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Wunder, Chaos, Ordnung, Zufall?












Staunen und andere Begriffe . . . waren
Zitat:
einfach nicht klar definiert.
Und weil sie dies nicht sind, sind persoenliche Interpretationen notwendig.
Sind aber persoenliche Interpretationen notwendig, so passen diese in aller Regel nicht mehr auf die ebenfalls peroenliche Interpretation des Gespreachspartners. Somit ist aus rein hermenaeutischen Gesichtspunkten eine Diskussion ausgeschlossen.
Ein derartiges Posting ist deshalb m.E. inhaltlich sinnlos, da nicht klar nachvollziehbar in einem Diskussions Forum.
sagt mpoetschik

Ja - ohne Lexikon geht's nicht - und dann auch erst, wenn man sich auf ein bestimmtes Werk geeinigt hat - und dann geht's immer noch nicht . . . denn, irgendein Grund findet sich bestimmt, wetten?

ergo: Diskussion in jedem Fall ausgeschlossen.
Möglich ist: 100% Übernahme mpoetschiks persönlicher (natürlich völlig objektiv, ewig gültiger wissenschaftlicher) Ansicht.

Hätt ich's doch fast vergessen:
Möglich ist auch: 100% ige Übernahme meiner persönlichen (natürlich völlig, subjektiver, ewig ungültiger unwissenschaftlicher Meinung) ups . . . irgendwas stimmt da nicht
Lieber Sucher,

Zitat:
Mir wäre es lieber gewesen, wenn Du mich einfach gefragt hättest, was ich unter "staunen" verstehe, dann hätte ich schon mindestens einen Post eher das obige erklären können.

Nun, ich ging von der allgemein ueblichen Definition aus, die sich doch etwas von deiner unterscheidet. Da ich keinen Indikator sah, warum diese nicht gelten sollte, hatte ich auch nicht nachgefragt. Sorry.

Zitat:
SO bin ich übrigens zur Mathematik und zur Philosophie gekommen, die heute meine grossen "Leidenschaften" sind...

Auch diese Leidenschaft teile ich, wobei ich die Naturwissenschaften mit dazu nehme.

Zitat:
Der Mensch entwürdigt sich tatsächlich nicht selten, indem er etwas vergöttlicht, das er nur nicht versteht. Aber Du solltest das nicht jedem unterstellen.

Zugegeben, hier bin ich etwas "forumsgeschaedigt".
Denn soviel geballter Aberglaube wie, vor allem in muslimischen Foren, verbreitet wird, uebertrifft bei weiten alle meine kuensten Vorstellungen.
Ich bin noch immer fassungslos ueber die fundamentale Unwissenheit auf der der Aberglaube praechtig blueht,...und das mitten unter uns.

Gruss
Martin
Zitat:
ergo: Diskussion in jedem Fall ausgeschlossen.
Möglich ist: 100% Übernahme mpoetschiks persönlicher (natürlich völlig objektiv, ewig gültiger wissenschaftlicher) Ansicht.

Wissenschaftliche Ansichten sind weder völlig objektiv noch ewig gültig.
Vor allem Naturwissenschaft verifiziert nur sehr sehr selten, sondern meistens falzifiziert sie nur.
Eine Formulierung allgemeingueltige Aussagen (Naturgesetze) erfolgt empirisch und ist deshalb immer an Detektoren und Bezugssysteme gebunden. Sind diese richtig gewaehlt, so hat eine Aussage 100%ige Gueligkeit in ihrem Rahmen

Logik und Mathematik koennen verifizieren, jedoch auch nur in ihren wohl definierten Bezugssystemen.

Und etwas anderes habe ich nie behauptet.

Haelt man diese Praemissen ein und sichert Aussagen (Beweise) erkenntnistheoretisch ab, so duerften sie in der Tat 100% Beweiskraft innerhalb ihres Bezugssystems haben.

Gruss
Martin
Lieber Martin,

ich verwende gerne Worte in ihrem etymologischen Sinn, aber klar, ich kann nicht voraussetzen, dass das hier im Forum (schon) bekannt ist.

Im Prinzip bin ich ja auch ein eher wissenschaftlich orientierter Mensch, Wittgenstein I (weniger W II) und besonders Popper gehören zu meinen philosophischen Favoriten. Aber auch Popper kam am Ende seines langen Lebens zu dem Ergebnis, (populär ausgedrückt) dass man a) Wissenschaft nicht mit Religion verwechseln solle, aber b) auch Religion nicht mit Wissenschaft.

Will sagen: In einem religiösen Forum rein wissenschaftlich zu argumentieren ist genauso schwierig wie in einem wissenschaftlichen Forum rein religiös zu argumentieren (auch wenn letzteres ja von den Kreationisten in USA versucht wird). Die je eigene Argumentation basiert auf jeweils völlig unterschiedlichen Meta-Ebenen, und darum explodiert es hier auch manchmal.

>Ich bin noch immer fassungslos ueber die
>fundamentale Unwissenheit auf der der Aberglaube
>praechtig blueht,...und das mitten unter uns.

Ich denke, das Aberglaube IMMER auf Unwissenheit basiert, zumindest auf Seiten der Abergläubigen. Viel verabschauungswürdiger sind für mich diejenigen, die den Aberglauben nähren, indem sie die Menschen unwissend halten. Wie das in anderen Religionen ist, weiss ich nicht, da kenne ich mich nicht aus. Aber im Christentum, in das ich hineingeboren wurde und das 25 Jahre lang meine religiöse Heimat war, ist das durchaus bis zum heutigen Tag gravierend.

Liebe Grüsse

Sucher
Hallo Sucher,

Zitat:
Will sagen: In einem religiösen Forum rein wissenschaftlich zu argumentieren ist genauso schwierig wie in einem wissenschaftlichen Forum rein religiös zu argumentieren

In einem religiösen Forum rein wissenschaftlich zu argumentieren ist sicherlich schwierig, aber sehr sinnvoll. Und genau das ist es was Baha'u'llah wollte.
Er duerfte ganz richtig erkannt haben (anders als Popper) das Religion auf sozialpsychologischen und neurophysiologischen Erkenntnissen beruht.
Somit ist eine wissenschaftliche (vor allem der genannten Disziplinen) Argumentation genau die, die Religion sogar validieren kann, mindestens jedoch Inhalte falzifizieren kann und sollte.
Wissenschaft kann mittels Beweisverfahren recht genau die Grenzen zwischen Wissen und Glauben ziehen und ist deshalb ein guter Partner bei der Sondierung von Aberglauben.

Gruss
Martin
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