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Lieber Martin,
ich verwende gerne Worte in ihrem etymologischen Sinn, aber klar, ich kann nicht voraussetzen, dass das hier im Forum (schon) bekannt ist.
Im Prinzip bin ich ja auch ein eher wissenschaftlich orientierter Mensch, Wittgenstein I (weniger W II) und besonders Popper gehören zu meinen philosophischen Favoriten. Aber auch Popper kam am Ende seines langen Lebens zu dem Ergebnis, (populär ausgedrückt) dass man a) Wissenschaft nicht mit Religion verwechseln solle, aber b) auch Religion nicht mit Wissenschaft.
Will sagen: In einem religiösen Forum rein wissenschaftlich zu argumentieren ist genauso schwierig wie in einem wissenschaftlichen Forum rein religiös zu argumentieren (auch wenn letzteres ja von den Kreationisten in USA versucht wird). Die je eigene Argumentation basiert auf jeweils völlig unterschiedlichen Meta-Ebenen, und darum explodiert es hier auch manchmal.
>Ich bin noch immer fassungslos ueber die
>fundamentale Unwissenheit auf der der Aberglaube
>praechtig blueht,...und das mitten unter uns.
Ich denke, das Aberglaube IMMER auf Unwissenheit basiert, zumindest auf Seiten der Abergläubigen. Viel verabschauungswürdiger sind für mich diejenigen, die den Aberglauben nähren, indem sie die Menschen unwissend halten. Wie das in anderen Religionen ist, weiss ich nicht, da kenne ich mich nicht aus. Aber im Christentum, in das ich hineingeboren wurde und das 25 Jahre lang meine religiöse Heimat war, ist das durchaus bis zum heutigen Tag gravierend.
Liebe Grüsse
Sucher
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