Familie als Lebenssinn


Meine lieben Leute ,

ich würde gern eure Meinung zu folgendem hören :

Ich bin eine 31j. Frau , die bereits einen 11j. Sohn hat . War bis vor kurzem alleinerziehend und musste auch arbeiten gehen . Betonung liegt auf "Müssen" . Bin nun verheiratet und erwarten wieder was Kleines *freu* .
Bin von Beruf Krankenschwester und habe auch einige Semester Psych. studiert .
Stelle jetzt seit einiger Zeit fest, dass eine Familie zu haben,sprich für Mann und Kinder wirklich da zu sein für mich das Wichtigste ist .
Vielleicht findet ihr mich furchtbar rückständig , aber ich fühle mich in der klassischen Rollenverteilung total wohl und würde das als meinen Lebenssinn bezeichnen . Habe auch nicht das Gefühl , was zu verpassen , weil ich nicht mehr arbeiten gehe und mich "selbstverwirklichen" kann , was immer das auch sein mag...
Fand halt schon immer geben und für andere da zu sein wichtiger als nehmen.
Du kannst nur wirklich glücklich sein , wenn du andere glücklich machst ...
Wie seht ihr das - oder bin ich ganz allein mit meiner "unemanzipierten" Einstellung (halte mich persönlich aber oft autarker und emanzipierter als so manch andere )
Hallo Sari,

ja, ich kann dich gut verstehen. Bin seit 19 Jahre verheiratet und habe 3 Kinder. Ich habe auch erst mal aufgehört zu arbeiten und war ganz für die Familie da, auch wenn's dadurch finanziell sehr knapp wurde. Aber es zahlt sich aus.
Ich genieße aber jetzt, wo die Kinder größer (14,16,17) sind, auch wieder die neuen Freiheiten und habe letztes Jahr auch wieder ein feste Arbeitsstelle in Teilzeit gefunden (hatte vorher nur 400,--€ -Job) die mir auch sehr viel Spaß macht. Da habe ich Glück gehabt, denn arbeiten müsste ich sowieso, mit 3 Kindern. Was da schon alleine immer Geld benötigt wird für schulische Dinge... Umso mehr freue ich mich, dass ich so einen tollen Arbeitsplatz bekommen habe (nach langer Suche) und alle dort unheimlich nett sind.

Übrigens: emanzipiert ist man auch, wenn man zu seinen Entscheidungen stehen kann, so wie du. Auch, wenn sie mal gegen den Trend der Zeit sind. Das finde ich toll!

Liebe Grüße
Kiki
Hallo Sari,

ich bin ein emanzipierter Mann. Als selbstständiger Ergotherapeut fehlen bei der neuen Gesundheitsreform einfach Aufträge. Ich könnte auch doppelt so viele Patienten haben. Vielleicht wird's besser! Nun, ich schaue mich zwar z.Zt. nach einem Zweitjob um (ich habe noch zwei weitere Berufe in Petto) aber dennoch:

Ich genieße die Zeit die ich dadurch habe! In meiner Familie sind alle Langschläfer, d.h. morgens Waldspaziergänge, Chatten. Gerade sitzt meine 1jährige Tochter neben mir und spielt.

Es ist doch wunderbar in der Welt zu sein, ohne die Welt in sich sein zu lassen. Auch beim Beruf muss man nicht die Welt in sich sein lassen, aber das ist weit schwieriger.

... so, jetzt möchte meine Tochter mit mir spielen. Tschüß...
Hallo, Sari,

Wenn Du den Satz "Du kannst nur wirklich glücklich sein , wenn du andere glücklich machst ... " umwandelst in "Ich kann nur wirklich glücklich sein, wenn ich andere glücklich mache" ist das völlig in Ordnung. Aber andere denken da vielleicht anders, bzw. haben eine andere Einstellung von "Glück", die weder mit Egoismus noch mit Altruismus was zu tun haben. Aber wenn das FÜR DICH alles so gut und richtig und in Ordnung ist, ist das doch wunderbar!

Liebe Grüsse

Sucher