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Die totale Unterwerfung












Wo finden wir überall die totale Unterwerfung ?
Ist sie nicht allen Religionen eigen ?


http://fortschritt.dv-kombinat.de/opus.html

Die Forderung nach totaler Unterwerfung
und eine unselige Nähe zu reaktionären Kräften
waren die Markenzeichen von Roms neuem Heiligen


aus Rom MICHAEL BRAUN

In diese Richtung geht auch eine Bemerkung des wohl ranghöchsten Mitglieds des Opus, das in den letzten zwei Jahrzehnten ausgetreten ist, des britischen Priesters Vladimir Felzmann. Felzmann berichtete mir schon 1984, Escrivá - der das Opus Dei ja in den Zeiten des spanischen Bürgerkriegs aufgebaut hatte - habe die Mittel für seinen Kampf nicht hinterfragt und aus diesem Geist heraus Verständnis sogar für Hitler entwickelt. Gewiss billigte Escrivá die Judenvernichtung nicht, aber er sagte zu Felzmann, "so schlecht kann Hitler ja gar nicht gewesen sein, er hat schließlich mit seinem Eingreifen in den Bürgerkrieg Spanien gegen die Kommunisten für das Christentum gerettet". Insofern sei Hitler ja seinem religiösen Auftrag der Seelenrettung, die sich auch über den "heiligen Zwang" verwirklicht, nachgekommen. Das Opus bestreitet diese Aussage und erklärt sie zu einer Erfindung Felzmanns.

suchwort: opus dei gehorsam regeln
http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm

Vergleiche:

Obgleich die Welle der Entrüstung über die Scientology Church in den vergangenen Monaten merklich verebbt ist (die Medien beschäftigen sich momentan aus nachvollziehbaren Gründen vornehmlich mit islamischen Gruppierungen), gilt in der breiten Öffentlichkeit Scientology als Prototyp einer demokratiefeindlichen, totalitären Sekte. Die katholische Elitegruppierung Opus Dei hingegen ist der Bevölkerungsmehrheit trotz einer beachtlichen Anzahl kritischer Veröffentlichungen weitgehend unbekannt. Opus Dei wurde im Gegensatz zu Scientology nicht zum Thema einer öffentlichen Debatte und wird auch nicht vom Verfassungsschutz überwacht. Schon ein Vorschlag in diese Richtung würde großes Unverständnis hervorrufen, denn das „Werk Gottes“ operiert nicht am esoterischen Rande der Gesellschaft, sondern im Herzen einer (immer noch!) angesehenen moralischen und religiösen Institution: der katholischen Kirche.



Ich möchte im Folgenden diese beiden, auf den ersten Blick grundverschiedenen Organisationen miteinander vergleichen. Dabei werde ich ein Verfahren anwenden, das aus den Hardwaretests einschlägiger Computerfachblätter bekannt sein dürfte. Für jeden Testbereich werden Punkte vergeben, die am Schluss addiert werden und somit ein begründetes allgemeines Testurteil erlauben. Selbstverständlich werden in unserem Fall nicht Hard- oder Software-Eigenschaften wie Schnelligkeit oder Bedienungsfreundlichkeit bewertet, sondern soziale Items, die den religiösen Fanatismus- bzw. den Demokratiegefährdungs-Wert der besprochenen Organisation widerspiegeln. Dabei gilt: Je höher der Punktwert, desto größer das Gefahrenpotential für das Projekt der offenen Gesellschaft.
Testkategorie 3: Mitglieder



Fanatisierte Yuppies: Die Mitglieder von Scientology


Die Scientology Church hat Schätzungen zufolge eine bis sieben Millionen Mitglieder, über vierzig Staaten verteilt (in Deutschland soll es zwischen zwanzig- und siebzigtausend Mitglieder geben). Die beträchtlichen Schwankungen in diesen Schätzungen rühren daher, dass die Mitgliedschaft bei Scientology schwer zu definieren ist. Die Gruppe der wirklich engagierten und eingeweihten Mitglieder ist weit geringer und dürfte sich im Zehntausenderbereich bewegen. Die meisten Mitglieder befinden sich auf den unteren Stufen des Clearings, einige haben sich nur den anfänglichen Prozessen unterzogen. Sie wissen wenig bis nichts vom Mythos der Thetanen und treten an Scientology eher aus praktischen als aus weltanschaulichen Interessen heran. Sie möchten beispielsweise ihre Drogensucht überwinden oder größere Anteile ihres Hirns nutzen. Manche sind nur darauf aus, innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld zu verdienen, denn auch hierzu bieten sich Scientology-Seilschaften - insbesondere in den USA - wunderbar an. Dazu passt auch die Tatsache, dass ein unverhältnismäßig hoher Mitgliederanteil in der Immobilien- und Unternehmensberatungsbranche arbeitet. Aber es konnten auch Schauspieler, Musiker und bildende Künstler vom Hubbard-Clan angeworben werden. Die prominentesten Beispiele hierfür sind der Schauspieler John Travolta und der Jazz-Musiker Chick Corea.

Wertung: Die verhältnismäßig hohe Mitgliederzahl von Scientology führt zu Pluspunkten in dieser Kategorie - vor allem wenn man bedenkt, dass die Organisation erst seit knapp 50 Jahren existiert. Allerdings muss relativierend eingeräumt werden, dass nur eine winzig kleine Minderheit der Mitglieder voll in das Glaubenssystem eingeweiht ist. Insofern lässt die Glaubensfestigkeit doch sehr zu wünschen übrig. Selbst bei Hubbard und seinen engsten Mitarbeitern ist in diesem Punkt Zweifel angebracht, denn es steht nicht wirklich fest, ob die Scientology-Oberen wirklich ernsthaft an den ganzen Thetanen-Spuk glauben. Womöglich hat sich der phantasiebegabte Science Fiktion Autor Hubbard nur einen bösen Scherz erlaubt und die Naivität seiner Mitmenschen auf wirkungsvolle und höchst lukrative Weise ausgebeutet. Alles in allem veranschlagen wir fünf Punkte in dieser Kategorie.



Heilige Masochisten: Die Mitglieder des Opus Dei


Weltweit hat das „Werk Gottes“ knapp achtzigtausend Vollmitglieder, wobei die Zahl der Sympathisanten sicherlich höher liegt. Die ordentlichen Mitglieder des Opus Dei, „Numerarier“ genannt, sind in der Regel Vollakademiker. Sie leben in den Zentren des Opus Dei und unterliegen einem scharfen Reglement. Die Glaubensfestigkeit innerhalb des Ordens ist extrem hoch. Jede potentielle Abweichung von dem von Escriva vorgegebenen Weg wird strengstens unterbunden. Demzufolge verwundert es nicht, dass der Orden über hochgradig motivierte und neurotisierte Glaubensfanatiker verfügt, die allesamt mit einem starken Missionsdrang ausgestattet sind.

Opus Dei- Mitglieder haben oftmals hohe Positionen in Politik und Wirtschaft inne. Innerhalb der katholischen Kirche besetzen sie - u.a. dank der tatkräftigen Unterstützung von Papst Johannes Paul II. - zentrale Machtpositionen. Wie hoch die Zahl der Opus Dei-Sympathisanten unter römisch-katholischen Geistlichen mittlerweile ist, beweist die Tatsache, dass knapp ein Drittel aller Bischöfe weltweit sich für die schnelle Seligsprechung Escrivas eingesetzt haben.

Wertung: Die geringe Mitgliederzahl des Ordens wird durch die hohe Glaubensfestigkeit der Numerarier und ihrer großen Bedeutung innerhalb wie außerhalb der Kirche massiv aufgewertet. Ergebnis: 5 von 10 Punkten in dieser Kategorie.
Testkategorie 4: Interne Struktur



Mehrstufiges Hirnwaschprogramm: Scientology von innen


Gewissenserforschung und Lebensplan: Leben im Opus Dei

kategorie 5: Einfluss auf die Gesellschaft



Money makes the world go around: Geldmacht Scientology?


Die katholische Maffia: Wirtschaft und Politik In den Fängen des Oktopus Dei?

Abschließendes Urteil

http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm

Sowohl Scientology als auch Opus Dei verfolgen Ziele, die mit dem Projekt einer offenen Gesellschaft nicht zu vereinbaren sind. In beiden Glaubenssystemen kommt die Wahrheit stets von oben, niemals von unten. Beide Organisationen zeichnen sich aus durch charismatische Gründerfiguren, paranoide Heilslehren, geschickte Manipulationstechniken scharfe Kontrollmechanismen und ein jenseits aller Kritik stehendes Führerprinzip, das absoluten Gehorsam verlangt.

Was das Demokratiegefährdungspotential der untersuchten Glaubenszirkel angeht, so hat Opus Dei mit 40 Fanatismuspunkten gegenüber Scientology mit 32 Punkten die Nase vorn. Insofern kann man durchaus verstehen, dass sich die Scientologen vom deutschen Staat ungerecht behandelt fühlen. Es ist in der Tat ein nur durch kulturelle Vorurteile zu erklärender Skandal, dass Hubbards Jünger vom Staat überwacht werden, während Escrivas Anhänger unbehelligt hohe Posten in Politik und Wirtschaft innehaben können.

Das oftmals vorgebrachte Argument, die Gefährlichkeit von Scientology bestehe darin, dass es nicht aus religiösen, sondern aus wirtschaftlichen Interessen heraus agiere, ist absurd. Wie u.a. die Selbstmordattentate auf das World Trade Center in New York gezeigt haben, ist die religiöse Mitarbeitermotivation der kapitalistischen weit überlegen. Kein Chef der Welt könnte seine Mitarbeiter dazu bringen, sich für den Erfolg des eigenen Betriebs auf diese finale Weise aufzuopfern. In Anbetracht der höchst unerquicklichen Geschichte der Religionen wäre also eher zu hoffen als zu befürchten, dass Scientology eigentlich nur wirtschaftliche Interessen verfolgt, denn im Falle einer unterstellten Machtübernahme durch die Scientology Church würde dies die Wahrscheinlichkeit unseres Überlebens deutlich erhöhen...

Fazit: Angesichts des hier präsentierten Testergebnisses stehen die deutschen Ordnungshüter vor einer unbequemen Alternative: Entweder sie lassen die Scientologen (und all die anderen so genannten „Sekten“!) in Ruhe (was dem viel beschworenen „Konzept der wehrhaften Demokratie womöglich schaden würde) oder aber sie nehmen Opus Dei samt der sie stützenden marianischen Bewegung genauer unter die Lupe (was erboste Proteste von Seiten der katholischen Kirche provozieren würde). Auch wenn es unbequem ist: Wer A sagt, muss auch B sagen. Die Sonderbehandlung außerkirchlicher Gemeinschaften durch Staat...


Kommt in der Theokratie nicht auch die Macht von oben ?
http://www.focus.de/wissen/bildung/opus-dei_nid_29761.html

Leuchtende Augen

Das harte Wort „Verbot“ lässt selbst Numerarier schaudern. Es sei ihnen keineswegs untersagt, Theater oder Kinos zu besuchen, tanzen zu gehen oder gar Weihnachten bei ihren Eltern zu verbringen. Sie wollen es einfach nicht! Im Werk herrsche vollkommene Freiheit, absolute Freiwilligkeit. Der eigene Wille treffe sich mit dem Willen des Werks und dem Willen Gottes. Sagen sie mit den glücklich leuchtenden Augen derer, die sich frei fühlen, weil sie nie gegen die Grenzen ihrer Freiheit anrennen.

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Das Geld, das er als praktischer Arzt in einer Gemeinschaftspraxis verdient, überlässt er dem Opus Dei. Auch sein Erbe, seinen Anteil am Bauernhof seiner Eltern, hat er bereits dem Werk vermacht. „Christliche Loslösung“ nennt er das.

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Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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