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Geldschöpfungs Problem












Liebe Inanna

Damit Du den Überblick (kriegst) erlaube ich mir, Dir folgende Lektüre vorzuschlagen.
http://www.fro.at/sendungen/islam/isloeko.htm

Beim Kapitalismus geht es LETZTLICH um nichts anderes, als das Geldschöpfungsproblem - alles andere ist ein wenig Philosophie in mehr egoistische oder eben altruistische (sozialistische) Richtung.

Und dieses "Geldschöpfungs Problem" hat der gute alte Marx eben auch nicht gelöst. Er ging eben, wie die meisten vor und nach ihm, eben davon aus, dass es Geld eben gibt und diese bösen Kapitalisten hätten es in ihren unerschöpflichen Truhen von ihren schlimmen Vorfahren irgendwie überkommen gekriegt. Nein - so ist es nicht.

Geld kommt nur über ein Kreditverfahren in den Umlauf. Und der Kreditnehmer ist eben Herr Ma(r)x Kapitalist. Und er steht unter nicht kleinem Zwang, dieses geborgte Geld (und sogar noch mehr - man erinnert sich - der omionöse Mehrwert !- der von wo herkommt, das auch noch keiner weiss - denn die Arbeiter haben ja KEINEN Kredit genommen!?) wieder zurückzugeben.

Das sogenannte "kapitalistische" Problem ist primär NUR über ein neues Verfahren und Verständnis der Geldschöpfung an sich zu lösen - und der Erkenntnis, dass des Menschen Wirken um PROFIT zu erwirtschaften, nicht in der Anhäufung von Geld besteht, bestehen kann (und darf), sondern im Genuss von (möglichst erneuerbaren) Gütern und Dienstleistungen.

Darum geht es - doch NIEMAND - begibt sich auf dieses Terrain, sondern verbleibt auf dem so schwankenden, wie unterhaltsamen Gebiet der sozialpolitischen Betrachtung, Zerpflückung und Darstellung seiner gesellschaftspolitischen Anschauungen bezgl. ökonomischer, sozialer, politischer Wirkungen, WILLENTLICHER, sittlicher wie unsittlicher wirtschaftlicher Betätigungen.

Und je mehr sie gelesen haben, "studiert" haben, desto unwilliger die Herrschaften - denn es könnte ja sein, dass der feste akademische Unterbau verworfen würde.

Schade -
Damit dieses Thema nicht ganz vergessen wird und entschläft
Die Geldschöpfung ist jenes "Mysterium" welches zuerst jeder einzelne zu lösen hat - bevor der Weg in eine neue monetäre Zukunft begangen werden kann.

Es überlege sich mal jeder, WIE er dieses Problem zu lösen gedachte, wäre er mit ein paar Freunden und ein paar Feinden auf eine einsame Insel verschlagen und müsste dort das Wirtschaftssystem organisieren.
Hi M.M.Hanel ...

wie es das Sprichwort sagt - Die einen schöpfen nur aus dem Vollen, und die anderen gehen eben leer aus!

So ist leider die Welt!

biogral-micha-Ganz leer!
Lieber ganz leerer Biogral-micha
Zitat:
Die einen schöpfen nur aus dem Vollen, und die anderen gehen eben leer aus!

So ist leider die Welt!

Tut - mir leid - ich HASSE solche Aussprüche und Auffassungen.

Denn die Welt ist nicht notwendigerweise so - liessen wir es nicht zu.

Wenn wir endlich begreifen wollten und jeder Einzelne lernen wollte, dass es nicht ausschliessliche Aufgabe von "abgehobenen" Spezialisten ist, das Geldschöpfungsproblem für das dumpe Volk zu lösen, sondern jeder einzelne Bürger ein MENSCHEN-RECHT, ein Anrecht hat, an diesem Schöpfungsprozess auf gerechte Art Anteil zu haben, dann gingen nur jene ganz leer aus, die eben zu bequem sind, um - zu ARBEITEN, um etwas gesellschaftlich Anerkanntes zu leisten.

Noch ein Beispiel will ich geben, um die trägen grauen Zellen anzuregen.

Stell Dir den menschlichen Körper als den gesellschaftlichen Wirtschaftskörper vor.

Da wird produziert (Zellen, Gewebe, Hormone, Denkleistung, Bewegung, Wärme, Energie etc. etc.) in Produktionsstätten (Organe) und es wird konsumiert - (von Organen, vom Mensch an sich).

Und das Blut wäre das Geld, welches die erforderlichen Tätigkeiten ermöglicht, den Güter- und Leistungstransfer ermöglicht, begleitet.
Die Menge nimmt nicht ab, sondern zirkuliert. Die Menge akkumuliert auch nicht, sondern zirkuliert.

Ein anderes Beispiel:
Das Wasser.

Selbst nicht viel dran, gerade mal "Nickel und Zinn" oder 2 H und 1 O, so ermöglicht es doch sämtliche STOFF-WECHSEL Vorgänge auf der Welt. Geradeso wie Geld dies tut. Es ermöglicht Stoffwechselvorgänge sozusagen.
Die Menge ist seit Millionen Jahren gleich und dennoch reicht diese relativ beschränkte Menge, um unzählbare Transaktionen zu gewährleisten.

Das Geheimnis - der KREISLAUF!

Will denn keiner anbeissen und endlich nachdenken und FRAGEN?
Denn der Vortrag alleine genügt nicht, wenn der eigene Antrieb fehlt.
Zitat:
Beim Kapitalismus geht es LETZTLICH um nichts anderes, als das Geldschöpfungsproblem - alles andere ist ein wenig Philosophie in mehr egoistische oder eben altruistische (sozialistische) Richtung.

Und dieses "Geldschöpfungs Problem" hat der gute alte Marx eben auch nicht gelöst. Er ging eben, wie die meisten vor und nach ihm, eben davon aus, dass es Geld eben gibt und diese bösen Kapitalisten hätten es in ihren unerschöpflichen Truhen von ihren schlimmen Vorfahren irgendwie überkommen gekriegt. Nein - so ist es nicht.


Marx hat die Existenz von Geld nicht einfach vorausgesetzt - im Gegenteil, er hat seine Herkunft ziemlich gut erklärt. Geld ist aus der Tauschwirtschaft entstanden, und diese aus der Arbeitsteilung. Da nicht jeder produzieren konnte, was er zum Leben braucht, musste er es eintauschen gegen die Dinge, die er im Überfluss hat. Dabei gibt es zwei Probleme: Zum einen muss man direkt tauschen, zum anderen musste man bewerten, wieviele Ziegen einen Ochsen "aufwiegen" (nicht wörtlich), oder wie Arbeitsleistung zu bewerten ist. Das Holz eines Tisches ist ja weniger Wert als der Tisch, denn in letzteren ist Arbeitsleistung eingeflossen.

Mit der Arbeitsteilung und bestimmten Formen der Landwirtschaft wurde zum einen Überschuss produziert, zum anderen kann man nicht jeden Überschuss gleich ausgeben. Was nützt mir ein Überfluss von verderblichem Fleisch im Sommer, wenn ich im Winter dafür hungere?

Die Menschen standen vor einer Reihe von Problemen: Wie speichert man den Überschuss, so dass er nicht verdirbt? Wie bewertet man den Tauschwert? Deswegen kam man auf die Idee, etwas zum Tauschen zu nehmen, was die Eigenschaften hatte, nicht zu verderben, wenig Platz einnahm, und überall als Tauschmittel anerkannt wurde. Eisen, beispielsweise, konnte man nicht benutzen. Das wurde zwar überall anerkannt, aber es konnte rosten (verderben). Außderm sollte dies "universelle Tauschmittel" möglichst keinen oder wenig Gebrachswert aufweisen. Daher nahm man Gold, das konnte nicht verderben, war kompakt, ließ sich gut in verschiedene Einzelteile trennen oder einschmelzen, und es war überall begehrt, weil es selten war. Und es taugte nur für Schmuck, hatte also keinen echten Gebrauchswert.

Damit waren alle erwähnten Probleme zu lösen. Und aus dem Gold wurde mit der Zeit unser Geld. Gold war zunächst ein gewöhnliches Tauschmittel wie Ziegen oder Weizen oder der Tisch eines Tischlers, wurde dann immer universeller eingesetzt, und schließlich zum allgemeinen Tauschmittel.

Unseres heutiges Wort "Geld" leitet sich übrigens von dem Wort "Gold" ab. Was unser Geld anders macht ist allerdings der Umstand, dass es selbst keinen Wert besitzt wie Gold, sondern nur eine Zahlungsversprechung darstellt. Aber diese Abstraktion war nur der nächste logische Schritt. Heute ist Geld noch viel "virtueller" geworden.
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