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Hallo Martin,
Volltreffer, Schiff versenkt - ich schreibe schon längst Bücher. Lässt sich wohl nicht länger verheimlichen *lach. Ich kann besser schreiben als reden, war schon immer so. Real bin ich ein wenig schüchtern, das merkt man beim Schreiben nicht.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der man Geld benötigt, klar. Das ist die eine Seite. Die andere Seite: Wieviel Vertrauen hast du ins Sein, ins Leben, in Gott oder wie immer du die universelle Energie, die dir gut gesonnen ist, nennen möchtest?
Wir dürfen keine Schwächen zeigen, sagst du. Lässt du dich fallen oder strampelst du dich ab? Lebt es sich leicht oder beschwerlich? Wann zeigst du dich, so wie du wirklich bist?
Wir sind 3 Personen + 2 Hunde und ich möchte ebenfalls elternunabhängig leben können. Mein Mann ist selbstständig und wir bekommen den wirtschaftlichen Abwärtstrend hautnah zu spüren - doch so richtig gemangelt oder gefehlt hat bisher noch nichts. Irgendetwas ergab sich immer. Eine Tür schließt sich, ein Fenster öffnet sich. Mir geht es dabei um die innere Einstellung zu dieser Geldgeschichte. Fühlst du die ganze Verantwortung auf deinen Schultern? Ist dir die Last zu schwer?
Bei mir war das so, ehemaliger workaholic mit burn-out-syndrom. Der große Knall, die große Krise um die 38. Ich hätte es wissen sollen. Das war die große Wende in meinem Leben und so sehr ich darunter auch gelitten habe, heute bin ich dankbar dafür.
Deswegen frage ich gerne, wie es dazu gekommen ist, dass sich jemand Gedanken um den Sinn des Lebens macht, andere Wege geht und bereit ist, sich zu verändern.
Man lebt nun einmal in dieser Gesellschaft und an diesem Ort und überhaupt...das klingt resigniert, mit dem Leben abgeschlossen, unglücklich. Welche Schwäche würdest du denn gerne zeigen wollen? Was verbietest du dir selbst? Willst du immer nur stark, kompetent und erfolgreich wirken? Kannst du dich verletzbar zeigen? Wo drückt dein Schuh?
Sind es deine Eltern, deren Erwartungen du entsprechen möchtest? Deine Frau, deine Kinder? Setzt du dich selbst unter Druck?
Ich hatte auch ein Helfersyndrom...auch ehrenamtlich...Behinderte, Inhaftierte, Kranke, Arme usw. Bis ich merkte, dass ICH es bin, die um Hilfe schreit. Während ich da draußen allen geholfen habe, hatte ich mich selbst überhört. Heute gehe ich achtsamer mit mir um. Liebe deinen Nächsten SOWIE DICH SELBST.
LG
Karin
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