „kein Zufall“ - so wie es die meisten Naturwissenschaftler bisher annehmen!

0,2732 ist eine meiner Naturkonstanten, die von Deiner Menschheit noch nicht erkannt wurde. Es ist das Verhältnis eines „Einecks zu einem Unendlicheck“, das im „Quadranten“ (erinnerst Du Dich an Ägypten) eines Kreises auftritt. Es ergibt sich „logischerweise“ aus (1 - π / 4) : (π / 4), was immer dies auch heißen mag.

Wer sollte sich da noch „wundern“, daß der Kehrwert des siderischen Monats 1 / 27,3Tage gen-au 0,0366 ist. Diese Zahl beinhaltet die Zahlenfolge der Tage eines Schaltjahres. Nimmst Du nun den Kehrwert eines Schaltjahrs von 366 Tagen (1 / 366), erhältst Du, höre und staune 0.00273 und das wiederum entspricht gen-au dem Verhältnis der „Sekunden eines Tages“ geteilt durch „die Sekunden eines Jahres“.
So ein „Zu-fall“, oder vielleicht doch ein „Wunder“ ?"




alles liebe
éthan