Krebs im Endstadium


hallo leutz,

ich hab mal in letzter zeit genauer über das leben nachgedacht und da ist mir aufgefallen das dass leben eigentlich ziemlich grausam ist . ich bin kein borderlinde mensch oder einer der on-mast depri. ist. ich mein es gibt so viele menschen die das schicksal richtig hardt trifft. z.b mein nachbar ist mit leichten bauchschmerzen zum artzt gegeangen, der artzt hat den dann ins krankenhaus weiter überwiesen. nicht besonders aber der eigentlicher knaller kommt erst noch, den im kranekenhaus hat man ihn gerönscht. und wie soll es anders sein! GENAU! krebs im entstadium. die ärtze haben ihn garnicht erst aufgeschnitten sondern zum sterben nach haquase geschigt.
und dan halt noch kinder die sterben die für ihr handeln nichts dafür können. UND ICH WILL JETZT KEINEN SPRUCH HÖREN GOTT WILL IHN JETZT BEI SICH HABEN . da kann doch irgentwas nicht richtig laufen oder??????? oder dan so menschen die morgens beim aufstehen schon so en fettes grinsen in der fresse haben, und sich freuen das sie leben und fast 2m luftsprünge machen als ob man so länger lebt .

was ich damit sagen will ist, man kann machen was man will es ist eh egal ist, man kann 20 mal am tag in die kirsche laufen und beten, es hilft alles nix, man wirt sterben so wie alle andern an schlimmen oder an weniger schlimmen krankheiten.

ich weiss nicht ob ich mit dieser einstellung richtig fahr bin halt noch jung was sagt ihr dazu?
Ja, Du wirst sterben wie alle anderen Menschen auch!
Keiner weiß, wie er stirbt, aber mit einem ruhigen Gewissen und mit der Gewissheit, daß man sich im Gedenken an sein Leben "in den Spiegel schauen kann", stirbt es sich vermutlich "leichter".
Aber Du hast nur einen Versuch!
Lieber müllÜr,

Dein Aufbegehren gegen die Endlichkeit des Lebens hast Du gemeinsam mit allen Menschen aller Zeiten - wenn diese Menschen so mutig sind, sich mit ihrem eigenen Tod auseinanderzusetzen.

Wenn einen die Todesangst packt - das passiert den meisten Menschen erst dann, wenn sie von den Ärzten ihr Todesurteil hören, oder wenn ein lieber Mensch stirbt - wenn einen die Todesangst packt, dann kann man wirklich verzweifeln. Denn jede und jeder von uns wird sterben, und wir wissen nicht wann und wir wissen nicht an welchen entsetzlichen Krankheiten oder Todesarten.

Ich habe in meinem Leben erlebt, dass meine Angst vor dem Tod kleiner wird, wenn ich mich mit dem Tod beschäftige, wenn ich mir die Todesarten anschaue, aber auch, wenn ich mir anschaue, wie sich die Menschen auf ihren Tod vorbereiten. Denn viele sterben ganz friedlich und glücklich, sie "gehen sanft hinüber" wie man so sagt. Und ich schaue mir dann an, wie diese Menschen sich auf den Tod vorbereitet haben und versuche, das nachzumachen.

Es ist schon so, wie Du sagst: man kann nichts tun, um dem Tod zu entkommen. Wir alle werden sterben. Aber wir werden unterschiedlich sterben und das macht schon einen Unterschied, ob ich mich mit aller Kraft wehre gegen den Tod oder mich mit ihm aussöhne. Ich habe auch schon erlebt, dass Menschen glücklich sterben, mit strahlenden Augen in das Licht, das sie ganz zum Schluß sehen gehen.

Und man kann den Tod auch anders sehen als Du. Man kann auch sagen, weil es einen Tod gibt, deshalb ist dieses Leben so wertvoll. Weil ich nicht unendlich lang leben werde, will ich dieses Leben auskosten und ihm einen Sinn geben, der es mir ermöglicht, glücklich zu leben.

Und vielleicht ist es ja auch so, dass der Tod nur der Übergang ist zu einem anderen Leben. So wie die Geburt der Vorgang ist, der ein neues Leben begründet.

Inanna