Mein Glaube..


Evolution, Schöpfung und Leben sind für mich das gleiche.
Ich habe tiefsten Respekt und Demut vor der Schöpfung, die durchdrungen und erfüllt ist von Gott.
Ich glaube, wir befinden uns ganz am Anfang der Bewusstwerdung des Menschen und ich freue mich darüber und bin dankbar, daran teilhaben zu dürfen. Unser persönliches Leben ist nichts im Ablauf der Schöpfung und wir sind sicher nicht das Ende der Entwicklung sondern bestenfalls die ‚Neandertaler von Morgen’. Schon unser beschränktes Bewusstsein ist eine große Verantwortung. Der verantwortungsvolle Umgang mit den sich bietenden Möglichkeiten ist unsere wesentliche Aufgabe.
Das Erkennen der Beschränktheit unseres Gehirns und gleichzeitiges Überwinden der Reste aus der Vergangenheit sind wesentliche Schritte zu einer neuen Erkenntnisstufe.
Wir müssen unseren Kindern Werte vermitteln die sie sensibel für die Evolution machen, ihnen die Augen öffnen für den Umgang mit Menschen, Umwelt und Fortschritt.

Die Überwindung des ‚ICH’ ist eine wesentliche Voraussetzung für den Fortschritt. Unser Gehirn ist nur der ‚Empfänger’ für das Bewusst–Sein und für die Liebe. Mit unserem Tod ist der ‚Empfänger’ tot, aber das Sein und die Liebe bleiben erhalten. In diesem Sinne ist das, was uns menschlich macht, unsterblich. Aber auch wenn alle Menschen aussterben, wird sich das Leben zum uns unbekannten Ziel hin entwickeln.
Hallo nonfui,

Zitat:
Wir müssen unseren Kindern Werte vermitteln die sie sensibel für die Evolution machen, ihnen die Augen öffnen für den Umgang mit Menschen, Umwelt und Fortschritt.


Das klingt sehr schön, ...... Tatsache aber ist;
die Kinder können mit dem "Fort-schritt" gar nicht umgehen lernen - sie werden überrollt damit.
Was sind das für "leistungsorientierte Bildungs-Zentren" die "Menschen" heranziehen die auf die Idee kommen Uranmunition im Krieg einzusetzen?
(wenn man den Gegner nicht auf dem Schlachtfeld tötet, dann doch wenigstens dessen Kinder und Kindeskinder)
(die USA, Grossbritanien und Israel setzen diese Art der Munition ein (bisher über 1000 Tonnen) und niemand protestiert - die Menschen haben halt keine Zeit, da alle emsig damit beschäftigt sind ihre Leistungen zu erbringen und die Frei-zeit zu geniessen - Ellenbogengesellschaft)

Zitat:
Die Überwindung des ‚ICH’ ist eine wesentliche Voraussetzung für den Fortschritt.


Bedeutet das für dich das wir kein "ICH" haben?

Zitat:
Unser Gehirn ist nur der ‚Empfänger’ für das Bewusst–Sein und für die Liebe. Mit unserem Tod ist der ‚Empfänger’ tot, aber das Sein und die Liebe bleiben erhalten. In diesem Sinne ist das, was uns menschlich macht, unsterblich. Aber auch wenn alle Menschen aussterben, wird sich das Leben zum uns unbekannten Ziel hin entwickeln.


Der Körper ist immer tot - so wie auch ein Auto immer tot ist. Lebendig wird es erst durch den der "einsteigt".
Kürzlich las ich:
Wir sind keine Menschen die eine göttliche Erfahrung machen, sondern göttliche Wesen die eine menschliche Erfahrung machen.

Gruss
Zitat:
Bedeutet das für dich das wir kein "ICH" haben?


Jeder der noch ein "ICH" hat, und noch nicht aus sich herausgetreten ist, ist auf einer geringeren Erkenntnisstufe. Wir müssen das ich überwinden, um zu erkennen, dass wir ein Teil des Ganzen sind und alle Menschen gleich sind.
Die hochgepriesenen 'Individualität' mit einer eigenen Seele, einem persönlichen Gott und Abgrenzung zu anderen führt zu eingebildeten Unterschieden zwischen den Menschen, die Ursache aller Konflikte ist.
Hallo nonfui,

Zitat:
Zitat: jivatma
Bedeutet das für dich das wir kein "ICH" haben?



Zitat:
Jeder der noch ein "ICH" hat, und noch nicht aus sich herausgetreten ist, ist auf einer geringeren Erkenntnisstufe. Wir müssen das ich überwinden, um zu erkennen, dass wir ein Teil des Ganzen sind und alle Menschen gleich sind.


Demnach übst du dich und deine Kinder darin nicht mehr zu geniessen?
(denn geniessen wollen bedeutet zu sagen "ich will", "ich wünsche" etc.!)

Wie praktizierst du diesen Weg?

Welche Regulierungen hältst du ein?

Zitat:
Die hochgepriesenen 'Individualität' mit einer eigenen Seele, einem persönlichen Gott und Abgrenzung zu anderen führt zu eingebildeten Unterschieden zwischen den Menschen, die Ursache aller Konflikte ist.


Die Individualität, des ICH ist nicht das Übel.
Ohne Individualität gäbe es keine Schöpfung, keine Vielfalt. Abgrenzung entsteht nicht durch ein individuelles ICH, sondern durch die falsche Identifikation des ICH mit dem zeitweiligen, materiellen Körper.Man sagt ich habe einen Kopf, einen Bauch, Beine, Arme, Geschlecht etc., und nicht ich bin Kopf, Bauch Beine, Arme, Geschlecht.
Das höhere Selbst besitzt ebenfalls eine ewige, persönliche Individualität nur mit dem Unterschied das das ICH vom Körper nicht verschieden ist. Auf der transzendentalen Ebene sind das ewige, individuelle ICH, der Körper, der Name alles eins.
Sobald wir sagen ich bin ein Weißer, ich bin ein Schwarzer, ich bin Christ, ich bin Jude, ich bin Moslem, ich bin Amerikaner, ich bin Europäer etc., identifizieren wir uns mit dieser vergänglichen Hülle und dem Ort, der Kultur, der Sprache in der diese vergängliche Hülle geboren wurde. Das ist das Übel, nicht aber die Individualität der Seele.
Wir müssen nicht ALLES negieren. Oder wünscht du dir das die Welt ein toter Stein wäre?

Spiritualität beginnt mit der Feststellung, "ich bin nicht dieser vergänglich, materielle Körper".
Dann ist zwangsläufig die nächste Frage, "wer bin ich dann"?
Mit dieser Feststellung und der Frage nach dem höheren ICH, beginnt das "Mensch sein". Vorher sind wir nicht mehr als polierte Tiere.
Darum sieht es so übel aus auf dieser Welt - weil die Mehrheit der Menschen ein Leben als "polierte Tiere" führt. Aber nicht weil wir ein ewiges individuelles ICH besitzen.

GRUSS
Hi, danke für deine Kommentar, aber ich habe einig Anmerkungen:

Zitat:
Demnach übst du dich und deine Kinder darin nicht mehr zu geniessen?
(denn geniessen wollen bedeutet zu sagen "ich will", "ich wünsche" etc.!)


Das hab ich nicht gemeint oder geschrieben. Warum glaubst du dass?

Zitat:
Sobald wir sagen ich bin ein Weißer, ich bin ein Schwarzer, ich bin Christ, ich bin Jude, ich bin Moslem, ich bin Amerikaner, ich bin Europäer etc., identifizieren wir uns mit dieser vergänglichen Hülle und dem Ort, der Kultur, der Sprache in der diese vergängliche Hülle geboren wurde. Das ist das Übel, nicht aber die Individualität der Seele.


Da stimme ich dir zu. Eine Individualität der Seele bedingt keinen Konflikt.

Aber ich glaube nicht an eine 'persönliche' Seele. Diese müsste bei unserer Geburt entweder neu geschaffen werden (sehr unwahrscheinlich) oder breits vorhanden sein (möglich, aber dann dürfte die Anzahl der Menschen nicht steigen ?)
Also ich glaube, das Menschen Lebewesen sind, die aus der Natur kommen und immer noch Teil der Natur sind, aber die Möglichkeit haben, etwas von Gott, der alles durchdringt' zu 'empfangen', dass ihn menschlich, vernünftig und liebesfähig macht. Das heisst aber nicht, dass wir 'ewig' persönlich existieren.
Ich hoffe darauf, dass der Mensch sich weiterentwickelt und die Teile, die in seiner Natur wurzeln und ihn gewalttätig und egozentrisch machen, überwindet. Das wir noch lange dauern, aber in Hinblick auf die Evolution (Der Kosmos ist 14 Mrd. Jahre alt ! die Erde 10 Mrd.) ist der Mensch noch eine junge Gattung.
Zitat:
Zitat: jivatma
Demnach übst du dich und deine Kinder darin nicht mehr zu geniessen?
(denn geniessen wollen bedeutet zu sagen "ich will", "ich wünsche" etc.!)


Zitat:

Das hab ich nicht gemeint oder geschrieben. Warum glaubst du dass?


Du hast geschrieben:
Zitat:
Jeder der noch ein "ICH" hat, und noch nicht aus sich herausgetreten ist, ist auf einer geringeren Erkenntnisstufe. Wir müssen das ich überwinden, um zu erkennen, dass wir ein Teil des Ganzen sind und alle Menschen gleich sind.


Zugegeben, meine Frage war provokativ, aber dennoch berechtigt.
Denn genau genommen MUSS man, wenn man sein ICH aufgibt, auch all seine Wünsche aufgeben. Und Wünsche haben wir weil wir geniessen wollen, all unser tun beruht auf dem Wunsch zu geniessen.
Das Sanskritwort für Person ist Purusha, und das gleiche Wort hat auch die Bedeutung - Geniesser.
Wir die Lebewesen, Purushas, und das Höchste, Grösste und Mächtigste Lebewesen, die Höchste Persönlichkeit Gottes, Purushottama, sind Geniesser, und der Sinn des Lebens besteht darin, zu geniessen.

Person und Genuss sind untrennbar miteinander verbunden.
Der entscheidende Punkt ist; dass die Person die in Unwissenheit lebt, nach sinnlichem Genuss strebt, nach Genuss für den Körper mit dem sie sich identifiziert.
Und die Person die wahres Wissen besitzt, strebt nach Genuss der Seele.
Der Materialist genießt im Äusseren, der Spiritualist genießt im Inneren.
.. und der Genuss, die Freude die wir im Innern geniessen könnten ist tausende mal grösser.

Zitat:
Da stimme ich dir zu. Eine Individualität der Seele bedingt keinen Konflikt.

Aber ich glaube nicht an eine 'persönliche' Seele. Diese müsste bei unserer Geburt entweder neu geschaffen werden * (sehr unwahrscheinlich) oder breits vorhanden sein (möglich, aber dann dürfte die Anzahl der Menschen nicht steigen** ?)


Ich argumentiere aus der Sicht und Aussage Shri Krishnas in der "Bhagavad-Gita wie sie ist".
Im Mahabaratha (dem grössten Epos der Welt, zu dem auch die Bhagavad-Gita gehört) lass ich heute folgendes:
"Wie kann man das, was sich jenseits der Vorstellung oder sinnlicher Spekulation irdischer Geschöpfe befindet, durch Logik erfassen?" (Bhishma Parva 5.22)
Aus diesem Grund hat uns Shri Krishna die Bhagavad-Gita zurück gelassen. Und Er erklärt zu deinen Fragen folgendes:
*"Für die Seele gibt es zu keiner Zeit Geburt oder Tod. Sie ist nicht entstanden, sie entsteht nicht, und sie wird nie entstehen. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper getötet wird." (BG 2.20)
"**So wie die verkörperte Seele in diesem Körper fortgesetzt von Knabenzeit zu Jugend und zu Alter wandert, so geht die Seele beim Tod in ähnlicher Weise in einen anderen Körper ein. Ein besonnener Mensch wird durch einen solchen Wechsel nicht verwirrt." (BG 2.13)

Getäuscht durch die materielle Energie, denkt die Seele (atma), sie sei manchmal ein Kind, dann ein Erwachsener und später ein Greis. Und so geht die Seele unterschiedlichen Beschäftigungen nach - gemäß ihrem Körper.
Die Veden erklären, das der gesamte Kosmos von unzähligen atmas, in Millionen von verschiedenen Lebensformen bevölkert ist. Und das der Atma, gemäß seinem Karma, den Reaktionen seiner vergangenen Tätigkeiten, gezwungen ist, von einem Körper zum anderen zu wandern.

Zitat:
Also ich glaube, das Menschen Lebewesen sind, die aus der Natur kommen und immer noch Teil der Natur sind, aber die Möglichkeit haben, etwas von Gott, der alles durchdringt' zu 'empfangen', dass ihn menschlich, vernünftig und liebesfähig macht. Das heisst aber nicht, dass wir 'ewig' persönlich existieren.


Wenn Gott alles durchdringt, wieso durchdringt er dann nicht auch den Geist/Verstand aller Lebewesen, so das alles in Harmonie leben kann?

Macht Gott Fehler?
Ist Gott ein Pröbler?
Wenn Gott Fehler machen würde und ein Pröbler wäre, könnte Er nicht Gott sein.

Materie kann niemals Leben zeugen. Etwas das Lebt, das heisst, etwas das Bewusstsein hat, hat immer Bewusstsein. Bewusstsein ist nicht etwas das anfängt und aufhört zu existieren. (Bewusstsein ist das Symptom der Seele) Leben kommt von Leben. Materie selbst ist ohne Leben, erst die unsterblichen atmas erfüllen die tote Materie mit Leben.
Die so genannten Wissenschaftler erklären, dass Leben aus einer Verbindung materieller Substanzen entsteht, aber beweisen konnten sie es bis heute nicht! Dafür haben sie uns Atombomben (Verteidigung), Chemie- und Autoindustrie (Wirtschaftliche Entwicklung) geschenkt, mit denen unzähliges Leben zerstört wird.
Eine Gesellschaft die dieser Art der "Wissenschaft" vertraut, ist zum scheitern verurteilt, denn sie hat das wesentlichste aller Wissenschaften, die Wissenschaft über die Seele, ignoriert, ja sogar von vorn herein verneint.

Zitat:
Ich hoffe darauf, dass der Mensch sich weiterentwickelt und die Teile, die in seiner Natur wurzeln und ihn gewalttätig und egozentrisch machen, überwindet. Das wir noch lange dauern, aber in Hinblick auf die Evolution (Der Kosmos ist 14 Mrd. Jahre alt ! die Erde 10 Mrd.) ist der Mensch noch eine junge Gattung.


Das genau meinte ich mit der falschen Identifikation des atma, mit dem Körper. Ich bin ein Produkt von Materie!
Darin liegt genau das Übel dieser Welt.

Zitat:
Zitat: jivatma
Sobald wir sagen ich bin ein Weißer, ich bin ein Schwarzer, ich bin Christ, ich bin Jude, ich bin Moslem, ich bin Amerikaner, ich bin Europäer etc., identifizieren wir uns mit dieser vergänglichen Hülle und dem Ort, der Kultur, der Sprache in der diese vergängliche Hülle geboren wurde. Das ist das Übel, nicht aber die Individualität der Seele.


Zitat:
Da stimme ich dir zu. Eine Individualität der Seele bedingt keinen Konflikt.


Also besteht noch Hoffnung, ..... zumindest für diejenigen, die sich nicht als ein Produkt von Materie halten und sich nicht mit ihrem materiellen Körper identifizieren.
Die Logik des Materialisten:
Ich bin ein Produkt von Materie/Natur, Materie/Natur ist leider nicht vollkommen aber trotzdem werde ich, der ich ein Produkt der Natur bin, eines Tages perfekt - nähmlich dann, wenn ........ ?
liebe Grüsse

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