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6. Juli 2006
Selbst die mächtigsten Wesen der göttlichen Welt können nicht direkt auf der Erde wirken. Warum? Weil sie nicht aus physischer Materie gemacht sind. Damit sie eingreifen können, müssen die Menschen selbst ihnen die Möglichkeit dazu geben. Solange kein Verräter im Inneren einer Festung für die Feinde den Weg frei macht, bleibt sie uneinnehmbar. Es braucht also einen Verräter! Natürlich werdet ihr sagen, dass diese Rolle nichts Berauschendes an sich hat. Aber in bestimmten Fällen ist sie auch gar nicht schlecht: Und da die Erde wie eine Festung ist, deren Bewohner sich der Ankunft der Lichtwesen widersetzen, braucht es Verräter, um ihnen die Tore zu öffnen.
Auf der Erde sind die Menschen ebenso mächtig wie alle himmlischen Armeen und wenn sie sich widersetzen wollen, ist nichts zu machen. Deshalb sucht der Himmel nach Verrätern oder wenn euch das lieber ist, nach Verbündeten, die bereit sind, ihm den Weg frei zu machen. Die Spiritualisten sind genau diese Verbündeten, dank denen sich der Himmel in die Festung Erde hineinschleichen kann, um alles zu verwandeln.
Der heutige Tagesgedanke von Aivanhov
www.aivanhov.de/daily/20060706.htm
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8. Oktober 2006
Um ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse wach zu halten, muss man den Menschen etwas Neues präsentieren. Um ihr inneres Leben aufzubauen, müssen sie sich jedoch daran gewöhnen, immer wieder auf dieselben Themen zurückzukommen. Ja, auf dieselben Themen, aber sie müssen sie unter verschiedenen Blickwinkeln studieren: Am Morgen, am Abend, vor und nach den Mahlzeiten, in der Nacht, wenn sie allein sind oder wenn sie in Beziehung mit anderen Personen stehen. Sie werden dann entdecken, dass diese Themen verschiedene Aspekte annehmen, dass sie atmen und sich verwandeln.
Betrachtet einen Garten im Frühling, im Sommer, dann im Herbst und im Winter: Es ist immer derselbe Garten, aber welche Unterschiede! Für die Spiritualität muss man ebenfalls ohne Unterlass auf dieselben Themen zurückkommen und sie von allen Blickwinkeln betrachten. So könnt ihr immer etwas Neues entdecken.
http://www.aivanhov.de/daily/20061008.htm
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http://www.aivanhov.de/gedanken/
Die in der Bibel ausgedrückten Wahrheiten wurden von außergewöhnlichen Wesen erlebt. Um sie zu verstehen, muss man sich bemühen, ihnen bis in jene Regionen zu folgen, in die sie sich selbst erheben konnten, man muss sich also in ihre Sicht der Dinge hineinversetzen. Um zum Beispiel die Gleichnisse Jesu zu verstehen, genügt es nicht, die Texte zu analysieren, man braucht eine andere Wissenschaft, nämlich die der Symbole, die man nur durch ein Üben der Fähigkeiten der Seele und des Geistes erlangen kann.
Wir werden die heiligen Texte verstehen können, wenn es uns gelungen ist, mit der gleichen Wellenlänge zu schwingen wie ihre Autoren, andernfalls bleibt ihre Sprache, ihre wirkliche Sprache uns fremd. Wir müssen das empfinden, was sie selbst empfunden haben, das erleben, was sie selbst erlebt haben, das heißt, uns bis zu ihrer Bewusstseinsebene erheben, dann wird uns wirklich ein Licht aufgehen! Aber diese Bewusstseinsebene kann nur erreicht werden, wenn wir unsere Lebensweise verbessern, wenn wir uns den Gesetzen der geistigen Welt gegenüber aufmerksamer und respektvoller erweisen.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Erwartet euer Heil und euer Gleichgewicht nicht von der Verwirklichung großer Dinge. Die wohltuendste Wirkung liegt in den kleinen Dingen und wenn ihr euch angewöhnt, sie ernst zu nehmen, entwickelt ihr eine innere Haltung, die euch schützen wird. Es gibt so viele Gelegenheiten für die kleinen Dinge! Und wenn es sich nur darum handelt, auf einem Weg oder einer Straße einen herumliegenden Gegenstand aufzusammeln, ein schmutziges Papier, eine leere Flasche, einen Stein wegzuräumen, über die jemand stolpern könnte oder Glasscherben, an denen man sich verletzen könnte. Es ist eure Liebe, die euch rettet und die Liebe offenbart sich gerade durch all die scheinbar unwichtigen Gesten, die ihr jeden Tag tun könnt.
Bemüht euch also, immer etwas Neues zu finden, was ihr tun könnt, in dem Wissen, dass jede kleine Geste, wenn sie mit Engagement, Aufrichtigkeit und Liebe ausgeführt wird, jedes Mal wie ein Lichtwesen ist, das euch begleiten wird.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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Ihr habt die Tendenz, ein Ding oder ein Wesen, das ihr studieren wollt, getrennt, abgeschnitten von der Ganzheit, zu betrachten. Aber wie glaubt ihr es kennen lernen zu können, wenn es so isoliert dasteht? Ihr könnt die Wesen und Dinge nur dann wirklich kennen lernen, wenn ihr sie untereinander verbindet, um zu sehen, wie das Leben vom einen zum anderen zirkuliert.
Das Universum ist ein Gebäude und eine der besten Darstellungen dieses Gebäudes ist die geometrische Form der Pyramide mit Gott, dem Schöpfer und Verteiler des Lebens an der Spitze. Jedes Geschöpf, jedes Ding hat darin seinen Platz und um es kennen zu lernen, müsst ihr es also in dem kosmischen Gebäude einordnen können. Dann werdet ihr beobachten, wie es in Einklang schwingt, wie es am universellen Leben teilnimmt und damit zur Aufrechterhaltung des Gebäudes beiträgt.
Omraam Mikhaël Aïvanhov
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