Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Die Quibla (Gebetsrichtung) von Jerusalem nach Mekka












Hallo,

ich habe mich sehr ausführlich mit dem Islam beschäftigt und immer kam mir die Aussage zu Ohr: Der Koran ist unverfälscht seit seiner Entstehung.

Folgendes dazu:

Seine Änderungen

* Einzelne Koranaussagen wurden nach ihrer Offenbarung wieder geändert. D.h. daß auf einen Koranvers ein anderer folgte, der die erste Anweisung änderte oder relativierte. Die erste Offenbarung war waren offensichtlich nur zeitlich begrenzt gültig.
* Diese unterschiedliche Aussagen, die durchaus als sich widersprechenden Aussagen gedeutet werden können, wurden als "überarbeitetes Wort Allahs" verstanden.
* Einige dieser veränderten Koranaussagen sind im heutigen Korantest in der alten und der neuen Fassung noch erhalten. Einige Beispiele für veränderte Anweisungen seien genannt:
1. Die Quibla (Gebetsrichtung) von Jerusalem nach Mekka (Sure 2,142-150)
2. Die Teilung des Erbes, das von Eltern oder Verwandten zurückgelassen wird, soll gemäß Sure 4,8 gleichmäßig erfolgen, was aber durch Vers 12 abgeändert wurde, wo befohlen wird, daß Männer den doppelten Anteil von Frauen erhalten sollen.
3. Das Nachtgebet sollte ursprünglich mindestens die halbe Nacht beanspruchen, eigentlich sogar den "größten Teiles der Nacht" (Sure 73,1-4). Während des Gebets ist der Koran zu rezitieren. Allah selbst sah in dieser Anweisung ein schwere Last. Doch dieses Gebot wurde durch Vers 21 sogleich relativiert: "daher rezitiert aus dem Koran, wie es euch leicht und möglich ist". D.h. jeder kann nach eigenen Ermessen die Gebetszeit bestimmen.
4. Bei Frauen, die etwas Abscheuliches begehen (z.B. Ehebruch), war ein lebenslänglicher Hausarrest vorgesehen (Sure 4,16), wenn vier Männer den Fehltritt bezeugen können. Nur Allah konnte diesen Hausarrest wieder aufheben. Diese Strafe wurde aber später in eine Strafe von 100 Peitschenhieben abgeändert (Sure 24,2).


* Mohammed mußte selbst immer solange bis zum Vortragen der "Offenbarung" warten, bis er gewiß sein konnte, die endgültige Offenbarung erhalten zu haben.


* Der Koran selbst nennt drei Gründe für die spätere Abänderung des ursprünglich geoffenbarten Textes.
1. Mohammed vergaß etwas (nach Allahs Wille) (Sure 87,6-7).
2. Der Satan schob Mohammed eine falsche Offenbarung unter (Sure 22,52).
3. Allah selbst tauschte Passagen gegen bessere Offenbarungen aus (Sure 16,101.106).
o Sure 2,106 spricht ganz offen die Tatsache eines nach der ersten Offenbarung veränderten Korantextes an: "Wenn wir einen Vers austilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir dafür einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. Weißt du denn nicht, daß Allah zu allem die Macht hat?"
* Zur rechten Deutung der Suren ist deshalb ihre Datierung von Bedeutung, da im Fall eines Widerspruches der Grundsatz gilt, daß der jüngere Text den älteren aufhebt. (Manchmal geschieht das aber sogar innerhalb ein und derselben Sure).



Seine Auslassungen

* Nach dem plötzlichen Tod Mohammeds wurde Zaid-ibnThäbith damit beauftragt, den Koran zusammenzutragen und ihn aufzuschreiben (Mishkat'ul Masäbih). Es wird bezeugt, daß zumindest drei Offenbarungen weggelassen wurden.


* 1. Auslassung
o Eine von ihnen wurde nach Aussage von Mohammeds Frau, Aischa, mit der er bis zu seinem Tode zusammenwohnte, während seiner Krankheitsperiode oder in der Aufregung über seinen Tod unter dem Bett Mohammeds aufbewahrt; aber sie wurde von einem Haustier aufgefressen.


* 2. Auslassung
o Nach Aussage des Biographen und Hadith-Sammlers Muslim sagte Abu Msa al Ashari zu 300 Rezitatoren des Korans in Basra:
+ »Wir rezitierten gewöhnlich eine Sure, die nach Länge und Heftigkeit der Sure Barä-at (Sure 9) ähnelte. Ich habe sie jedoch vergessen- mit Ausnahme dieser Stelle, an die ich mich erinnern kann: >Wenn es für den Sohn Adams zwei Täler voller Reichtümer gegeben hätte, dann hätte er nach einem dritten Tal Verlangen gehabt, und nichts würde den Magen des Sohnes Adams füllen außer Staub.< Und wir zitierten gewöhnlich eine Sure, welche eher den Suren von Musabbihat glich, und ich habe sie vergessen, aber ich erinnere mich nur an folgenden Teil: >O ihr Gläubigen, warum sagt ihr, was ihr selbst nicht tut<, und >das ist euch in den Nacken geschrieben, als ein Zeugnis (gegen euch) und ihr werdet am Tage der Auferstehung darüber Rechenschaft geben müssen<.«
o Das letzte Zitat kann aus Sure 61,3 und 17,14 stammen, aber das erste, das die gleiche Länge wie Sure 9 (129 Verse) haben soll, fehlt im Koran.


* 3. Auslassung
o Eine andere Überlieferung stellt fest (»Sahih Muslim«, Mishkat II, und andere):
+ »Umar sagte: >Wahrlich, Allah sandte Mohammed in Wahrheit und offenbarte ihm das Buch. In den Versen offenbarte der allmächtige Allah den Vers über die Steinigung zu Tode. Der Bote Allahs steinigte zu Tode (Muslim) und nach ihm steinigten auch wir zu Tode. Und in dem BUCH GOTTES ist die Steinigung zu Tode eine Wahrheit für solche, die Ehebruch begehen.< Der Vers lautete so: >Der alte Mann und die alte Frau, wenn sie Ehebruch begangen haben, steinigten sie beide gewiß zu Tode.<«
o Dieser Abschnitt fehlt ebenfalls im Koran.


* Die Behauptung, daß der Koran vollständig ist, läßt sich somit nicht aufrechterhalten und folglich auch nicht die Behauptung, daß der Koran, wie er heute ist, eine exakte Kopie des himmlischen Originals sei.

von:http://www.efg-hohenstaufenstr.de/downloads/texte/is04_koran.html
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


Ähnliche Themen
Warum glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod?
Was geschieht mit ehepaaren nach dem tod?
Gebetsrichtung?
Der Tod (vor und nach dem Sterben)
Bestimmt ein Quantencode über unser Leben nach dem Tod?
Eltern nach 21 Jahre getrennt....
Versöhnung nach dem Tod ?
Leben nach dem Tod!? Auch nach suizid!?
Quantenphysik: Die Seele existiert auch nach dem Tod
leben nach dem tod