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Judentum ein eigenes Volk oder nur eine Religion?












Hallo Leute,

Ich hatte heute mit jemandem eine Diskussion darüber, ob die Juden ein eigenes Volk sind oder nicht.

Wir haben in Geschichte gelernt, dass es eine eigene ethnische Einheit ist und nicht nur eine Religion wie andere Religionen. Weiters kann man nicht ohne weiteres zum Judentum konvertieren, sondern man wird entweder hineingeboren und heiratet sich ein - das stimmt doch oder?

Wißt Ihr mehr darüber?

Liebe Grüße, Saed
Ist natürlich davon abhängig wie man 'Volk' definiert; ob ein ethnischer Jude,
[= wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde] der Buddhist wird, oder ein
ethnischer Chinese, der zum Judentum übertritt, als 'Jude' bezeichnet wird...
Letzteres ist ohne Probleme möglich, wenn auch mit (für Männer physischen)
Komplikationen verbunden.
Beispiele dafür, daß ganze Völker zum Judentum übergetreten sind, gibt's nicht
nur in der Torah, sondern auch in der neueren Geschichte - vgl. die Chasaren.

() Wu
Also es gibt keine klare Antwort darauf?

Im Internet habe ich auch keine eindeutigen Antworten gefunden...

Begriffsdefinitionen
http://www.globaldefence.net

Jude: historisch findet sich der Begriff schon im alten Gebietsnamen „Judäa“ nach einem der Stämme Israels.
Der Begriff wird heute als religiöse Bezeichnung zu verstehen sein. Ein Jude ist ein Angehöriger der ältesten Monothelitischen Weltreligion, des „mosaischen Glaubens“, unabhängig von der Staatsbürgerschaft; der „Bund Gottes“ mit dem „Volk Israel“ ist zunächst ein religiöser Begriff, der die Anhänger der monolithisch mosaischen Religion von den benachbarten „Götzenanbetern“ abgrenzt. Das „Volk Gottes“ ist daher religiös als „Anhänger des jüdischen Glaubens“ zu interpretieren. Der Begriff erhielt erst später eine (in der nationalsozialistischen Rassenideologie negative) ethnische Bedeutung (siehe Semit und Semitismus).
Wir gebrauchen den Begriff hier ausschließlich in seiner ursprünglichen religiösen Bedeutung.

Israel: Das historische Volk Israel umfasste mehrere Stämme. Diese Stammesverbindung wurde in den letzten zweitausend Jahren gründlich zerstört.
Heute bezeichnet der Name den Staat Israel, der ideell in der schon im 19. Jahrhundert aufblühenden zionistischen Bewegung wurzelt und Mitte des letzten Jahrhunderts als Überlebensreaktion auf die Shoah, die nationalsozialistischen Bemühung um die Ausrottung der europäischen (und vor allem deutschen) Juden entstand.
Der Staat Israel wird von vielen (ultra-)orthodoxen Juden nicht anerkannt, da der im Alten Testament angekündigte Messias noch nicht erschienen sei.


Israeli: Der Begriff bezeichnet die Staatsbürger Israels, die aus verschiedenen Ethnien zusammen gesetzt sind. So sind etwa 20 % der Staatsbürger Israels (ausserhalb der seit 1967 israelisch besetzten Territorien) ethnisch den Arabern zuzurechnen.
Die „Torschützenkönigin“ der israelischen Fußballnationalmannschaft der Mädchen ist ethnisch Araberin.


Zionist: Zion ist das „gelobte Land“, eine Heimstatt für das im Exil verfolgte Volk Gottes - die Judengemeinden. Die Verfechter der zionistischen Bewegung waren bestrebt, den jüdischen Gemeinden ein Asyl und eine bleibende Heimat in den historischen Grenzen des antiken Israel zu schaffen.
Die zionistische Bewegung (von Zion) entstand während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert als jüdische National-Bewegung, die sich für das Recht der Juden auf einen eigenen Staat einsetzt.
Der Zionismus entstand unter den Juden in der europäischen Diaspora. Er sieht sich selbst als die moderne Form des jahrtausendealten Traums der Juden von Freiheit und einem eigenen Staat im Land Israel.
Die zionistische Einwanderung nach Palästina setzte Anfang des 20. Jahrhundert ein. Tel Aviv gilt als erste moderne jüdische Stadt. Bald kam es in den 30er Jahren zu Konflikten mit den einheimischen Palästinensern, die sich um ihr Land betrogen fühlten.
Bis zum Völkermord an den europäischen Juden während der Zeit der Nationalsozialisten war der Zionismus nur eine kleine Strömung innerhalb des Judentums. Aufgrund der Erfahrung während des Holocausts, dass kein Staat der Erde den Juden geholfen oder ihnen Zuflucht gewährt hatte, erfuhr der Zionismus eine breite Akzeptanz, sowohl innerhalb des Judentums als auch außerhalb.
1948 erlebte der politische Zionismus mit der Gründung des Staates Israel seinen Durchbruch auf internationaler Ebene. Seitdem befindet sich Israel in ständigem Konflikt mit den Arabern, welche meist eine Position einnehmen, die als Antizionismus bezeichnet wird.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus
Lieber Deas,

hier (an diesem Juden[tum]board) gibt es etliche verschiedene Treads darüber:

http://www.jewish-forum.de/board.php?boardid=2

Vielleicht hilft es dir etwas bei der Beantwortung deiner Frage!

selam
Tatsächlich! Mal sehen, ob ich dort schlauer werde

Danke Dir Zahra
Forum -> Judentum und Christentum


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